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SEO Sunday: Ein Link ist ein Link

Bevor ich auf das Thema der Headline eingehen will, möchte ich noch ein kurzes Recap zur diesjährigen SMX im wunderschönen München geben. Auch deshalb weil mich der Besuch zu diesem Blogpost hier inspiriert hat. Wen das nicht interessiert, der sollte einfach hier klicken oder weiter runter scrollen.

Also los! Nachdem ich schon extrem frühzeitig am Freitag vor der SMX in München angereist bin und mir im Biergarten den ersten kleinen Sonnenbrand der Saison geholt habe ging es am Vortag der SMX mit dem Searchmetrics Partnertreffen los. Wenn die Jungs all das was sie sich für die neue Version der Searchmetrics Suite vorgenommen haben auch umsetzen können muss sich die Konkurrenz ganz warm anschnallen, nur so viel dazu ;-)

Die SMX-Keynote über die aktuelle 2011er Rankingfaktor-Studie vom SEOmoz-Chef und Gründer Rand Fishkin hat mich dann wie bereits eingangs erwähnt auch zu diesem Artikel hier bewegt. Kurze Essenz: Facebook-Shares sollen angeblich die neuen Links sein, aber dazu später mehr. Clever wie ich bin habe ich mir also danach direkt den sehr wertvollen Vortrag „Organische Facebook Optimierung“ von Phillip Roth (allfacebook) und Tim Sebastian (www.wirmachenwasmitmedien.de) angesehen. Übrigens finde ich den Domainnamen ziemlich geil, super Idee! Am Nachmittag gab es dann eine ordentliche Dosis Universal Search mit einem Supervortrag von Mediadonis Partner Niels Dörje zum Thema Recommendations, dem mit Abstand wichtigsten Faktor der Shopping & Places Suche. Nach der TrustYou-Session war dann Searchmetrics Gründer Markus Tober an der Reihe und hat uns was zum Thema Video- bzw. Youtube-Optimierung erzählt. Sehr detailliert und somit auch sehr wertvoll, da man die Tipps direkt in die Praxis umsetzen kann. Die halbe Stunde Webmasters on the Roof zum Abschluß war auch wieder bestes Entertainment. Auf der Party am Abend im VICE gab´s dann viele interessante Dinge zu hören, bspw. das Google wohl alles über uns weis. Demnach steht Deutschland für das Thema Linkkauf, Polen für Linktauschnetzwerke und die USA für Linkaufbau über WordPress-Themes, interessant ;-)

Den Recap zum zweiten Tag spare ich mir jetzt mal bis auf eine Ausnahme: Der Vortrag von Andre Alpar zum Thema „Ökonomie von Linkbaits“. Zwar gab es hier leider nicht das angeblich unter irgendeinem Stuhl geklebte Geheimrezept für Linkbaits, einen kleinen Schritt in diese Richtung findet ihr aber vielleicht hier. Interessant fand ich vor allem das Andre viele kleine Details genannt hat, die man nur durch Erfahrung herausbekommen kann. Bspw. hat er den Preis für einen Link aus einem Linkbait auf durchschnittlich 35€ beziffert oder aber davor gewarnt das es in der Regel auch immer Rückschläge durch irgendwelche unfreundlichen Leute geben wird. Es ist also nicht alles schön und gut in der Welt der Linkbaits, auch wenn viele das glauben. Die Erfahrung können wir so bestätigen. Fazit zur gesamten Veranstalung also: Das fachliche Niveau war in meinen Augen ziemlich hoch, ich habe mich aber auch größtenteils in Sessions gesetzt die nicht immer etwas mit SEO zu tun hatten bzw. mit denen ich mich vorher noch nicht so intensiv beschäftigt hatte, man lernt ja nie aus. Also auf jeden Fall ein Like, oder noch viel besser: Ein Link für den Veranstalter Alexander Holl von 121Watt, bis zum nächsten Mal ;-)

Ein Link ist ein Link…

So jetzt aber zum eigentlichen Thema dieses Artikels, nämlich der Wertigkeit von Links als Rankingfaktor. Es geht mir nicht um den monetären Wert von Links, sondern darum dass sich im Moment der Gedanke verbreitet, dass Links immer unwichtiger werden. Jakob hatte letzte Woche darüber hier bei uns im Blog geschrieben, SEO-United hatte das Thema schon viel früher aufgegriffen. Jetzt scheint das Ganze auch noch durch die neue SEOmoz Studie über die Rankingfaktoren im Jahre 2011 untermauert zu werden, die Rand auf der SMX vorgestellt hat:

Demnach haben Social Media Signale wie Likes, Shares, Tweets & Retweets immer größeren Einfluß auf das organische Ranking innerhalb von Suchmaschinen. Ist ja auch völlig logisch. Je mehr über mich oder meine Website-Inhalte im Netz gesprochen wird, desto relevanter bin ich. Und wo wird am meisten Gesprochen im Internet? Natürlich auf Facebook, in Deutschland mit Abstrichen auch auf Twitter. Sieht man sich die vorläufigen Ergebnisse von Rand an so kann man schnell auf den Trichter kommen dass Shares & Tweets die neuen Links sind. Viele haben das auch genauso gesagt im Anschluss. Vielleicht bin ich da noch nicht modern genug, aber ich kann noch nicht so richtig daran glauben. Ein guter Link wird auch in Zukunft verdammt viel wert sein. Und dafür habe ich mal ein paar Thesen niedergeschrieben die mich davon überzeugen.

