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OnPage-Optimierung mit dem Google AdWords Keyword-Planer

Nachdem das Google Keyword-Tool im August 2013 eingestellt wurde, nutzen SEAs und SEOs nun den Google Keyword-Planner, um Keyword mit den dazugehörigen monatlichen Suchanfragen, Wettbewerb und ungefähren Klickpreisen zu ermitteln.

Die Umstellung verlief Anfangs etwas holprig, aber mittlerweile hat man sich an das neue Tool gewöhnt und man kann damit schnell und komfortabel arbeiten.

Normalerweise wird das Tool in der Suchmaschinenoptimierung dazu genutzt, um relevante und verwandte Suchanfragen für bereits bekannte Keywords zu finden und nach Suchvolumen zu sortieren. Anschließend versucht man diese Keywords bereits bestehenden URLs zuzuordnen und auf diese zu optimieren, oder man schafft neue Inhalte für diese Keywords.

Mit einigen Schritten kann man das Tool dazu nutzen, um für eine bereits bestehende Webseite Potentiale zu entdecken. Man kehrt also die Vorgehensweise um und startet nicht beim Keyword, sondern bei der Domain.

Rufen wir also erstmal Ideen für unsere Domain ab:

Keyword-Ideen
Keyword-Ideen aus dem Keyword-Planner

Das Ergebnis sieht dann zunächst so aus:

Ergebnis vom Keyword-Planner
Ergebnis vom Keyword-Planner

Diese Daten sind jetzt nicht wirklich neu/interessant und einen Hebel zum Ansetzen findet man hier auch nicht direkt. Was kann man also machen, um Potentiale zu entdecken, am besten nicht für die gesamte Domain, sondern direkt auf URL-Basis, damit man jede URL komfortabel analysieren und abarbeiten kann?

Daten-Export und in Excel öffnen

Lädt man die Daten herunter und öffnet diese in Excel, so erkennt man, dass die Daten schon detaillierter aufgeschlüsselt sind:

Export Ergebnis
Export Ergebnis

Der Export hat den Mehrwert, dass dort in der Spalte „Extracted from“ die URL aufgeführt ist, die zu dem Keyword passt. Für SEA interessant, aber für SEO definitiv auch! Diese URLs ranken meistens bereits zu dem Keyword. Manchmal gut, manchmal auf den hinteren Ergebnis-Seiten.

Doch wie arbeitet man sich nun am besten sinnvoll und strukturiert durch die lange Liste mit mehreren hundert Einträgen?

Filtern und Sortieren

Zunächst sollte man die Liste filtern: „Competiton“ kleiner oder gleich 0,7. Damit fallen schon mal die sehr stark umkämpften Keywords (hier z.B. „adwords agenturen“ oder „agentur seo„) heraus. Die kann man im zweiten Schritt angehen ;-).

Dann sollte die Tabelle nach dem durchschnittlichen monatlichen Suchvolumen sortiert werden, damit man die trafficstärksten Keywords ganz oben stehen hat:

Tabelle sortiert
Tabelle nach Suchvolumen absteigend sortiert

Wenn man sich aus dieser Tabelle nun die Zeilen heraussucht, die ein angemessen hohes Suchvolumen haben, hat man einen Ansatz, um die Optimierungsmaßnahmen anzugehen.
Aber prüfen wir nun die URLs per Hand auf das Vorhandensein der Keywords?

„SeoTools for Excel” helfen uns

Die „SeoTools for Excel“ haben schon oft unterstützt, wenn man schnell und automatisiert SEO-relevante Anfragen und Analysen machen wollte. Auch in diesem Fall können wir das Plug-In für Excel nutzen:

Wir kopieren die Keyword- und URL-Spalte unserer gefilterten und sortierten Tabelle in ein neues Tabellenblatt (alternativ kann diese Vorlage genutzt werden).

Dort wenden wir dann Funktionen aus dem SeoTools-Plug-In zusammen mit den Standard-Excel-Funktionen an.

So sehen wir dann auf einen Blick, wo das Keyword noch im Titel fehlt, oder weiter an den Anfang gestellt werden könnte und bei welchen URLs das entsprechende Keyword noch nicht in der Meta-Description vorkommt (Erhöhung der CTR).

Außerdem kann man sich die Häufigkeit des Keywords im Text anzeigen lassen und zusammen mit der Anzahl an Wörtern die ungefähre „Keyword Density“ errechnen.

Ungefähr deshalb, da Excel bzw. die SeoTools keine Funktion bieten, die Anzahl an Wörtern auf einer Webseite zu ermitteln.

Mit der Formel: =CountWords(HtmlFirst(URL-Spalte;“body“;1)) kann man die Anzahl an Wörtern innerhalb des <body> ermitteln. Achtung: Hier wird auch CSS/JavaScript-Text innerhalb des <body> mit dazugezählt. Der Wert stimmt also nicht zu 100%, ist aber für eine erste Analyse und für die annährend genaue Berechnung der Keyword-Dichte vorerst nutzbar.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

Auswertung der Daten
Auswertung der Daten

 

2 Beispiel-Empfehlungen, die aus dieser Liste hervorgehen:

Zeile 2:

Das Keyword könnte im Title weiter nach vorne (aktuell an Position 8):

Vorher: Unsere SEO Tools im Überblick – rankingCHECK
Nachher: SEO Tools von rankingCheck im Überblick

Die Description sollte gepflegt werden, „SEO Tools“ sollte dort vorkommen und der Text zum Klicken anregen. Z.B:

„Nutzen Sie unsere kostenlosen SEO Tools und finden Sie schnell Optimierungspotenziale für Ihre Internetseite. Keyword-Datenbank, LSO Tool, …“

Zeile 4:

„seo fehler“ kommt zusammenhängend nicht im Title vor. Hier könnte z.B. die Empfehlung sein, den Title zu optimieren.

Vorher: Mobile SEO – die größten Mythen & Fehler
Nachher: Mobile SEO – die größten Mythen & SEO Fehler

Das Thema „SEO Fehler“ ist in diesem Artikel allerdings nicht das Hauptthema. Deshalb würde ich empfehlen, für das Keyword „seo fehler“ eine eigene Seite zu erstellen, da diese hier für das Keyword „Mobile SEO“ ranken sollte. Auf diese neu erstellte Seite könnte dann von diesem Artikel aus dem Text heraus das Keyword „SEO Fehler“ verlinkt werden.

Weitere Ideen

Man kann die Tabelle natürlich noch mit Daten aus anderen Tools erweitern. So könnte man aktuelle Rankings aus Ranking-Tools exportieren und mittels SVERWEIS die momentane Platzierung in die Tabelle integrieren und in die Priorisierung miteinbeziehen.
In diesem Artikel wollte ich einfach einmal erläutern, dass man bereits mit kostenlosen, von Google bereitgestellten Werkzeugen einen schnellen Ansatz für die Onpage-Optimierung einer Domain finden kann.

Geschrieben von

Marcel Gieron ist Online Marketing Manager und gelernter Web-Entwickler. Bei rankingCHECK schreibt er zu Themen rund um die Suchmaschinenoptimierung.

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