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SEACAMP 2013 – Unser Recap

Jena rief und die Online-Marketing und SEA-Szene kam. Organisiert von Thomas Grübel, Andreas Hörcher, Olaf Kopp und David Schlee fand das erste SEACAMP am 24. April im Steigenberger Hotel in Jena statt. Über 100 SEA-Experten aus Unternehmen und Agenturen hatten sich angesagt und auch rankingCHECK ließ sich diese Premiere natürlich nicht entgehen, sollte doch zum ersten Mal ein reines SEA-Barcamp stattfinden, in dem es ausschließlich um Google AdWords & Co. geht.

Wir waren vorher noch nie in Jena und sind von der Stadt echt beeindruckt. Jena bot einen tollen Rahmen und auch die Bayern mit Ihrer Leistung in der Champions League trugen einen nicht unwesentlichen Teil zur entspannten und positiven Atmosphäre des Tages bei.

In insgesamt 25 Sessions konnten die Teilnehmer Wissenswertes über Qualitätsfaktoren, Enhanced Campaigns, AdWords Scripts und Product Listing Ads erfahren und sich über eigene Erfahrungen austauschen. Da immer drei Sessions parallel liefen, kann ich hier nur die von mir besuchten Sessions erwähnen.

Zum Start beschäftigte sich Martin von Bloofusion gleich mit dem zentralen Thema im SEA – dem Quality Score. Martin stellte die Ergebnisse einer Studie vor und kam zu dem Ergebnis, dass der im AdWords-Konto angezeigt Qualitätsfaktor nicht die entscheidende Rolle spielen kann, sondern ein zweiter verborgener Auktions-Qualitätsfaktor existiert, der darüber entscheidet, ob und auf welcher Position eine Anzeige für ein bestimmtes Keyword geschaltet wird. Der Keyword-Qualitätsfaktor kann nach Martin also nur zur Orientierung darüber dienen, ob die grundsätzliche Relevanz im Konto und die Struktur stimmen.

Mit der internationalen Expansion von SEA-Kampagnen beschäftigte sich dann die Session von Kai von SUMAFA. Wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Internationalisierung ist erwarteter Maßen eine professionell  lokalisierte Webseite, die spezifische Gegebenheiten der Märkte (Art der Ansprache, Webdesign, Zahlungsmöglichkeiten etc.) aufnimmt. Wenn es um die Übersetzung der Keywords und Anzeigen geht, kann man auf hilfreiche Tools von Google zurückgreifen, mit denen man teilweise die komplette Übersetzung automatisieren kann. Sprachliche Kompetenz durch Muttersprachler ist jedoch unerlässlich, erst recht wenn es an die Optimierung der Kampagnen geht.

Katja von Projecter beschäftigte sich dann mit den Vorteilen und Risiken performancebasierter Agenturvergütung – eine Session in der besonders intensiv und kontrovers diskutiert wurde. Eine performanceorientierte Vergütung kann für transaktionsgetriebene Kunden durchaus sinnvoll sein. Die Risikoteilung bei einer Performancevergütung ist laut Katja für die Kunden absolut attraktiv und die Chance mit dem Kunden zu wachsen, lässt Agenturen vielleicht sogar noch intensiver am Account arbeiten.

Mit den Auswirkungen der Enhanced Campaigns auf Mobile SEA beschäftigte sich Marc von Marin Software. Der Anteil mobiler Klicks am Gesamttraffic liegt in der Eurozone derzeit bei zirka 15% und steigt stark an. Die Klickraten sind bei Smartphones höher als bei Desktops, die CPCs deutlich niedriger. Die Conversion Rate hinkt bei mobilem Traffic jedoch deutlich hinterher. Gründe dafür sind hauptsächlich darin zu suchen, dass viele Unternehmen immer noch keine mobile Webseite haben.

Etwas themenfremd aber deswegen nicht weniger spannend war die Session von Thomas von InBiz zum Thema Zeitmanagement. Jeder SEA Account Manager kennt die vielen kleinen und großen täglichen Zeitfresser. Thomas präsentierte seine Ideen, die Zeitfresser zu eliminieren. Gut geplante Tages- und Wochenaufgaben in Verbindung mit technischen Helfern wie Scripts, Vorlagen und Makros sollen Zeit für die wirklich wichtigen Tätigkeiten freischaufeln. Ich werde auf jeden Fall einige Sachen anwenden. Mal sehen, was es bringt.

Eine reale Case Study hatte Michael von Blue Summit mitgebracht. In dieser ging es um das Performance Marketing für den Kunden Ernsting’s Family. Vor allem die Ergebnisse der ROPO-Studie und die Performance im GDN waren sehr interessant. Leider durfte Michael keine der zahlreichen konkreteren Fragen zur eigentlichen Umsetzung beantworten. Schade, wäre sicher spannend gewesen.

Einen echten Hands-On Bericht lieferte dann noch Ralf Seidel und berichtete über seine ganz persönlichen Erfahrungen mit Kampagnen bei Baidu und Yandex. Dass es nicht ganz so einfach ist Kampagnen bei den beiden Suchmaschinenriesen zu platzieren, zeigten die vielen dargestellten Fallstricke und Unwägbarkeiten.

Wir fanden das erste SEACAMP absolut gelungen und sind mit vielen wertvollen Anregungen zurück nach Köln gefahren. Wir konnten neue Kontakte knüpfen und alte Kontakte pflegen. Darum sollte es ja schließlich auch gehen. Und im nächsten Jahr kommen wir garantiert wieder…

Geschrieben von

Thomas Waniek ist Head of SEA bei rankingCHECK und schreibt über Themen rund um Online Marketing, Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising) und Google AdWords.

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12 Kommentare

Frank Schuster schrieb am 26. April, 2013 @ 19:56

Hallo,
ein einfach wirklich guter Beitrag zu diesem Thema. Mehr braucht man nicht mehr zu schreiben.
Gratulation !!!!!!
Gruß
Frank

Kerstin schrieb am 6. Mai, 2013 @ 13:09

Hallo Toni, auch dein Blog ist sehr interessant geschrieben. Vielen Dank für den geposteten Link. Werde mich jetzt gleich mal „einlesen“ ;-). Viele sonnige Grüße

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