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SEO-Sunday: Inbound Marketing als SEO-Strategie

Heute möchte ich mal nicht über bestimmte Teilbereiche der Suchmaschinenoptimierung schreiben, mich auch nicht über die letzten Algorithmus-Änderungen durch Google beklagen oder meine Meinung zum neuen Disavow-Tool kundtun. Stattdessen möchte ich heute mal etwas weiter heraus zoomen und das ganze SEO-Game noch einmal von weiter oben betrachten, nämlich als ein Teil des „Inbound Marketing“.

Seit bereits ca. 1-2 Jahren beschäftigen sich verstärkt englischsprachige SEO-Webseiten mit dem Thema Inboundmarketing und betrachten SEO hier nur als einen Teil des großen Puzzles. Statt den Fokus bei der täglichen Arbeit auf Rankings, Backlinks und Sichtbarkeit zu legen, liegt bei der übergreifenden Betrachtung der Fokus eher auf der Erstellung von qualitativem Content, der Erzielung von Aufmerksamkeit, ehrlichen Empfehlungen, der Generierung von Leads und die Umwandlung dieser in Sales.

Was aber genau ist „Inbound Marketing“ und welchen Teil kann SEO hierzu beitragen, um die entscheidenden Ziele einer Webseite, nämlich die Bedürfnisse der User zu befriedigen und die Steigerung von Leads und Sales zu erreichen.

Inbound Marketing Atlanta

Definition von Inbound Marketing:

Im Gegensatz zum „Outbound Marketing“, bei dem versucht wird, durch Aussenden von Werbebotschaften einen neuen Kunden zu finden, basiert das „Inbound Marketing“ darauf, Informationen und Inhalte zu erstellen, die von potentiellen Kunden gefunden werden, wenn dieser auf der Suche danach ist.

Neben der Gewinnung von Neukunden, spielt auch die Bindung aktueller Kunden und bereits bekannten Interessenten eine wichtige Rolle, um diese letztendlich von dem eigenen Produkt zu überzeugen bzw. an das Unternehmen zu binden.

Die starke Entwicklung des „Inbound Marketing“ war letztendlich die Erkenntnis, dass über klassische Werbebotschaften immer weniger Menschen zu erreichen sind. Anstelle von Postwurfsendungen, Radio-, TV-Werbung, Flyer, Telefonmarketing, Printwerbung etc., sprechen Unternehmen gerade Online Ihre Zielgruppe verstärkt über verschiedene Content Marketing Maßnahmen an. Content Marketing ist hierbei als der Kern des Inbound Marketings zu verstehen und ist u.a. verantwortlich für den Erfolg von sämtlichen SEO- und Social Media Maßnahmen. Dies wird hauptsächlich durch die Erstellung und Verbreitung von relevantem Content erreicht, z.B.: durch Blogs, Potcasts, Web-Videos, E-Books (hier geht´s übrigens zu unserem kostenlosen Inbound Marketing eBook) , E-Newsletter, White-Papers etc.

Inbound Marketing

Was sind die Ziele von Inbound Marketing Maßnahmen:

Durch die Erstellung und Verbreitung von hochwertigen Inhalten können verschiedene Ziele erreicht werden. Nur wer hochwertige Inhalte bereitstellt und Votes in Form von Shares und Backlinks erzielen kann, der wird nachhaltige SEO-Erfolge verzeichnen können.  Durch die regelmäßige Erstellung von hochwertigen Inhalten werden die Keywordfelder der eigenen Webseite erweitert und die Reputation u.a. in Form von Shares, Links und Traffic gesteigert. Die organisch entstandenen Backlinks von hochwertigen Quellen führen zudem nachhaltig zu einer Steigerung des Referral Traffics.

Nicht nur SEO-Erfolge sind von einer erfolgreichen Inbound Strategie abhängig, sondern auch sämtliche Social Media Erfolge basieren auf die Bereitstellung von interessanten und hochwertigen Inhalten. Ohne gute Inhalte wird somit auch keine Social-Media Strategie Erfolge erzielen können.

Betrachtet man sich die Erfolge verschiedener Unternehmen, welche Ihre SEO-Strategie auf Inbound Marketing Maßnahmen ausgerichtet haben, dann führte dies langfristig auch zu einem Autoritätsstatus innerhalb der Branche.

Schaut man sich die Entwicklungen bei Google an, z.B. die zunehmende Relevanz von Trustlinks, Social Signals oder die Erkennung von Autoritäten durch das Author-Tag,  dann scheint Inbound Marketing hier eine Lösung für viele SEO-Probleme zu sein.

