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Open Graph Tag Optimierung

Jeder kennt es. Man kopiert eine URL, fügt sie in die Status-Box oder das Nachrichtenfeld bei Facebook (FB) und FB erstellt sofort ein Snippet zu der URL, das dann von anderen Usern gesehen werden kann. Postet man eine URL in dem Netzwerk so zieht sich FB auch ohne Voreinstellung Informationen von der Seite und generiert ein Snippet. Oft wird der Websiten-Titel verwendet. Das ist meist noch verständlich. Aber bei der Beschreibung und dem Bild hapert es dann. Doch es gibt Abhilfe und Optimierungsmöglichkeiten. So wie im Bereich SEO ein Google-Snippet optimiert werden kann, so ist dies auch bei FB möglich. Mithilfe der facebook-eigenen Open Graph Tags lässt sich so einiges am Snippet machen.

Grundlegende Open Graph Tags

og:title
(Vergleichbar mit dem Title-Tag. Knackig, präzise & mit einer Aussage)

 

og:description
(Vergleichbar mit der Meta-Description, welche für Suchmaschinen optimiert wird. Beim Fehlen der OG.description zieht sich FB meist die Meta-Descritpion (wenn vorhanden).

 

og:type
(Klassifiziert den Typ der entsprechenden Seite. Klick zum Überblick. Bei einem Blogartikel würde sich folgende Auszeichnung anbieten <meta content=“article“ property=“og:type“/>

Bei einer Startseite <meta content=“website“ property=“og:type“/>

 

og: image
(Hiermit kann das Bild definiert werden, welches im FB Snippet erscheint. Es sollte Neugier wecken, zum klicken animieren und nicht zuletzt zur Seite passen).

Beispiel: www.spiegel.de vs. www.welt.de

Man sieht, dass www.welt.de über og:image fest definiert, welches Bild im FB-Snippet zu sehen sein soll. Nämlich das Logo. Bei www.spiegel.de wird je nach Nachrichtenlage ein Bild gezogen. Ein Wiedererkennungswert wird somit minimiert.

 

Wann lohnt sich eine Optimierung?

Die Optimierung von FB-Snippets eignet sich vor allem bei einzelnen Produkten oder saisonalen Produkten-Ereignissen (Weihnachten, Neueinführung, Produktreihen-Wechsel, Facelifts, Redesigns, Ausverkäufen, Lagerräumungen, Sonderposten, etc.). Gerade, wenn man als Shop einen starken FB-Influencer hat, der die eigenen URLs auf seiner Seite postet, sollt man tunlichst darauf achten, dass diese perfekt dafür optimiert sind.

 

Folgende Grafik zeigt die Traffic-Spitzen, welche über einen Facebook-Influencer kommen. Je nach Produkt-Art und vorliegender Saisonalität sollte man die FB-Snippets optimieren, um die Klickrate zu erhöhen. Man kann z. B. schon mal gepostet Produkte optimieren, erneut posten und ggf. die Änderung der Conversion-Rate messen.

 

Welche Seiten sollten optimiert werden?

Sofern man ein Produkt, Website oder Projekt betreibt, welches viel und oft Traffic über FB bekommt, lohnt sich bei Topsellern oder zukünftig zu promotenden Produkten eine Open-Graph-Optimierung. Jedes einzelne Produkt zu anzupassen könnte einer Kosten-Nutzen-Relation zuwider laufen. Deswegen sollte man ausgesuchte Seiten angehen.

Um zu schauen, welche URLs oft über FB angesteuert werden, kann man in Google Analytics folgenden Weg gehen. Verweis-Traffic –> FB auswählen –> über die „sekundäre Dimension“ die „Zielseiten“ herausfinden.

Nun packt man eine ausgewählte Zielseite in die Status- oder Nachrichten-Box bei FB und kann sehen, wie das FB-Snippet für die User aussieht. Man bekommt somit die optische Darstellung, die sich aus den Auszeichnungen im Quell-Code zusammensetzt.
Nun kann man ansetzen und bei weniger stark konvertierenden Produkten die Optimierung beginnen, bzw. grundlegend das zu erwartende Snippet optimieren.

 

Wie sollte man optimieren?

Title(og:title): Der Title sollte wie schon oben beschrieben knackig und präzise sein. Idealerweise sagt er etwas aus und wird somit schnell vom User verstanden (auch das erhöht die Klickrate).

 

Beschreibung (og:description):  Kurz anteasern, was den User auf der Seite erwartet. Ein Call to Action sollte hier rein. Evt.  sollte der User als „Facebook-User“ User angesprochen und dadurch abgeholt werden).

 

Bild(og:image): Hier sollte natürlich ein gutes Foto des entsprechenden Produktes hinterlegt werden. Idealerweise weckt es Neugier oder Begierde bei der Zielgruppe und animiert zu klicken.

–> Ein Schriftzug in Bildform kann unter Umständen die Klickrate positiv beeinflussen.

 

Über Plugins lassen sich die Open Graph Tags vielfach ohne Aufwand editieren. Der Vorteil im Gegenzug zur Google-Snippet Optmierung liegt in der schnelleren Sichtbarkeit und  Folge einer Optimierung. Um bei Google+ gute Snipptes hinzubekommen, sollte man sich stärker auf schema.org verlassen. Mehr zu Social Meta Tags bei Twitter, Pinterest und Google+ in dem Top-Artikel von Cyrus Shepard.

 

Jan Cerny ist Head of Content Marketing bei rankingCHECK. Er kümmert sich um alle Belange der Markenbildung und Reichweitensteigerung. Außerdem akquiriert er nach wie vor gerne Traffic über Suchmaschinen. Mehr von Jan gibt es auf
www.jan-cerny.de

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5 Kommentare

Michael Schneider schrieb am 9. Dezember, 2013 @ 3:36

Ahja .. hab mich schon immer gefragt wie man das wieder richtig stellen könnte. Man lernt nie aus 🙂

Finde Deinen Beitrag sehr wichtig, gerade heutzutage da Social-Media immer mehr an Bedeutung gewinnt.

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