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Tabus beim Linkaufbau

Anfang der Woche bin im bei www.searchenginejournal.com auf einen sehr interessanten Artikel gestoßen, bei dem es um Begriffe geht, die man auf das Thema Linkaufbau bezogen als sogenannte Unwörter bezeichnen kann. Ich kann nur empfehlen sich diesen Artikel einmal genauer durchzulesen, da ich daraus die 3 meiner Meinung nach größten Tabus im Bereich Linkaufbau abgeleitet habe.

Tabu 1: Hundert Backlinks zum Festpreis

Generell kann man als SEO ja erst einmal nichts gegen hunderte von Links einwenden. Wenn man aber einmal genauer darüber nachdenkt muss man sich ja schon fragen wo diese Anzahl von Links eigentlich auf einmal herkommt. Sollte man einen sehr guten Inhalt im Internet bereitgestellt haben, und dafür gesorgt haben, dass sich dieser Content bspw. durch Social Media Marketing viral im Netz verbreitet, ist alles schön und gut. Jeder der einen derartigen Linkbait schon einmal vorbereitet und durchgezogen hat, weiß allerdings mit welchem Aufwand dies verbunden ist. Ein gutes Beispiel dafür ist das Planemob-Video von Germanwings, welches am 28.04.2010 bei Youtube eingestellt wurde und mal eben ca. 100 Links generiert haben könnte:


Wie gesagt, wenn es wie in diesem Beispiel läuft, sind hunderte von Links eine tolle Sache! Es gibt allerdings auch andere Wege um an hunderte von Links zu kommen. Eigentlich müsste jetzt jeder wissen worauf ich hinaus will:

„Wir besorgen Ihnen sofort 100 Backlinks zum Festpreis von 19,90€“

Von diesen Anbietern gibt es sicherlich mehr als genug. Da fragt man sich natürlich was für Links das eigentlich sein können. In der Regel können derartige Backlinks nur von der aller untersten Qualitätsstufe sein. Und das schlimme daran ist, dass sich ahnungslose Webmaster damit eigentlich nur schaden können. Bei einer relativ neuen Website, bei der auf einmal in kürzester Zeit 100 neue Links hinzukommen, gehen garantiert irgendwelche Alarmsignale an. Schlimmstenfalls wird man abgestraft und wir wissen ja alle dass sich Google alles merkt und auch sehr nachtragend ist 😉

Tabu 2: Linktausch

Auch gegen einen reziproken Linktausch (AB – BA) kann man eigentlich zunächst nichts einwenden. Wenn sich zwei verschiedene Websites gegenseitig verlinken, weil Sie die jeweils andere Seite weiterempfehlen wollen, ist dies das natürlichste was es gibt. Ein Link soll schließlich eine ernstgemeinte Empfehlung sein, und das ist es in diesem Falle auch. Worauf ich jetzt hinauswill, sieht folgendermaßen aus:

BTW: Das ist schon eine Linktauschanfrage der besseren Sorte. Massenhaft verschickte Linktausch-Anfragen mit automatisierten Emails sind das allerunterste Niveau auf das man im Linkaufbau sinken kann. Ich frage mich ernsthaft, wer da eigentlich noch mitmacht. Warum sollte man eine Website empfehlen, mit der man absolut gar nichts zu tun hat? Wahrscheinlich bekommt der Webmaster der darauf reingefallen ist noch nicht einmal einen entsprechenden Link zurück. Naja, irgendwer fällt immer darauf rein, sonst würde man nicht dauernd derartige Anfragen in seinem Postfach finden.

Tabu 3: Garantien geben

Wie kann man eine Garantie für eine bestimmte Anzahl an echten und somit starken Links geben? Am Ende sind ohnehin Rankings, Traffic und Conversions die wichtigsten Kennzahlen und eben nicht die bloße Anzahl an Links.


Allein schon aufgrund des Google-Algorithmus ist es einfach nicht seriös im SEO-Bereich überhaupt irgendwelche Garantien auf harte Faktoren zu geben. Das einzige was man tatsächlich garantieren kann ist die Arbeit, die man sich macht um an bestimmte Links zu kommen. Ganz einfaches Beispiel: Man hat eine Website, die einen ganz klaren Mehrwert für die Besucher bietet. Man setzt sich als Ziel  an Links von großen Nachrichtenportalen oder Universitätsseiten zu kommen und probiert alles dafür um genug Aufmerksamkeit zu generieren. Ist man dann endlich soweit, dass man sich die entscheidenden Kontakte aufgebaut hat, heißt das ja noch immer nicht, dass man dafür eine Empfehlung in Form eines Links bekommt. Wenn der Verantwortliche die Website dann im Endeffekt nicht weiterempfehlen will oder kann, dann gibt´s ganz einfach auch keinen Link und die ganze Arbeit war umsonst, damit muss man immer rechnen. Und das diese Arbeit trotzdem bezahlt werden muss ist ja wohl selbstverständlich.

