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Meta Descriptions & Title Tags optimieren

Der Title gehört zu den entscheidenden Faktoren, wenn es um Onpage-Optimierung geht. Hier kann
man mit wenig Aufwand großen Nutzen erzielen. Auch die Meta Description spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Besucher und Kunden auf deine Seite zu locken. Hier findest du nützliche Infos und Tipps, wie du Title und Meta Descriptions deiner Seite ganz einfach optimierst.

Klickstarke Meta Descriptions

Meta Descriptions sind die kleinen Mini-Textchen, die auf den Suchergebnisseiten unter dem blauen Title und der grünen URL zu sehen sind:

SERPS

Sie zählen nicht zu den direkten Rankingfaktoren, haben aber großen Einfluss auf die Klickrate (CTR) deiner Seite. Sie sind der erste Berührungspunkt, den potenzielle Kunden mit deinem Shop haben, sie sind eine Art Visitenkarte deiner Seite. Und es lohnt sich, hier ein wenig Mühe ins Texten zu investieren.

Eigene Description für jedes Produkt?

Auf den Suchergebnisseiten (SERPS) bei Google erscheint für jede Seite eine Meta Description. Auch für die, bei denen der Autor selbst keine angelegt hat. Das Geheimnis dahinter: Stellt Google fest, dass keine MD hinterlegt wurde, wird automatisch eine aus Teilen der Seite generiert. Das ist oft schon ganz gut (oft aber auch wirklich Mist), kann aber bei weitem nicht das leisten, was eine selbst verfasste Meta Description kann.
Häufig hören wir den Einwand: „Ich habe 1000 ähnliche Produkte in meinem Shop, muss ich jetzt tagelang Descriptions für jede einzelne Produktseite verfassen?“ Die Antwort lautet: Nein. Investiere Zeit für die Topseller und die Seiten, die viel besucht werden. Optimiere die Descriptions für die Seiten, die dir wichtig sind. Überlass Google die Arbeit für die restlichen 1000 Produkte, die sich zum Beispiel nur durch ihre Farbe oder ihre Größe unterscheiden. Was du aber vermeiden solltest, sind exakte Dopplungen.

Size matters … Wie lang darf die MD sein?

Meta Descriptions sollten aus maximal etwa 170 Zeichen inklusive Leerzeichen bestehen. Der Rest wird durch „(…)“ abgeschnitten. Da das nicht wirklich viel Platz ist, um eine Botschaft rüberzubringen, kann man mit kleinen Tricks arbeiten und zum Beispiel das „&“ benutzen, statt „und“ auszuschreiben. Zwei Zeichen gespart. Oder du arbeitest mit Stichpunkten, die du durch Häkchen oder Sternchen trennst.

Häkchen

Auch nach unten gibt es eine Grenze: wesentlich kürzer als 80-100 Zeichen sollte die MD nicht werden, sonst ist sie einzeilig und geht zwischen den anderen unter.

Wie oben schon erwähnt, ist die Meta Description das Aushängeschild der Seite. Sie hat die Aufgabe, deine Besucher darüber zu informieren, was sie auf der Seite erwartet. Und wir wären nicht im Marketing, wenn wir uns auf das reine Informieren beschränken würden. Wir wollen die Leser neugierig machen und dafür sorgen, dass sie auch wirklich auf den Link klicken und bei uns landen.

How-to: Inhalt und Aufbau

Dabei hilft uns als wichtiger Faktor zunächst das Keyword, auf das die Seite optimiert ist und nach dem der Leser gesucht hat. Das sollte also mindestens einmal in deiner Meta Description erscheinen und ins Auge fallen. Da wir die Suchergebnisse meistens nur schnell scannen, ist es gut, wenn das Keyword am Anfang der Description steht. So sieht der Suchende gleich, dass er hier richtig ist.

Enden sollte die Description mit einer Handlungsaufforderung, einem Call-to-action. „Hier informieren!“ oder „Erfahre hier mehr!“, „Jetzt deinen Gutschein sichern!“ oder etwas in der Art. Das kann man so kreativ gestalten wie Zielgruppe und Image des Shops es erlauben.

Und dazwischen? Hier folgt der Inhalt, das Versprechen, der Teaser. Was bietest du an? Schuhe? Teppiche? Lieferservice für Hundefutter? Verrate deinen Lesern, was sie auf der Seite erwartet. Wichtig ist, dass du dich mit deiner Beschreibung von allen anderen so positiv abhebst, dass der Leser sich für deine Seite entscheidet statt auf eine der anderen zu klicken. Und natürlich muss der Leser dann auch das finden, wonach er gesucht hat. Sonst ist er enttäuscht und klickt ganz schnell den „Zurück“-Button.

Tipps

Wenn du die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden wecken möchtest, kannst du zum Beispiel das Keyword in eine Frage verpacken („Sie suchen einen leistungsstarken Akkuschrauber?“). Gut ist auch, besonders vertrauenswürdig rüberzukommen („Das Original – seit 1970“) oder mit einer zeitlich begrenzten Aktion zu locken („Noch bis zum 22. satte Rabatte sichern!“). Erlaubt ist alles, was ins Auge fällt, was dich von deinen Mitbewerbern abhebt und was deine Zielgruppe anspricht. Hier ist ein wenig Phantasie gefragt. Welches Stilmittel du wählst, hängt ganz davon ab, wen du ansprechen möchtest. Was gefällt deiner Zielgruppe?

Akkuschrauber Hornbach

Taschen

Bau deine Meta Description möglichst nach dem AIDA-Prinzip auf, so kannst du sicher sein, dass du alle wichtigen Informationen untergebracht hast.

