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SEO Sunday – Der gesunde Menschenverstand

Diesen Artikel hier wollte ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit schreiben, doch erst die Aussagen einiger SEOs in den letzten Tagen haben mir endlich den entscheidenden Schub dazu verpasst, Danke Leute! Beim bloggen versuche ich meine Gedanken immer so in Worte zu fassen, dass die Leute sich hinterher denken, dass das Ganze eigentlich doch völlig logisch ist, frei nach dem Motto „Ist doch eigentlich ganz easy!“ Ungefähr so wie er hier:

Endlich habe ich einen Grund gefunden, dieses tolle Video mal in einen Artikel einzubetten. Doch worauf will ich nebenbei noch hinaus? Ich will sagen dass Google versucht bzw. schon immer versucht hat, so menschlich wie möglich zu „denken“. Oder in anderen Worten: Google versucht den gesunden Menschenverstand algorithmisch nachzubilden. Denn nur so schafft Google uns annähernd das zu zeigen wonach wir suchen. Darauf baut das gesamte Geschäftsmodell auf. Google liefert die Suchergebnisse mit der besten Qualität, deswegen suchen wir dort und klicken auf die Werbeanzeigen, die uns in etwa dort hinführen wo wir hinwollten. Sehr simpel und vor allem sehr erfolgreich. Ich will hier allerdings keine Diskussion darüber anheizen wie gut dies auch tatsächlich in der Realität funktioniert. Auf jeden Fall funktioniert es besser als bei allen anderen Suchmaschinen, sonst wären die meisten längst bei Bing & Co. gelandet. Stopp, ich wollte ja nicht diskutieren… zurück zum Thema also: Was mir in der letzten Zeit aufgefallen ist, dass endlich mal jemand so banale Floskeln raushaut wie: „Weil es Sinn macht“ oder davon redet, dass der gesunde Menschenverstand im Online Marketing oft ausbleibt. Ich versuche euch mit diesem Post hier einfach mal ein paar Beispiele dafür zu liefern, dass SEO und gesunder Menschenverstand unbedingt zusammengehören sollten um langfristig erfolgreich zu sein.

Das Marken-Ding

Jaja, schon wieder. Ich wollte seit Marcus Sache mit dem Brand eigentlich nichts mehr zum aktuell supergehypten Trendthema sagen, aber ich kann es mir einfach nicht verkneifen. Warum sollte Google Brands also bevorzugen? Nicht weil Google kleine Websites hasst, sondern weil es ganz einfach logisch ist. Wenn man einen bestimmten Suchbegriff eingibt, will man als erstes Informationen oder Angebote direkt aus erster Hand haben. Sucht man bspw. nach einem sensiblen Thema wie „Kredit“, erwartet man auch vertrauensvolle Marken ganz oben und nicht x-beliebige Vergleichsseiten oder lieblose Affiliateseiten, bei denen man dann im Endeffekt dann doch wieder über Umwege zu den großen Marken-Websites gelangt. Warum sollte man überhaupt eine eigentlich überflüssige Stufe dazwischenschalten? Das gibt nur längere Wege bzw. höhere Kosten für den User, und das denkt sich Google im Hinblick auf die eigene Qualität natürlich auch. Kleines Offline-Beispiel gefällig? Man geht zu seinem Lieblingskiosk und will sich ein Bier für 1,20€ kaufen. Es stellt sich aber jemand in den Weg der sich „Meinkioskvergleichinfo24“ nennt. Der gute Mann bietet einem ein Bier für 2,40€ an, muss es aber eben selbst noch aus dem Kiosk besorgen. Nicht logisch oder? Wofür würde man sich also entscheiden wenn man nach gesundem Menschenverstand handeln würde? Klar, man würde versuchen DIREKT ins Kiosk zu gelangen. Jetzt wieder rüber zu Online: Google versucht seine User so schnell wie möglich zu seinem gesuchten Ziel zu bringen und ihm somit einen Mehrwert zu schaffen. Und die Leute wollen auf Seiten, denen man vertraut. Große Marken genießen Vertrauen und das sollten sie nicht nur im Allgemeinen sondern auch bei Google. BTW: Auch wenn ich mir noch nicht ganz so sicher bin, dass dieses Markending in Deutschland schon angekommen ist, in naher Zukunft wird Google mit Sicherheit dafür sorgen dass es so sein wird. Und warum? Yes, weil es was mit gesundem Menschenverstand zu tun hat!