Fazit

Beim Linkaufbau muss man vieles kritisch hinterfragen und am Ende sollte immer der gesunde Menschenverstand gebraucht werden. Denn genau den versucht Google algorithmisch nachzuahmen…

Geschäftsführer, Inbound Marketing-Freak und King of Tablesoccer – Blogger @rankingCHECK – Privates gibt es hier in meinem Travel- und Foodblog

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27 Kommentare

René schrieb am 8. Juli, 2010 @ 11:33

Schöner Artikel.

Zu diesen Linktauschanfragen … das Problem ist, dass in nahezu jeder Lektüre zu SEO für Anfänger genau dieses Vorgehen propagiert wird.

“Suchen Sie nach Niche XY und schreiben Sie den Webmaster an und bitten um einen Linktausch bla blub”.

Das müsste man mal in den Anfänger-Guides rausprügeln, dann reduziert sich der Nervfaktor für alle um einiges.

Allerdings gibt’s auch größere Anbieter (bestes Bsp. war einer aus’m PKV-Bereich) der einem 10 EUR anbietet, wenn man einen Link setzt (Themenrelevanz egal, hauptsache von der Startseite) oder man erhält alternativ einen Backlink irgendwo aus Ebene 321 in einer Kategorie X, die nicht public verlinkt war.

Diese Bauernfängerei nervt tierisch.

Patrick schrieb am 8. Juli, 2010 @ 11:34

Hallo,

ein sehr interessanter Artikel. Man kann eigentlich alles unkommentiert stehen lassen 😉
Aber was wäre das für ein Kommentar von mir, wenn ich nur “schöner Artikel” schreibe.

Zu Punkt 2:
Ehrlich gesagt verstehe ich das auch nicht, wie man solche Mails für voll nehmen kann. Letztens bekam ich eine etwas “personalisiertere” Mail. Der Name meines Blogs wurde erwähnt, jedoch mein Name nicht, vielmehr wurde die Mail an Christoph M. adressiert, der meinen Blog zu führen scheint – aha 🙂

Neuerdings kommen diese Anfragen aber auch per Kommentare, die dann direkt in den Spamordner wandern, das kann doch nicht der Sinn des Ganzen sein oder?

Liebe Grüße,
Patrick

ps: schöner Blog, habe ich gleich mal abonniert

Marcel Becker schrieb am 8. Juli, 2010 @ 13:19

@Rene & Patrick: Danke für euer Feedback. Man sieht halt was für eine Arbeit dahintersteckt. Klar kann man Leute auch per Mail um Links bitten. Allerdings muss man dann in die Email auch entsprechende Arbeit (Recherche, nette Ansprache usw.) stecken. Selbst dann sind viele noch sehr mißtrauisch…

Kenny schrieb am 8. Juli, 2010 @ 13:59

Guten Tag,

auch von mir ein Lob. Guter Artikel!

Eventuell solltest Du aber erwähnen, dass dies nur für junge/kleine Seiten gilt. Eine Große und alte Seite stört es kaum, wenn diese mal 100 Backlinks kriegt. Da wird der Trust und die Backlinkzahl mehr zu sagen haben.

Florian Narr schrieb am 8. Juli, 2010 @ 14:13

Wenns eine Geld zurück Garanti gibt, dann deuten die ja schon auf einen Misserfolg hin!

René schrieb am 8. Juli, 2010 @ 14:13

@Kenny … sicherlich betrifft das junge Seiten eher als etablierte. Wenn die aber pro Monat vielleicht 3 – 10 Links erhalten hat und nun regelmäßig das 10 – 20 fache, könnte G evtl auch hellhörig werden, was das soll.

@Marcel … ja schon aber mal ehrlich, hast du schon mal jemanden anschreiben müssen und um nen Link betteln? Die Leute sind in den meisten Fällen einfach zu faul, sich entsprechend Mühe zu machen oder wollen bloß kein Geld ausgeben.

Zumal ich das immer lustig finde … ich kenne keine großen Firmenseiten, wo unten zig nichtssagende kleine andere externe Seiten verlinkt sind … aber Hauptsache, man schreibt die ersten 10 aus den SERPs für KW xy an. Total plump – das ist es, was mich nervt.

