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To Dos für die Google Tag Manager Migration

Der Google Tag Manager ist in der Zwischenzeit ein bekanntes Tool im Online Marketing. Seit Ende 2012 lassen sich damit schnell und effektiv Code-Schnipsel und Tracking-Lösungen verwalten.

Seit Oktober 2014 gibt es die Version 2 des Tools, in der sich die Benutzeroberfläche und einige inhaltliche Punkte geändert haben. Bis vor kurzem war es allerdings nicht möglich bestehende Konten in das neue Interface zu migrieren, sodass diese in der alten Version genutzt werden mussten. Seit Ende März gibt es dafür den Migrationsassistent. Da ab dem 01. Juni alle Accounts automatisch migriert werden, gebe ich in diesem Blogartikel einen Überblick über die Änderungen in Version 2, erkläre wie Ihr jetzt schon updaten könnt und welche To Dos im neuen Interface anstehen.

Was ist neu im Google Tag Manager [V2]?

Die neue Benutzeroberfläche ist insgesamt übersichtlicher und intuitiver gestaltet. Die Startseite bietet einen schönen Überblick über die aktuelle Version, die letzte Veröffentlichung und alle Aktivitäten. So hat man alles auf einen Blick. Außerdem sind die Notizen zum Container prominenter platziert. Für Nutzer der alten Oberfläche ist es anfangs sicher eine Umstellung, aber die strukturierte Darstellung erleichtert die Nutzung des Tools auf lange Sicht.

Neue Kontoübersicht

Hinzu kommen einige inhaltliche und funktionale Änderungen:

  • „Regeln“ heißen jetzt „Trigger“
  • „Makros“ heißen jetzt „Variablen“
  • Ereignis-Listener Tags sind nicht mehr notwendig. Die entsprechende Einstellung kann jetzt direkt im Trigger vorgenommen werden.
  • Daran anknüpfend hat jeder Trigger jetzt ein auslösendes Ereignis.
  • Es gibt die neue Kategorie „Integrierte Variablen“, in der einige vordefinierte Variablen verfügbar sind. Diese sind übersichtlich nach Themen sortiert.

Wie funktioniert die Migration?

Die Migration der alten Tag Manager Konten in die neue Version ist recht selbsterklärend gestaltet. Diese kann einfach in der alten oder neuen Benutzeroberfläche vorgenommen werden und bedarf keiner Bearbeitung des Seiten-Quellcodes oder des Tag Manager Container Codes. In beiden Versionen gelangt man über die Schaltfläche „Migrationsassistent“ zur folgenden Meldung:

Migration jetzt starten

Durch die Auswahl von „Assistent starten“ öffnet sich ein Fenster mit einer Übersicht aller Tag Manager Container, die noch in der alten Version laufen. Dort können die Konten per Checkbox einfach ausgewählt und zur Migration eingereicht werden.

Kontomigration

Durch Klick auf den Button „Migrieren“ wird der Prozess gestartet. Dieser kann nicht mehr rückgängig gemacht werden und dauert üblicherweise eine bis mehrere Stunden. Während der laufenden Migration können weiterhin alle Funktionen im alten Interface genutzt werden. Es ist also kein Problem währenddessen weitere Tags, Regeln oder Makros zu erstellen. Diese werden automatisch übernommen.

Migration eingereicht

To Dos nach der Migration

Erfahrungsgemäß funktionieren die meisten Tags weiterhin und es müssen kaum Änderungen in der neuen Version des Tag Managers vorgenommen werden. Trotzdem sollte man einige Dinge überprüfen und gegebenenfalls anpassen, da manche Funktionen in der neuen Oberfläche etwas anders gestaltet sind. Die folgende To-Do-Liste gibt einen Überblick darüber, was Ihr beachten solltet:

  1. Tags im Vorschau-Modus prüfen

Zuallererst muss unbedingt geprüft werden, ob alle Tags weiterhin einwandfrei auslösen. Eigentlich sollte zwar alles funktionieren, aber „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Dafür kann wie gewohnt der Vorschau- und Debugging-Modus genutzt werden. Dieser ist in der neuen Version oben rechts in einem Drop-Down-Menü unter „Vorschau und Fehlersuche“ zu finden.