Die MD kurz zusammengefasst:

  • Keyword nah an den Anfang
  • Call-to-action (nah) ans Ende
  • Infos über den Inhalt der Seite
  • Aufmerksamkeit wecken
  • 80-170 Zeichen incl. Leerzeichen

Den Title optimieren

Im Gegensatz zur Meta Description ist der Title einer von etwa 200 direkten Rankingfaktoren und damit extrem wichtig. Dafür ist das Optimieren hier aber auch wesentlich leichter als bei der Meta Description. Nicht zuletzt auch deshalb, weil man hier nur maximal 70 Zeichen zur Verfügung hat ;-).

Der Title ist sichtbar im geöffneten Tab und als blaue Schrift in den Suchergebnisseiten.

Akkuschrauber Bauhaus

Er bildet die Überschrift für die Seite – und ist nicht identisch mit der H1 eures Textes. Auch im Title muss unbedingt das Keyword untergebracht werden, auf das die Seite optimiert ist und wozu sie ranken soll. Versucht es möglichst am Anfang einzubauen, dann ist der Effekt noch größer. Wenn du deine Brand nennen möchtest, tu das am Ende des Titles, abgetrennt durch einen Gedankenstrich oder einen senkrechten Strich. So kannst du mehr Inhalt in die wenigen Zeichen packen. Aus der Kürze des zur Verfügung stehenden Platzes ergibt sich schon, dass man sich hier auf das Wesentliche beschränken sollte. Was gibt es auf dieser Seite? Auch der Title der Startseite sollte nicht „Startseite“ lauten, sondern zum Beispiel „Online Marketing & SEA Agentur aus Köln – rankingCHECK“. Der Leser möchte wissen, was er auf der Seite findet. Nicht, an welcher Stelle der Navigation die Seite verortet ist.

Fazit und Hinweis

Wenig Aufwand, große Wirkung! Betrachte die Meta-Angaben als kleine Visitenkarte deiner Seite. Sie sind der erste Kontakt zum potentiellen Kunden. Sie müssen sich auf den Suchergebnisseiten von allen anderen abheben. Nutzt diese Chance und optimiert zuerst die Meta Descriptions eurer Top-Seller und arbeitet euch dann Stück für Stück weiter durch.

Abschließend noch ein Hinweis für alle, die es ganz genau nehmen und die Meta Tags komplett ausreizen wollen: Die angegebene Zeichenanzahl ist nur eine grobe Richtlinie, denn Google rechnet nicht in Zeichen, sondern in Pixeln. Ihr habt für den Title wegen der weggefallenen Anzeigen an der rechten Seite der SERPS neuerdings 600 Pixel (statt wie bisher 512) zur Verfügung. Gut für alle, deren Firmenname viele „i“ und wenige „w“ enhält 😉 Das erhöht die maximal mögliche Zeichenzahl für den Title von bisher 55 auf etwa 70. Wer sicher sein will, dass nichts abgeschnitten wird, dem empfehle ich, trotz der Änderungen bei etwa 60 Zeichen zu bleiben. Probiert es einfach aus!
Das gilt natürlich auch für die Meta Description: Auch hier lassen sich jetzt theoretisch pro Zeile mehr Zeichen als bisher unterbringen, sodass man statt 150 jetzt bis zu 190 Zeichen schreiben könnte. In der Praxis wird die zweite Zeile der MD aber oft gekürzt und erscheint nicht zu 100%. Wann was wie wo warum abgeschnitten wird, ist im Moment noch nicht ganz klar. Konzentriert Euch also für den Anfang lieber auf den Inhalt und die Formulierungen Eurer Meta Descriptions und Title Tags statt am letzten Pixel zu feilen. 😉

Geschrieben von

Elke ist Online-Redakteurin bei rankingCHECK. Neben allem, was mit Schreiben und Journalismus zu tun hat, sind Umwelt- und Tierschutz Elkes Lieblingsthemen.

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5 Kommentare

Lukas schrieb am 17. Juni, 2016 @ 12:41

Klasse Beitrag den auch ein Neuling wie ich verstehen kann. Vielen Dank! 🙂
LG
Lukas

GripsArt schrieb am 18. Juni, 2016 @ 22:31

Gute Tipps!
Bringt es eurer Meinung etwas, Blogbeiträge als strukturierte Daten auszuliefern?

Andreas schrieb am 21. Juni, 2016 @ 12:20

Hallo Elke, wirklich sehr guter Artikel von dir, vor allem sehr ausführlich und praxisnah alles geschrieben. Sicher wissen 90% der Webseiten-Inhaber nicht welche Möglichkeiten bestehen die eigene Seite einfach selbst zu optimieren. Hat dich sicherlich viel Arbeit gekostet so einen tollen Artikel zu verfassen, deshalb einen Riesen Dank dafür! Freue mich auch in Zukunft von dir zu lesen, Beste Grüße Andreas

Stefanie schrieb am 22. Juni, 2016 @ 22:19

Hi Elke,

Danke für deinen Interessanten Beitrag.

Du hast mir mit dem Tipp mit der Description echt geholfen. Ich werde jetzt nicht mehr jeden einzelnen Artikel optimieren, sondern nur noch die Topseller. Das ist nämlich echt anstrengend.

Hoffe es gibt bald wieder einen Artikel dieser Art.

Grüße Stefanie

Robin schrieb am 27. Juni, 2016 @ 11:50

Danke Elke. Vor allem „Aufmerksam erzeugen“ unteschätzen viele Nutzer. Was nutzt mir das beste und schönste Keyword, wenn ich keine Aufmerksamkeit erzeuge. Ich halte es genauso, 60 Zeichen passt.

Viele Grüße Robin

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