These 1: Aufwand

Ohne Frage werden die sozialen Signale immer stärker berücksichtigt, allerdings sind auch diese Signale nur ein Teil des großen Ganzen. Klar sprechen die Zahlen gegen meine Aussage, ich glaube aber an folgende Logik: Um bei Google oben zu stehen muss man relevant sein. Und man wird nur dann relevant, wenn man sich eine gewisse Reputation aufbaut. Reputation baut man sich über Empfehlungen aus. Ein Link ist eine Empfehlung, Likes, Shares, Tweets & Retweets zweifelsohne auch. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied, nämlich der Aufwand der dahinter steckt. Heutzutage kann man seiner Audienz ziemlich einfach – nämlich mit einem einzigen Klick – interessante Inhalte weiterempfehlen. Dafür braucht man nicht viel zu können, noch viel wichtiger: Man muss sich so gut wie gar keine Mühe mehr machen um seine Empfehlungen auszusprechen. Früher war das anders und bei weitem nicht jeder war dazu in der Lage. Hinter einem guten Link, und ich spreche hier jetzt nicht von automatisierten Sachen wie bspw. Scapbox, steckt eine Menge Aufwand. Jeder Blogger oder Redakteur weiß das genau. Man setzt sich hin, recherchiert, schreibt und verlinkt schließlich. Das muss in Googles Augen doch einfach eine ganz andere Gewichtung bekommen als ein nur per Klick generierter Share, Like oder Tweet. Google bewertet doch auch wieviel Aufwand, Arbeit, Mühe, Herzblut oder wie auch immer man es nennen mag, hinter einer Empfehlung steht. Früher weniger, jetzt mehr und auch in Zukunft eher mehr als weniger. Gute Links werden also meiner Meinung weiterhin der wichtigste Rankingkfaktor bleiben, es wird allerding stärkere Konkurrenz geben.

These 2: Thema

Hier braucht man eigentlich gar nicht viel zu sagen. Es gibt Themen die so langweilig sind, dass man selten bis gar nicht über soziale Medien darüber spricht geschweige denn diese weiterempfiehlt. Schon mal freiwillig einen Link zum Thema Geldanlagen-Vergleichsrechner bei Facebook geshared oder geliked? BTW: Sollte ich vielleicht mal tun damit meine Freunde wissen wie erwachsen ich eigentlich bin ;-)

Für Seiten aus eher nüchternen und nicht so spannenden Themenbereichen ist es auf jeden Fall leichter Links zu bekommen als echte Erwähnungen in Social-Mediakanälen. Google muss also berücksichtigen das soziale Signale für gewisse Themenbereiche einfach nicht relevant sind. Das wird Google auch von Branche zu Branche anders bewerten müssen und dies auch tun, da bin ich mir sicher.

These 3: Privatsphäre

Man nutzt Google ja auch um nach extrem sensiblen Themen zu suchen. Nicht jeder muss alles mitbekommen. Und je weniger ein Thema für die breite Öffentlichkeit bestimmt ist, desto weniger wird darüber auch bei Facebook & Co. gesprochen. Ergo: Auch dort gibt es nur wenige bei gar keine sozialen Signale. Ganz nebenbei ist das auch der Grund warum sich Google für die Zukunft keine Sorgen machen muss. Man wird immer nach etwas suchen von dem der eigene „Social Circle“ keine Ahnung/Erfahrung hat bzw. von dem dieser nichts mitbekommen soll. Hier müssen auch weiterhin die klassischen Links zur Bewertung von Relevanz und Reputation herhalten.

Fazit

Wie geht es weiter? Weder ist SEO tot, noch ist Social Media das neue SEO. Um in Zukunft erfolgreich zu sein muss man einfach beides zusammen beherrschen und noch viel viel weiter über den Tellerrand schauen. Man sollte ganzheitlich an sein Thema herangehen. Man muss also SEO, Social Media, Usability, TV, Print, Radio und was es nicht sonst noch alles so gibt machen um erfolgreich zu sein. Und noch wichtiger: Alles was man im Marketing so macht muss aufeinander abgestimmt sein. Die großen Marken die bei Google in Bereichen wie Schuhe, Kredit etc. vorne stehen machen bereits jetzt schon vor wie es laufen wird!

Head of Inbound Marketing & King of Tablesoccer – Blogger @rankingCHECK – Privates gibt es hier in meinem Travel- und Foodblog

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