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SEO Sunday – Linkjuice Steuerung durch interne Verlinkung

Eine saubere interne Verlinkung einzelner Seiten einer Website ist ein wesentlicher Rankingfaktor für die großen Suchmaschinen und gliedert sich innerhalb der Suchmaschinenoptimierung in den Bereich der sogenannten Onpage-Optimierung ein. Eigentlich sollte eine angemessene interne Verlinkung schon durch die generelle Seitennavigation, eine leicht nachvollziehbare Sitemap oder eine sogenannte Breadcrumb-Navigation vorhanden sein. Darüber hinaus existieren jedoch weitere Möglichkeiten zur Optimierung der internen Verlinkung einer Website die unbedingt genutzt werden sollten.

Neben einer sinnvollen Führung der User und der Möglichkeit so viel Content wie möglich in den Google-Index zu bringen, ist das primäre Ziel einer gut strukturierten internen Verlinkung die von außen kommende Linkpower, auch Linkjuice genannt, optimal innerhalb der Website zu verteilen. Bildlich muss man sich Linkjuice wie ein fließendes Gewässer vorstellen, das natürlich immer versucht in alle möglichen Richtungen auszuströmen. Nur durch geeignete Maßnahmen wie Dämme oder Flussbegradigungen kann man es in die gewollte Richtung steuern. Auf eine Website übertragen bedeutet dies, mit geeigneten technischen Maßnahmen dafür zu sorgen, dass Linkjuice – im Sinne der Vererbung von Pagerank – nur auf selbst ausgewählte und somit relevante Seiten gelangt. Als klassische Beispiele dienen an dieser Stelle die Verlinkung auf das Impressum oder die AGB, die natürlich nur aufgrund rechtlicher Restriktionen existieren und somit unnötig Linkpower vererbt bekommen. Doch wie kann ich die Linkpower  auf meiner Website gezielt steuern?

Linkjuice-javascript-iframes

Bis vor kurzem war die Zauberformel zur Steuerung der internen Verlinkung noch das Pagerank-Sculpting mit Hilfe des nofollow-Attributs  (2. Platz bei den SEO –Wahlen 2009 in der Rubrik SEO-Unwort des Jahres 😉 ). Doch dieses Thema hat sich mittlerweile längst erledigt, was sich auch mit Sicherheit rumgesprochen haben dürfte. Welche Lösungswege bleiben also noch übrig?

Linkjuice & JavaScript

Sollte man JavaScript für die Steuerung der Linkpower verwenden, muss man sich zunächst natürlich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Browser JavaScript aktiviert bzw. überhaupt installiert hat, was natürlich zu Problemen im Hinblick auf die Usability einer Website führen kann. Der eigentliche Einsatz von JavaScript läuft dann so ab, dass Links auf irrelevante Inhalte mittels JavaScript generiert werden, während auf die wichtigen Seiten weiterhin mit HTML verwiesen wird. Um allerdings vor Google sicher zu sein, muss man unbedingt daran denken, die Funktionen in eine externe JavaScript-Datei auszulagern und diese dann auch über die robots.txt zu sperren.

Linkjuice & iFrames

Der zweite Weg dafür zu sorgen, dass irrelevante oder störende Links wie bspw. Footerlinks von Google nicht lesbar sind, ist deren Auslagerung in eingebettete Frames, sogenannte iFrames. Mit Hilfe von iFrames kann man eine HTML-Datei innerhalb einer anderen HTML-Datei einbetten und diese dann ganz einfach für Google sperren.

Wir von rankingCHECK empfehlen: Die Steuerung von Linkjuice mit dem nofollow-Attribut funktioniert seit einiger Zeit nachweislich nicht mehr. Setzen Sie daher auf ausgelagertes JavaScript oder iFrames um Linkpower nicht an irrelevante Seiten wie das Impressum oder den AGBs zu verschwenden.

Übrigens: Sollten Sie Fragen rund um das Thema interne Verlinkung oder der Steuerung Ihrer Linkpower mit JavaScript und iFrames haben, würden wir uns sehr über einen Kontakt freuen!

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22 Kommentare

Stefan schrieb am 30. November, 2009 @ 11:50

Schön, dass es mal jemand deutlich ausspricht: Footerlinks sollten mit Vorsicht genossen werden. Allerdings würde ich das nicht per se so schwarz und weiß malen und Footerlinks grundsätzlich verteufeln. Wenn man beispielsweise eine internationale Unternehmung hat und seinen Domainnamen unter verschiedenen TLDs registriert hat, dann kann eine Leiste mit Footerlinks gar nicht so schlecht sein. Aber sonst: Volle Zustimmung.

Marcel Becker schrieb am 30. November, 2009 @ 13:57

@Stefan: Genau das Thema Footerlinks bei den TLDs großer internationaler Unternehmen wurde letzte Woche bei der SES in Berlin angesprochen. Da die meisten großen Konzerne aber so clever 😉 sind, Ihre Domains gegenseiteig im Footer zu verlinken, denke ich dass Footeerlinks auch dort keinen besonders positiven Effekt haben. Andererseits auch Footerlinks sind Links…

fiacyberz schrieb am 30. November, 2009 @ 14:00

“Die Funktionen in eine externe JavaScript-Datei auszulagern und diese dann auch über die robots.txt zu sperren”

Dieser Punkt ist mit am wichtigsten, denn Google kann sehr wohl Javascript lesen und auch den Links folgen. Diese können übrigens auch mit nofollow versehen werden.

