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Tag Manager: Google Analytics E-Commerce-Tracking einrichten

Die Basis, um die eigenen Online-Marketing-Maßnahmen zu verbessern sind gute Webanalyse-Daten. Betreibt man einen Online Shop, ist es wichtig zu messen wieviel Umsatz über die verschiedenen Marketing-Kanäle wie AdWords, organische Suche oder auch Social generiert wird. Das Google Analytics E-Commerce-Tracking bietet eine gute Möglichkeit diese Daten zu erfassen. In unserem aktuellen Artikel erfahrt Ihr, wie Ihr mithilfe des Google Tag Managers das E-Commerce-Tracking in wenigen Schritten einrichtet.

Es gibt zwei verschiedene Formen des E-Commerce-Trackings. Das Basis E-Commerce-Tracking, in dessen Rahmen Informationen, die sich auf der Bestellbestätigungsseite befinden,  wie Produktdetails, Preis und Anzahl der gekauften Produkte, erfasst und an Google Analytics übermittelt werden. Die zweite Form ist das Enhanced E-Commerce-Tracking. Die Tracking-Möglichkeiten des Enhanced E-Commerce-Trackings gehen über die Möglichkeiten des Basis-Trackings hinaus. So ist es beispielsweise möglich zu erfassen, welche Produkte ein Nutzer gesehen hat und an welcher Stelle auf der Webseite das Produkt dem Nutzer präsentiert wurde, als er darauf geklickt hat. Der Programmieraufwand, um dieses Tracking in eine Webseite einzubinden ist jedoch auch deutlich umfangreicher und einen eigenen Artikel wert. Deswegen beschränke ich mich in diesem Artikel auf die Einbindung des Basis-Trackings.

E-Commerce-Tracking im Google Analytics Konto aktivieren

Als ersten Schritt müssen wir die E-Commerce-Funktion in Google Analytics aktivieren. Hierfür gehen wir in dem Analytics Konto in die Verwaltungsansicht, wählen die Datenansicht aus für die wir das E-Commerce-Tracking anlegen wollen, klicken auf E-Commerce Einstellungen und schalten die Funktion ein.

E-Commerce aktivieren

Implementierung des Data Layers

Um die Details einer Bestellung abzurufen, muss ein passender Data Layer auf der Bestellbestätigungsseite implementiert werden. Ein Data Layer ist eine Datenstruktur, die alle Daten, die sich auf einer Webseite befinden, erfasst und an eine Applikation,  in unserem Fall den Tag Manager, weitergeben kann. Der Data Layer für das E-Commerce-Tracking setzt sich meistens folgendermaßen zusammen:

<script>
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
dataLayer.push({
	'transactionId': '1234',
	'transactionAffiliation': 'Acme',
	'transactionTotal': 28.58,
	'transactionTax': 1.96,
	'transactionShipping': 3.90,
	'transactionProducts': [{
		'sku': 'DD44',	
		'name': 'Acme',
		'category': 'Schuhe',
		'price': 28.58,
		'quantity': 1
		}]
});	
</script>

Die Werte sind nur Beispiele und müssen durch die passenden Variablen des Shopsystems ersetzt werden. Wichtig ist, dass der Data Layer auf der Bestellbestätigungsseite eingepflegt und vor dem Tag Manager geladen wird. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass die Werte nicht vom Tag Manager erfasst und entsprechend auch nicht an Google Analytics übergeben werden können.

Implementierungen im Tag Manager

Nachdem der Data Layer in der Bestellbestätigungsseite implementiert ist, müssen wir im Tag Manager noch ein Tag anlegen, der auf die Daten aus dem Data Layer zugreift und diese an Google Analytics übergibt.

Hierfür klicken wir auf „neuen Tag“, wählen im Feld Tag-Konfiguration den Tag-Typ „Universal Analytics“ aus, tragen die Tracking-ID der Property ein und wählen als Tracking Typ „Transaktion“ aus. Um den Datenschutzrichtlinien in Deutschland gerecht zu werden und die IP-Adressen der Seitenbesucher zu verschlüsseln, ordnen wir unter den „weiteren Einstellungen“ dem Feld „anonymizeIP“ den Wert „true“ zu.

Die Tag-Konfiguration sollte dann folgendermaßen aussehen:

Tag-Konfiguration

Jetzt müssen wir noch eine Auslösungsregel für diesen Tag festlegen. Der Tag soll nur gefeuert werden, wenn die Bestellbestätigungsseite geladen wird. Um den passenden Trigger einzurichten, klicken wir auf das entsprechende Symbol.