Motivation und Herzblut

Marco nennt es Motivation, Hanns nennt es Herzblut. Man kann es ja nennen wie man will, aber wenn man irgendetwas mit totaler Begeisterung macht, sollte es doch so sein, dass man dafür auch belohnt wird.  Online sowie Offline, da gibt es im Grunde genommen keinen Unterschied. Aufs Web heruntergebrochen bedeutet dass, dass man Seiten sehen will bei denen man erkennt, dass sich da jemand richtig Mühe gegeben hat um einen Mehrwert für uns zu schaffen. Dabei achten viele Websitebetreiber erst gar nicht auf den ganzen SEO-Schnickschnack. Aber ist das ein Grund bei Google nicht ganz oben zu stehen, obwohl die User genau auf diese eine Seite kommen sollten wenn sie einen bestimmten Begriff eingeben? Kein Mensch treibt sich gerne auf langweiligen perfekt optimierten SEO-Leichen herum. Nach dem Besuch einer Website wollen wir ganz klar einen Mehrwert davon haben, sonst hätten wir wertvolle Zeit verschwendet. Wir wollen also unbedingt Seiten finden, die uns weiterbringen. Und zu 90% sind das eben Seiten in denen jede Menge Herzblut steckt. Googles Aufgabe ist es also zu erkennen wie viel Herzblut für ein bestimmtes Thema in einer Website steckt, fernab von Keyworddichte und Linktexten. Obwohl so etwas algorithmisch verdammt schwer lösbar sein wird, ist es doch einfach nur logisch oder nicht? Und sollte Google es doch hinbekommen, kann man als SEO auch dies beeinflussen, allerdings nur mit gesundem Menschenverstand ;-)

Noch mehr gesunder Menschenverstand

Auch wenn es einige nicht anerkennen wollen: Das Userverhalten in Form der CTR spielt für das Ranking sehr wohl eine Rolle. Klare Beweise dafür zu liefern ist natürlich schwierig, aber es gibt schon ein paar Anzeichen dafür, die eigentlich keinen anderen Schluss zulassen. Denn warum sonst sollte in den Webmastertools auf einmal die Klickrate angezeigt werden? Und wie könnte man besser über die Qualität einer Seite entscheiden als mit Userdaten. Wenn eine Seite öfter angeklickt wird als eine andere, dann ist es doch nur logisch erst einmal anzunehmen, dass diese wohl auch beliebter ist. In welchem Maße die CTR fürs Ranking eingebunden wird, wird sich in Zukunft zeigen aber es gibt ja noch ein paar mehr Rankingfaktoren mit den unterschiedlichsten Beziehungen zueinander. Aber dass es Sinn macht ist nicht zu bezweifeln.

Auch Dominiks Fazit bei der Sache mit den IPs zeugt von nichts anderem als gesundem Menschenverstand. Warum sollte man sich jede Menge Arbeit machen und ein riesiges Linknetzwerk unter dem Radar aufbauen? Man braucht doch nur einen kleinen Fehler machen und schon war alles umsonst. Und selbst wenn man alles richtig macht, so weiß Google am Ende doch wieder mal alles. So ist es nämlich viel sinnvoller seine Arbeit in wenige Projekte zu stecken, dafür aber mit mehr Herzblut. Macht auch Sinn!

Auch dass viele SEOs das Thema Linktausch generell erst einmal verteufeln macht in meinen Augen keinen Sinn. Warum sollten zwei Seiten sich nicht gegenseitig verlinken, wenn es eine echte Empfehlung ist, die den User weiterbringt? Und wenn sich zwei vertrauenswürdige Seiten gegenseitig verlinken, so kann Google das doch nicht einfach abwerten. Klar, wenn man es mit dem reziproken Tauschen übertreibt, wird man keinen Erfolg haben. Aber für den User hilfreiche Verlinkungen machen hochgradig Sinn, egal ob es ein getuschter Link ist oder nicht.

Fazit

Geschäftsführer, Inbound Marketing-Freak und King of Tablesoccer – Blogger @rankingCHECK – Privates gibt es hier in meinem Travel- und Foodblog

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