Debug Modus

  1. Ereignis-Tracking überarbeiten

Wie bereits früher in diesem Artikel erwähnt, wurden die Ereignis-Listener-Tags abgelöst, da diese mit in den Triggern (früher „Regeln“) integriert werden können. Die Trigger müssen zwar nicht unbedingt angepasst werden, ich finde es aber immer übersichtlicher, wenn alles einheitlich gestaltet und angepasst wird.

Folgendermaßen sieht im alten Interface die Auslöseregel für zum Beispiel eine Kontaktanfrage aus:

Kontaktanfrage alt

Die Bedingung gtm.formSubmit wird über den Formularübermittlungs-Listener erfasst, der immer ein Ereignis auslöst, wenn ein Formular abgeschickt wird.

Um das entsprechende Formular (in diesem Fall ein Kontaktformular) zu erfassen, wird die Regel dann noch weiter mit der ID des Elements spezifiziert.

In der neuen Version ist die Gestaltung der Trigger so überarbeitet, dass der Zwischenschritt über den Ereignis-Listener wegfällt:

Kontaktanfrage NEU

Es wird ein Formular-Trigger ausgewählt, der den Ereignis-Listener im ersten Schritt quasi schon enthält. Es muss nur noch eine Bedingung hinzugefügt werden. In diesem Fall FormID ist gleich Kontaktformular.

Wenn ihr alle Trigger entsprechend anpasst, ist es kein Problem die ausgedienten Ereignis-Listener aus dem Container zu löschen (vorher bitte im Vorschau-Modus testen ob alles funktioniert!). Diese erfüllen keine notwendige Funktion mehr und wir wollen den Container ja übersichtlich halten J

  1. Integrierte Variablen einsetzen

In der neuen Tag-Manager-Version gibt es vordefinierte sogenannte „Integrierte Variablen“, die durch einfaches Anchecken unter dem Menüpunkt aktiviert werden können.

Aktivierte integrierte Variablen

In Containern, die aus der alten Version migriert wurden sind außerdem noch die alten Makros unter „Benutzerdefinierte Variablen“ zu finden. Jedes Makro hat eine äquivalente integrierte Variable in der neuen Version und kann dagegen ausgetauscht werden. Dabei gilt wieder, dass dieser Schritt nicht zwingend erforderlich ist, aber trotzdem für die Übersicht und einheitliche Gestaltung sinnvoll ist.

Ein schneller und einfacher Weg Variablen auszutauschen ist die Überschreibung. Dafür muss folgendermaßen vorgegangen werden:

  1. Integrierte Variable deaktivieren
  2. Makro (In Version 2 „Benutzerdefinierte Variable“) in den Namen der äquivalenten integrierten Variable umbenennen (z.B. {{url}} in PageURL)
  3. Integrierte Variable aktivieren und „Vorhandene überschreiben“ auswählen

Namenskonflikt

Fazit

Die Migration in die neue Version ist kein Hexenwerk und an den meisten Stellen recht selbsterklärend. Trotz der automatischen Umstellung ab 01. Juni ist es aber zu empfehlen die Umstellung schon vorher selbst in die Hand zu nehmen. So könnt ihr euch genug Zeit nehmen und es ist einfacher zu reagieren, wenn doch größere Anpassungen notwendig werden. Plant besonders für die erste Migration am besten ein bisschen mehr Zeit ein. Dann könnt ihr euch in Ruhe mit der neuen Version vertraut machen, und wenn es schneller geht umso besser.

Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit der Migration gemacht? Gibt es Probleme oder Tricks? Wir freuen uns über Erfahrungsberichte.

Lisa-Marie ist SEA Account Managerin bei rankingCHECK. Wenn Sie gerade keine Konten optimiert ist Sie immer für eine Runde am Tischkicker zu haben.

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