Michael S schrieb am 30. November, 2009 @ 14:52

Dabei sollte aus noch angemerkt werden, dass iFrames auf Webseiten auch zusaetzliche Requests pro Seite sind und die Ladezeit bei exzessivem Einsatz dieser “Technik” darunter zu leiden hat. Bei langsamen Clients mindert das dann die Benutzerfreundlichkeit … und bei langsamen Servern schlägt sich das ganze dann auch auf die Crawlrate nieder.

Bastian schrieb am 30. November, 2009 @ 15:45

Und da gilt es dann abzuwägen, ob man mehr in Sachen SEO voran kommen möchte oder die Usability ebenfalls berücksichtigt. Ist wie immer abzuwägen. Meine Frage ist aber nun, ob diese Technik für eine Website tatsächlich einen merkbaren Fortschritt bedeutet. Habt ihr dies bezüglich Tests durchgeführt?

Nico schrieb am 30. November, 2009 @ 17:22

“Bis vor kurzem war die Zauberformel zur Steuerung der internen Verlinkung noch das Pagerank-Sculpting mit Hilfe des nofollow-Attributs […] Doch dieses Thema hat sich mittlerweile längst erledigt, was sich auch mit Sicherheit rumgesprochen haben dürfte”

Mich würde wirklich mal interessieren wer das nofollow attribut begraben hat.

Marcel Becker schrieb am 30. November, 2009 @ 17:25

@ Bastian: Ist getestet. Seit Matt Cutts vor ein paar Monaten mal wieder Andeutungen gemacht hat, wurden Tests gefahren, die zeigen, dass nofollow nicht mehr funktioniert, mehr kann ich dazu hier aber nicht sagen 😉 Und nochwas: Mit dem Abwägen hast du natürlich Recht, da auch die Performance als Ranking-Kriterium immer bedeutender wird. Also: Immer die goldene Mitte finden ist bei SEO die eigentliche Kunst…

activetraffic schrieb am 30. November, 2009 @ 18:17

naja, das mit den footerlinks ist sone Sache…. was zeichnet denn nen footerLink aus? das er am Ende der Seite steht, dass er nur aus dem Anchortext besteht, ohne umlaufenden Content?

Ich kenne viele Seiten, auf denen im Browser am Ende der Seite einige externe Links zu sehen sind… also eigentlich klassische footerLinks. Schaut man sich den Quelltext an, stehen diese Links recht prominent im oberen Drittel des Codes und dürften somit für den Gbot nicht als footerLinks erkennbar sein!

lässt sich doch heute mittels CSS sehr schön umbauen! Diese Links stehen doch nur aus einem einzigen Grund am Ende der Seite: um so wenig wie möglich Besucher über diese Links zu verlieren!

Viel wichtiger ist meiner Meinung nach, dass die Nachbarschaft stimmt und die Thematik passt, sowohl OnPage als auch die Thematik der anderen Links neben einem im Footer!

Grüße
Nico

Martin Assmann schrieb am 30. November, 2009 @ 21:48

Ich würde die oben beschriebenen Techniken nur mit Bedacht einsetzen. Früher oder später wird Google auch diese Manipulationen erkennen können.

Marcel Becker schrieb am 1. Dezember, 2009 @ 12:20

@Nico: Ich hab jetzt speziell nur über echte Footerlinks gesprochen, nicht mit css verschobene. Geb dir da natürlich Recht mit der Umgebung bzw. Thematik, das ist eigentlich der wesentliche Punkt.

@Martin: Klar, immer alles mit Bedacht einsetzen. nofollow ist ja auch nur abgeschafft worden, weil viele damit offensichtlich übertrieben haben.

Jahn schrieb am 3. Dezember, 2009 @ 11:12

ich kann da activetraffic nur zustimmen. fast jeder behauptet zwar, dass diese “wertlos” sind, aber ich glaube ehrlich gesagt nicht wirklich dran. klar, wenn jemand unten auf einer reiseseite 10 links reinquetscht zu 10 verschiedenen themenseiten – keine frage. es kommt immer drauf an…

Marcel Becker schrieb am 3. Dezember, 2009 @ 14:33

@Jahn: Ich sehe das eigentlich genauso, wenn die Umgebung und die Seite thematisch passt, können auch Footerlinks stark sein. Ein Top-Beispiel dafür was schlecht gesetzte Footer- oder Sidebarlinks im schlimmsten Fall auslösen können hat Johannes heute im Sistrix Index Watch 11/09 anhand der Links für eine Uhrenseite gezeigt.

Balinda schrieb am 3. Juli, 2012 @ 14:58

Hallo,

wie sieht es denn mit Links aus, die man ins Footer setzt. In meinem Onlineshop habe ich eine ganze Reihe an Links ins Footer gesetzt. Es sind interne Links, die zu Texte über meine Produkte führen.
Sollte ich diese Links lieber aus dem Footer nehmen und in eine Box platzieren?

karl schrieb am 19. Oktober, 2013 @ 22:57

Anmerkung zum Uralt-Post: Impressums-Links sollte man nicht per Javascript einbinden, sondern als herkömmlichen Link – sonst gerät man schnell ins Abmahn-Visier. Kreative Begründungen sind u. a. dass nicht alle Screenreader für Sehbehinderte Javascript ausführen und diese Personengruppe daher das Impressum nicht findet/finden könnte.

Also überlegt euch, was ihr macht! Abgesehen davon ist es technisch kein Problem, Javascript-Links zu parsen.

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