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Linkbuilding Quo Vadis

Hallo zusammen, aufgrund der aktuellen Diskussion gibt es diese Woche keinen SEO-Sunday, so lange konnte ich einfach nicht mehr warten ;-)

Habe eben schon mit Gretus rumdiskutiert und ich wollte auch mal was zur Debatte sagen. Nur mal eins vorweg: Ich will mich hier nicht auf irgendeine Seite stellen, sondern einfach mal das runterrattern, was mir zu dem Thema durch den Kopf gegangen ist, also bitte schön:

Kein Mensch außer Jakob redet mehr über über Themen Onpage-SEO, Usability oder Conversion Rates oder etwa den Kern der Sache, den gemeinen Benutzer des Internets bzw. dessen Wohlergehen, schade eigentlich! Im Zuge der bekannt gewordenen Linkliste dreht sich vieles nur noch um das Thema Backlinks bzw. ob man sich diese kaufen sollte oder halt eben nicht. So ist das Thema Linkkauf so alt ist wie Google selbst, stellt allerdings in jedem Fall ein gewisses Risiko dar. Auch Gretus kann sich mit dem Thema nicht anfreunden und sagt, man solle einfach nur innovativ genug sein, dann klappt´s auch mit den echten Backlinks. Leichter gesagt als getan für manche Unternehmen aus eher langweiligen Themenbereichen, aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

Was sind überhaupt gekaufte Links

Das muss man auch erst mal diskutieren, oder? Ganz kurz und knapp wohl jeder Link für den einfach nur Geld geflossen ist. Dazu zählen natürlich Mietlinks und einmalig bezahlte Links, hier mehr dazu. Mittlerweile gehören meines Erachtens aber auch Links aus völlig offensichtlichen Linkbaits ganz klar zur Gattung Linkkauf. Ich sehe vom Sinn her keinen Unterschied zwischen Aussagen wie „Setze einen Link mit dem Linktext Mallorca Reise günstig und einen auf unsere Startseite und du kannst dafür ein iPad gewinnen“ oder „ich bin bereit für die Links die ihr auf meine Seite setzt 500€ zu bezahlen“ Ersteres soll legitim sein und letzteres nicht? Julian hat mir schon ein gutes Beispiel gezeigt, dass Google völlig offensichtliche Linkbaits wohl auch nicht mehr durchgehen lässt. Eigentlich darf bei einer guten Aktion das Wort Link überhaupt nicht vorkommen. Bei einem Thema scheiden sich allerdings die Geister, da bin ich mir selbst auch nicht so sicher: Ware/Produkte/DL im Gegenzug für Links. Ist das auch Linkkauf? Schwierig zu sagen, allerdings um einiges kreativer als der ganz offensichtliche Linkkauf. Eigentlich ist doch nichts Verwerfliches daran, dem armen Asta-Cafe eine neue Couch-Garnitur zu spendieren und dafür einen Link von der Uni zu erhalten oder? Aber das muss jeder selbst entscheiden…

Guter Linkkauf vs. Böser Linkkauf

Linkkauf ist doch generell böse oder? Doch was heißt in diesem Zusammenhang überhaupt gut und böse? Gut sind für mich Links die jeder Webmaster kaufen würde OHNE dabei ausschließlich Google-Rankings im Hinterkopf zu haben. Und davon gibt bzw. gab es einige. Das Yahoo-Verzeichnis, Branchenbücher, Banner auf themenrelevanten Portalen, Jobbörsen usw. Im Endeffekt also jeder Link der durch klicken echte Menschen auf die eigene Website bringt. Dafür kann man ruhigen Gewissens Geld für den Linkkauf in die Hand nehmen ohne dass Mr. Cutts sauer wird, er empfiehlt es ja sogar teilweise. Übrigens würden SEOs die wirklich nur auf das Ranking achten ihr Geld nämlich nicht in derart „sinnlose Links“ stecken. Was man von Gastartikeln gegen Bares oder aber mit Content-Sponsoring hält muss auch wieder jeder mit sich selbst ausmachen. Wenn dabei ein Mehrwert für den User bei rausspringt, braucht man kein schlechtes Gewissen zu haben, da offensichtlich jeder davon etwas hat: Google kann guten Content in seinen Suchergebnissen anzeigen, den Besucher gefällt´s, und die Seite bekommt gute Rankings durch gute Links. Allerdings ist diese Methode natürlich mit Arbeit verbunden. Was allerdings gar nicht geht sind die immer noch auf unzähligen bekannten Websites vorhandenen Footer-Links mit den üblichen Verdächtigen wie „Stromvergleich“ in direkter Nachbarschaft zu „Mode Angebote“. Welcher „echte“ Websitebesucher scrollt denn runter in den Footer, um dann auch tatsächlich auf „Goldankauf“ zu klicken. Das hier ist also ganz klar böse:

Mal sehen wie lange das noch gut geht, es scheint wohl noch zu funktionieren. Eigentlich dürfte sowas für Google doch kein Problem sein…

Wer muss sich überhaupt Links kaufen?

Jetzt wird es schwierig, wir kommen zum Kern der derzeitigen Diskussion. Man könnte es sich leicht machen und sagen, jede Website die keinen Mehrwert -oder wie es in der Business-Sprache heißen würde- keinen USP hat, kommt wohl nicht darum sich den ein oder anderen Link kaufen zu müssen.

Dazu mal ein Beispiel was wohl auch viele von euch kennen: Fragt mal zwei verschiedene Websitebetreiber, die genau das Gleiche anbieten, warum ausgerechnet ihre Seite denn die coolste da draußen im WWW sei. Der eine erzählt erst einmal eine gefühlte Ewigkeit irgendetwas, ohne auf die Frage einzugehen. Der zweite sagt: „Weil die Produkte am nächsten Tag bei euch sind!“ Für den Blogger da draußen irgendwo im Internet, der in seinem Blog zu diesem Thema schreibt, eine ganz klare Entscheidung wer den Link bekommt, oder? Jetzt kann man natürlich auf der Blindheit bzw. Orientierungslosigkeit mancher „professioneller“ Websitebetreiber rumhacken und sagen, dass man doch einfach einen Mehrwert schaffen soll um freiwillige Links anzuziehen. Ganz so leicht ist die Realität dann aber doch nicht. So logisch ein Link als Bewertungskriterium auch ist, manche Branchen haben es einfach viel schwerer als andere.

Ich nehme jetzt einfach mal das gängige Beispiel Kredite. Guckt euch mal die ganzen Topplatzierten an, die sind teilweise perfekt Onpageoptimiert sowie Usabilitytechnisch auf dem neuesten Stand, alles sauber und steril. Auch die Produkte bieten einen klaren Mehrwert, denn jeder sollte versichert sein. Und dann guckt euch die Linkprofile an, da wird auf nichts Rücksicht genommen. Und warum ist das so? In vielen vielleicht nicht so netzaffinen Branchen haben die Unternehmen gar keine wirkliche Chance „echte“ Links abzubekommen. Wer schreibt schon einen Artikel über „Ratenkredite ohne Schufa“ und verlinkt dann auch noch? Vielleicht ein paar vereinzelte echte Blogger, aber nicht viele. Um oben dabei zu sein, müssen sich die betroffenen Unternehmen halt entscheiden ob sie sich  den Anforderungen von Google des Marktes anpassen um oben zu stehen, oder halt eben nicht. Die Konkurrenz schläft nicht, ein echtes Dilemma für die Betroffenen. Der beste Weg aus diesem Dilemma ist denkbar einfach: Geile Websites bauen oder gute Aktionen machen!

Andere Branchen haben es da viel leichter, so fand ich z.B. die Zalando-Aktion letztes Jahr vom Prinzip her sehr gelungen. Vorausgesetzt man ist ein Schuhfetischist, einen größeren Mehrwert als eine Schuhflatrate kann es wohl kaum geben. Aber auch hier muss man sagen, dass es etwas mit dem Thema zu tun hat, der Zalando-Zielgruppe würde ich eine viel größere Linkbereitschaft unterstellen als den Zielgruppen in eher tristen Themenfeldern.

Wie geht´s weiter?

Geschäftsführer, Inbound Marketing-Freak und King of Tablesoccer – Blogger @rankingCHECK – Privates gibt es hier in meinem Travel- und Foodblog

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