Patrick schrieb am 8. Juli, 2010 @ 14:18

Wie René schon gesagt hat, steht es ja als Tipp ganz oben in jedem eBook, dass man als Neueinsteiger nach Links fragen sollte. Das kam mir damals aber schon sehr blöd vor, einfach jemanden um einen Link zu bitten.
Gefragt habe ich erst später, aber auch erst dann, wenn ich auf der Seite präsent war, durch Kommentare, Retweets usw. mich also damit beschäftigt habe. Einen Link von SEO-United mal eben so zu erhalten ist schon relativ unwahrscheinlich, ist man aber präsent und höflich, steigt die Wahrscheinlichkeit zumindestens einen Backlink zu erhalten.
Fragen ist generell nicht gerade der schlechteste Weg, man sollte aber gewisse Dinge beachten, vor allem aber nicht 100 Mails gleichzeitig abschicken, wie du in deinem Artikel ja schon geschrieben hast.

Ich jedenfall freue mich über einen ehrlichen Link mehr, als über 10, die mir nichts bringen …

Marcel Becker schrieb am 8. Juli, 2010 @ 14:24

@Rene: Klar hab ich das schon öfter mal gemacht, finde das auch völlig natürlich oder wie SEOs sagen würden organisch. Bsp.: Ein Kunde wurde als einziger aus seiner Branche in einer Übersicht eines großen Portals nicht erwähnt, da habe ich dann mal ganz nett nachgefragt warum und schon gab es auch für unseren Kunden einen Link. Einfach vergessen worden…

René schrieb am 8. Juli, 2010 @ 15:02

@Marcel … naja, das mit dem Portal ist ja schon ein wenig was anderes. Da hat man direkt einen Bezug aber wenn ich von ‘nem PKV-Anbieter auf meine larifari-Witzeseite nen Anfrage dahingehend bekomme, dann ist das echt für’n Popo. Zumal die meisten Anfragen immer darauf abzielen “Ich will Startseiten-Link von dir, du kriegst von woanders aus der letzten Kategorie etwas”. Ich müll mir doch nicht meine “Firmen”seite voll.

Das wäre so, als würde ich euch anschreiben und fragen, ob ich nen Link von der Startseite kriege … ich hab da noch ein Webdesign-Lexikon wo ich was verlinken könnte. 😉

holger schrieb am 8. Juli, 2010 @ 15:20

Linktauschanfragen sind ja an sich nichts schlimmes. Und in der Regel kommen auch gerade von Anfängern die halbwegs sinnvollsten Anfragen. Am schlimmsten sind aber leider meistens die sogenannten Seo-Profis. Nicht nur sinnlose automatisierte Anfragen, erst heute hat einer den Vogel abgeschossen…automatisierte Anfrage zu einer Seite die es schon lange nicht mehr gibt! Er hätte ja eben die Seite besucht und fand die so dolle das er gleich ein Link tauschen will…Tja DAS ist Linktausch mit Seo-Dummies….Kein Kommentar!

Detlef schrieb am 8. Juli, 2010 @ 17:37

Moin Marcel, irgendwie habe ich das Gefühl das du die Idee zu diesem Posting nach unserem letzen Mailverkehr herangezogen hast 🙂

Christian schrieb am 8. Juli, 2010 @ 18:41

Ich habe vor einiger Zeit mal eine Anfrage bez. kauf eines Linkplatzes erhalten. Noch nicht mal die antworten, wenn man ihnen einen fairen Preis nennt.

Die Anfrage bez. Linktausch kenne ich auch von meinem kleinen Blog her. Ist sehr erstaunlich wie “geil” die Webmaster darauf sind. Sollen sie doch die 19,90 für die 100 Links bezahlen. 😀

Grüße

Christian

Tim schrieb am 8. Juli, 2010 @ 22:40

Wer kennt diese schönen E-Mails bezüglich Linktausch-Anfragen nicht… Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass es noch zu viel Arbeit ist telefonisch einen Linktausch zu erfragen. Es stimmt schon das in vielen Büchern darauf aufmerksam gemacht wird, einfach nach einem Linktausch zu fragen. Allerdings wird auch häufig darum gebeten nicht direkt bei großen Websites an der Tür zu läuten.

Schöne Grüße,
Tim

Gernot Gawlik schrieb am 9. Juli, 2010 @ 7:33

Danke für diesen Artikel, Marcel! Ich würde mir jetzt wünschen, dass unsere Kunden “ausnahmsweise” (*g*) nun auch einmal in Deinen Blog schauen. Denn es ist leider tatsächlich so, dass die Arbeit, die hinter gutem Linkbuilding steckt einfach nicht gesehen wird.

Und einen Kunden, der eine Auktion mit den von Dir erwähnten 100 Links sieht, davon zu überzeugen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, ist stellenweise schwer.

Marcel Becker schrieb am 9. Juli, 2010 @ 8:43

@Detlef: beim ersten Punkt musste ich tatsächlich an deine Email denken 😉

okseo schrieb am 9. Juli, 2010 @ 15:15

Schöner Artikel,

wird auf der einen Seite von zu wenigen gelesen und verstanden.

