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SEO-Sunday: Latent semantische Analyse – Die Erfassung von Longtail-Keywords

Noch bevor Chris Anderson sein überaus lesenswertes Werk “The Long Tail: Nischenprodukte statt Massenmarkt Das Geschäft der Zukunft” (Affiliate Link) schrieb, war er in der SEO-Szene längst bekannt: Die Milch Nische machts.

Eine ganze Generation von Suchmaschinenoptimierern machte sich mit ihren Geheimkonzepten auf und versprach der Welt den Reichtum. Die Idee:

Wir suchen uns ein Keyword, das nur wenige Konkurrenten, aber ein hohes Suchvolumen aufweist. Konklusio: Wir kommen mit ein bisschen Optimierung auf Platz 1 in den relevanten Suchmaschinen, generieren Unmengen von Traffic und werden reich und berühmt.

Das Prinzip funktioniert, sofern das Keyword sich auch monetarisieren lässt. Da dies aber eher selten der Fall ist, geht es in diesem Beitrag nicht darum, die Weltherrschaft an sich zu reißen, sondern in vernünftigem Maße den, durch Suchmaschinen induzierten, Traffic auf der eigenen Website zu steigern.

Was ist latent semantische Optimierung?

Die latent semantische Optimierung, kurz LSO, befasst sich nicht nur damit, die richtigen Keywords für eine Website zu finden, sondern auch diejenigen, nach denen in diesem Zusammenhang noch gesucht wird. Jemand, der nach einem Anwalt sucht, gibt dies nicht unbedingt in die Google Suchmaske ein.

Mögliche Andere Keywords könnten auch sein:

  • Anwaltssuche
  • Rechtsanwalt
  • Rechtsberatung

Jemand, der sich für Suchmaschinenoptimierung interessiert, könnte ebenso nach

  • Suchmaschinen Positionierung
  • Suchmaschinen Ranking verbessern
  • SEO Agentur
  • etc.

suchen.

Solche Zusammenhänge zu ermitteln und anzuwenden, ist Aufgabe der latent semantischen Optimierung. Im Wesentlichen geht es also darum, den Traffic lastigen Keyword LongTail zu identifizieren und zur Anwendung zu bringen.

Wie funktioniert latent semantische Optimierung?

Im Wesentlichen in zwei Schritten:

  1. Ermittlung der semantischen Keywords
  2. Textoptimierung

Insbesondere die Ermittlung der richtigen Keywords stellt dabei eine Herausforderung dar. Denn selbst mit viel Kreativität und einem großen Wortschatz ist es keineswegs einfach, relevante LongTail Keywords zu erraten.

Abhilfe bieten insbesondere technische Instrumente, wie unser kostenfreies Tool zur latent semantischen Optimierung.

Hier helfen komplexe semantische Algorithmen wichtige, noch zu optimierende, Phrasen zu finden. Dabei ist nach derzeitigem Stand der Technik, der Einsatz von Menschen zur Nachbearbeitung der Ergebnisse unerlässlich. Denn obwohl ein hoher semantischer Zusammenhang zwischen “Anwalt” und “Anwaltsverein” besteht, macht die Optimierung von “Anwaltsverein” nicht immer Sinn.

Daher gliedert sich auch die Ermittlung der richtigen Keywords immer in mehrere, teilweise rekursive, Schritte:

  1. automatische Ermittlung infrage kommender Keywordkandidaten
  2. manuelle Einschränkung der Auswahl
  3. Überprüfung der Suchvolumina dieser Kandidaten
  4. erneute Einschränkung der Keywords auf Basis der Daten aus Schritt 3
  5. Wiederholung der Punkte 1-5 für die neuen Keywords

Insbesondere Punkt 5 fördert teilweise erstaunliche Keywords zu Tage. Denn die semantische Analyse von “Rechtsberatung” führt teilweise zu ganz andere Ergebnisse, als die von “Anwalt”:

  • e-recht
  • anwaltshotline
  • online rechtsberatung
  • rechtsauskunft
  • rechtsrat

Das Optimierungpotential

Das Potential der latent semantischen Optimierung wird massiv unterschätzt. Denn ein Vergleich der Suchvolumina der “Hauptkeywords” mit den durch LSO ermittelten Keywords fördert in vielen Fällen zu Tage, dass Andersons Nischentheorie sich auch auf Keywords anwenden lässt:

Die Summe der Nischen eines Bereichs erreicht eine signifikante Größe. Teilweise haben zwei LongTail-Keywords zusammengenommen sogar ein höheres Suchvolumen als das Ausgangskeyword.