Trigger erstellen

Dann gehen wir auf das „+“ Zeichen im oberen rechten Bereich des neuen Tabs, das sich geöffnet hat und wählen als Trigger-Typ „Seitenaufruf“. Da der Trigger nicht auf jeder Seite gefeuert werden soll, ändern wir die Auslösungsregel in „Einige Seitenaufrufe“. Als Bedingung legen wir fest, dass die  „Page URL“ gleich der Bestellbestätigungs-URL sein muss. Hier ein Beispiel wie der Trigger dann aussehen kann.

Bestellbestätigungsseite

Der fertige E-Commerce-Tag sollte dann folgendermaßen aussehen.

E-Commerce Tag

Wir möchten, dass der Tag erst bei Aufruf des Events „orderCompleted“ gefeuert wird. Um das Event einzurichten, klicken wir bei „Auslösen bei“ auf den Tab „Mehr“ und legen einen neuen Trigger an. Aus der Auswahl wählen wir „Benutzerdefiniertes Ereignis“ und tragen als Ereignisname „orderCompleted“ ein.

Tracking prüfen und Tag veröffentlichen

Da es gerade bei der Implementierung des E-Commerce-Trackings oft zu kleineren Komplikationen kommt, machen wir nach Abschluss der Einrichtung eine Testbestellung im Shop. Bevor wir den Bestellprozess einleiten, aktivieren wir zunächst im Tag Manager die Vorschau und Fehlersuche.

Vorschau

Wenn wir alles korrekt im Tag Manager eingerichtet haben und sich der Data Layer auf der Bestellbestätigungsseite befindet, dann findet sich auch der Tag „Transaktion_E-Commerce in der Vorschauleiste.

Tag gefeuert

Um noch vor der Veröffentlichung der aktuellen Container-Version zu prüfen, welche Daten der Data Layer erfasst, klicken wir auf der Vorschauleiste auf den Tab „DataLayer“.

Datalyer

In unserem Beispiel erfasst der Data Layer beispielsweise die Produktnummer, den Verkaufspreis und die Versandkosten.

Wird der „Transaktion_-Commerce“ Tag gefeuert und erfasst der Data Layer alle Daten, die wir benötigen, dann müssen wir nur noch die aktuelle Container-Version veröffentlichen und schon ist die Einrichtung abgeschlossen.

Michael ist Head of Account Management bei rankingCHECK. Er schreibt rund um die Themen Website-Optimierung und Suchmaschinenwerbung.

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5 Kommentare

Joel schrieb am 18. Januar, 2016 @ 17:40

bei mir scheint das irgendwie nicht zu klappen.
kann man variablen als Platzhalter hinzufügen für Transaction ID, Preis, etc? das sollte doch eigentlich funktionieren. bei mir tut sich aber nichts. 🙁 Ideen?

habe es so eingetragen:

window.dataLayer = window.dataLayer || [];
dataLayer.push({
‚event‘: ‚orderCompleted‘,
‚transactionId‘: ‚order[‚ID‘]; ?>‘,
‚transactionAffiliation‘: ’solergoShop‘,
‚transactionTotal‘: section_oprand . “ “ . $this->price->format($p->section_price, $this->order[‚currency_sign‘]); ?>,
‚transactionTax‘: price->format($tax->value, $this->order[‚currency_sign‘]); ?>,
‚transactionShipping‘: price->format($this->order[‚order_shipping‘], $this->order[‚currency_sign‘]); ?>,
‚transactionProducts‘: [{
’sku‘: ‚order_item_sku); ?>‘,
’name‘: ‚order_item_name); ?>‘,
‚price‘: price->format($item->product_item_price, $this->order[‚currency_sign‘]); ?>,
‚quantity‘: product_quantity; ?>
}]
});

Michael Löhr schrieb am 22. Januar, 2016 @ 11:38

Hallo Joel,
da die Variablen nicht bei allen Shopsystemen gleich sind, kann ich dir hier leider keinen Tipp geben.

Für das für dich relevante Shopsystem gibt es doch bestimmt ein Support Forum. Versuch es mal in dem Forum, die können Dir bestimmt weiter helfen.

Viele Grüße
Michael

Gernot schrieb am 25. Januar, 2017 @ 9:23

Hallo Michael,
der aktuelle Tagmanager Code (bis auf das noscript Pixel) befindet sich im Head Bereich. Somit ist es wohl irrelevant wo der Datalayer im body eingebunden ist, oder?!?

Freu mich auf Feedback.
Gruß
Gernot

Michael Löhr schrieb am 31. Januar, 2017 @ 10:57

Hallo Gernot,
um sicherzugehen, dass alle Daten erfasst werden und der DataLayer keine Daten überschreibt, sollte der DataLayer trotzdem vor dem Tagmanager Code im Body eingebunden werden.
Viele Grüße
Michael

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