Das ganz klare Ziel ist jedoch die Generierung von Leads und die Umwandlung dieser in Sales, da nur diese Kennzahlen langfristig den Erfolg eines Unternehmens sichern. Meiner Meinung nach vernachlässigen leider viele SEOs häufig genau diese Kennzahlen, da man im Tagesgeschäft einfach zu sehr auf Rankings, Backlinks, Sichtbarkeit fokussiert ist.

Was sind die Argumente für den Einsatz von Inbound Marketing:

  • Günstigere Lead-Kosten, als über klassische Marketing Maßnahmen
  • nachhaltige Investition in hochwertige Inhalte und Kontakte
  •  keine laufenden Ausgaben für neue Werbeanzeigen
  • keine aufdringliche Werbung
  •  Steigerung der Reputation und Markenbekanntheit
  • Nachhaltige SEO-Rankings
  • steigende Anzahl an wiederkehrenden Besucher
  •  steigende Follower-Zahlen in Social-Netzworks
  •  Steigerung von Referral Traffic über organische Verlinkungen
  • Gewinnung von Kundendaten zur Erstellung einer eigenen Adressdatenbank

Instrumente des Inbound Marketing:

  • Content Marketing
  • Public Relations (PR)
  • Social Media Marketing
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Erfolgsfaktoren des Inbound Marketing:

  • Regelmäßige Erstellung von hochwertigem Content
  • Aktuelle und interessante Inhalte
  • Kreativität bei der Erstellung (Idee schlägt Budget)
  • Einzigartigkeit des Contents
  • Möglichkeit Inhalte zu sharen und zu verlinken
  • Strukturierte Aufbereitung der Inhalte

Inbound Marketing Prozess:

  • Analyse von Zielgruppen und deren Interessen
  • Generierung von hochwertigen Inhalten
  • Veröffentlichung unter Berücksichtigung der Suchmaschinenoptimierung
  • Seeding über eigene Adressbestände, Social Networks und PR-Maßnahmen
  • Trafficgenerierung
  • Leadgenerierung
  • Salesgenerierung

Und zum Abschluss noch zwei Zitate, die ich auf der Webseite der Inbound Marketing Software Hubspot gefunden habe:

“the thickness of your brain matters a lot more than the thickness of your wallet.“
Brian Halligan (CEO Hubspot)

“You don’t ask someone to marry you on the first
date. People get kind of freaked out when you
do that. You get to know each other first, then
introduce the friends, then the family, and then,
once you know the whole package looks good,
you put a ring on it.”
Matthew Wainwright (HubSpot)

Was sind eure Erfahrungen mit Inbound Marketing Maßnahmen? Wer hat bereits  den Switch von eher technischen und manipulativen SEO-Maßnahmen, hin zum Content Marketing durchgeführt und wie sind eure Erfahrungen?

Geschrieben von

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7 Kommentare

Sabrina schrieb am 22. Oktober, 2012 @ 11:24

Ich weiß zwar, dass Content ein wichtiger Bestandteil ist, aber wirklich Content Marketing habe ich bis jetzt noch nicht betrieben. Allerdings starte ich gerade ein neues Projekt, wo genau dieser Punkt Anwendung finden soll. Ob es tatsächlich so gut funktioniert wie erhofft, bleibt abzuwarten.

Olli schrieb am 24. Oktober, 2012 @ 12:01

Ich bin der Meinung, dass guter Content das wichtigste im Online Marketing Mix sein sollte. Sicherlich benötigt guter Content wie Videos, Listen oder auch interessante Artikel immer ein wenig Phantasie und nimmt oft sehr viel Zeit in Anspruch, aber man sollte sich lieber auf guten Inhalt konzentrieren, als seine Zeit mit dem hundertsten Bookmarks usw zu verschwenden.

Chris schrieb am 26. Oktober, 2012 @ 17:41

Hallo Christian,

bin über Google auf deine Seite gelandet. Vielen Dank für den Beitrag. Ich schließe mich da meinen Vorrednern an. Ich halte den Content zu einen der wichtigsten Bestandteilen. Ich bin auch gerade dabei ein kleines Projekt zu starten und ich sehe wie positiv sich der Contentaufbau sich auf die Besucherzahlen auswirkt.

Chris

Miguel schrieb am 30. Oktober, 2012 @ 19:53

Sehe ich genauso wie meine Vorredner. Mit gutem Content, Videos, Bilder und vielem mehr kann man einiges erreichen. Man wird gerne Verlinkt, weiterempfohlen und die Leute reden über einen. So kommt man schnell nach vorn!

Ali Yildirim schrieb am 16. Januar, 2013 @ 20:21

Hatte zum Inbound Marketing auch kürzlich gebloggt und es gerade Existenzgründern empfohlen.

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