Desweiteren findet man doch auch entsprechende Software die sogar den E-mail Text für die Linkakquise anbietet. Die auch in allen einschlägige Gazetten und Websites beworben wird.

Selbst von Profis.

Also sowat

tommy schrieb am 12. Juli, 2010 @ 9:08

Ich hab auch solche Post bekommen, aber gleich entsorgt. Bekomme auch Anrufe aus Indien, wo die Leute dann für Monatsgagen von 800 EURO arbeiten wollen.

Christian schrieb am 14. Juli, 2010 @ 15:51

Eine Alternative ist es auch einfach einen hohen Preis zu nennen. Das mache ich z. B. bei nicht ganz so abgeflachten Anfragen.

Bei einem PR2 Blog sage ich dann einfach mal 150 Euro pro Monat. Wenn sie den dann immer noch haben wollen kann ich mich wenigstens freuen. Abe die Wahrscheinlichkeit ist doch recht gering. 🙂

Philip Kaie schrieb am 16. Juli, 2010 @ 7:44

Okay, aus deinem Artikel habe ich vor allem mitgenommen, dass man vorsichtig und persönlich vorgehen sollte, wenn man darum bemüht ist ein Netz aus vielen Links aufzubauen. Werd versuchen deine guten Tipps in die Tat umzusetzen.

Beste Grüße,
Der Philip

Hamburg Seo schrieb am 22. Juli, 2010 @ 6:22

Hi, so schnell wird man G auch nicht aus den SERPs gekickt. Sonst könnte ja jeder mal eben 1000 Spam Links auf seine Konkurrenz verlinken und diese somit abstrafen. Sonst netter Artikel.

Roli schrieb am 26. Juli, 2010 @ 11:44

Mit dem Artikel sprichst du vermutlich nicht nur professionellen SEO’s aus der Seele, denn auch bei mir kommen tagtäglich mind. 5 Linktauschanfragen an, die so wie bei dir in einer nicht verständlichen Sprache verfasst sind.
Ich vermute dahinter aber eine ganz andere Geschichte. Ich persönlich glaube, dass die Mails von Agenturen kommen, die eigentlich Links kaufen sollten und auf diese Art und Weise billige Links erhaschen und mit gefakten Rechnungen dann doppelt kassieren. Aber wie schon gesagt: ist nur ein Verdacht….

Lg

Frank schrieb am 27. Juli, 2010 @ 4:29

Sehr witzig, was die Leute sich so alles einfallen lassen. Beliebt auch diese Masche: “Ich hätte gerne einen hochwertigen Link aus Ihrem Artikel xyz, dafür füge ich einen Link zu Ihrer Webseite auf meiner Linkfarm hinzu – gleich neben 400 russischen Pornoseiten. Was sagen Sie zu dem grandiosen Angebot?”

Ich denke, dass es immer noch genug Idioten gibt, die darauf reinfallen.

Miguel Rego schrieb am 17. August, 2010 @ 20:59

Danke für diesen Artikel zu dem heiklen Thema Linkaufbau.
Pauschalpreise kann man da ohnehin nicht nennen, da es zunehmend schwerer wird gute, themenrelevante Links zu setzen.

Ibo schrieb am 6. Januar, 2012 @ 14:35

Hallo, wir erhalten auch jede Woche diverse Linktauschanfragen, wobei wir uns fragen, was wollen die von uns, wo unsere Seite nun wirklich nicht grade top gelistet ist und der Pagerank von 2 nun auch nicht vom Hocker haut.

Jetzt ist die Frage: Macht es für uns ein Linktausch Sinn, denn man liest immer wieder, dass die Anzahl der ausgehenden Links klein gehalten werden soll.

Das führt uns Laien zum Hauptproblem des Themas: Hier steht der Tipp, dort stehen Tipps, die genau das Gegenteil befürworten.

Also ich finde, Ihr SEO’s solltet auch mal einig werden :0)

Dorsey Michelli schrieb am 10. März, 2012 @ 1:40

Hi! I was surfing and found your blog post… nice! I love your blog. Cheers!

Aleph Systems schrieb am 27. Februar, 2013 @ 2:01

@ Ibo

Ausgehende Links müssen das Ranking der Seite nicht zwingend verschlechtern. Es kommt ganz auf die Qualität des Linkziels an. Ein Link auf Wikipedia würde z.B. kaum schaden. Ein Link von einer Seite aus der selben Stadt stärkt zudem den lokalen Bezug (Local Ranking).

SEO’s werden sich wohl nie einig: Immerhin führen viele Wege nach Rom.

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