Aus diesem Grund empfehlen wir: Führen Sie eine latent semantische Analyse Ihrer Websites durch.

Übrigens: rankingCHECK bietet Ihnen die latent semantische Optimierung Ihrer Website zum Festpreis.

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14 Kommentare

SEOnaut schrieb am 9. November, 2009 @ 8:22

Das geht aber noch viel weiter. Semantisch ermittelte Wortcluster und Wortwolken sind in zwischen mächtige OnPage Waffen

Jakob Zogalla schrieb am 9. November, 2009 @ 13:04

Das waren Sie schon immer. Hat nur irgendwie keiner gemerkt 😉

ReNoSeo schrieb am 9. November, 2009 @ 22:42

um bei der hier wohl exemplarisch angesprochen Branche der ReNo `s, also der REchtsanwälte und NOtare als meiner Kernzielgruppe zu bleiben, nur soviel:
Die Masse der klassischen Juristen kann selbst auf intensives Befragen nicht einmal annähernd artikulieren, wie und vor allem mit welchen Termini Ihre Klientel nach den kanzlei-spezifischen, juristischen Dienstleistungen sucht.
Basis meiner Behauptung sind 15 J ReNo SEO Tätigkeit in einem Stamm von annähernd 3.000 deutsch Kanzleien.

@SEOnaut
es ist richtig, dass Wortcluster und Wortwolken mächtige Werkzeuge sind, aber auch hier gilt “es komm darauf an, >waswie< macht. Zuweilen kommt es mir vor dass einige "Spezialisten" die SEO-Zielsetzung vor lauter Wortwolkennebel aus den Augen verlieren.
@Jakob Zogalla
Richtig, und am allerwenigsten die SEO-Kunden

Birgit schrieb am 22. November, 2009 @ 0:02

Interessanter Artikel. Davon hab ich einiges nicht gewusst. Da werde ich in Zukunft einiges ändern müssen. Danke für die Infos.

Was ist LSO – Latente semantische Optimierung? schrieb am 27. Februar, 2010 @ 9:43

LSO sollte grundlegend von jedem guten SEO als “Hilfsmittel” genutzt werden. Eine umfassende Keywordrecherche und der damit verbundene Einsatz dieser zusammenhängenden Keywords verspricht ein Plus an trafficquellen und gibt der Suchmaschine Futter. Aktuell ist es für Suchmaschinen ggf. noch nicht allzuwichtig, wird sich sichlerich in Zukunft weiter als Rankingkriterium etablieren. Somit haben zumindest die “Schrott-Seoseiten” etwas mehr zu kämpfen. SEO´s müssen sich in den Themen der Websites entweder auskennen oder LSO als “Werkeug” verstanden haben.
In großen Portalen explizit Social-Media ist es mehr oder weniger üblich, das die Inhalte LSO-konform sind (wenn man das so ausdrücken kann), da dort viele verschieden Menschen über diese Themen schrieben. Dadurch entstehen semantische Wortfelder, welche für enormen Traffic und eine hohe Akzeptanz bei den Sumas sorgen.

Auch ohne LSO als Rankingkriterium zu sehen, kann ich nur empfehlen, die Optimierung von Websites LSO-gestützt zu machen, da die Website so die Möglichkeit hat zu all diesen thematisch passenden Begriffen zu ranken.

Viel Erfolg

Susem schrieb am 19. Mai, 2010 @ 18:33

ui, da kommt ja einiges auf die Suchmaschinenoptimierer zu… Danke für den Artikel…

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