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SEO Sunday: Schritt für Schritt zu guten Links [inkl. Checkliste]

Der SEOnaut hatte es letztens schon einmal kurz angerissen, und zwar das Thema Workflow im Bezug aufs Linkbuilding. Ich habe mir dazu natürlich meine Gedanken gemacht die ich hier mal gerne niederschreiben will. Das trifft sich nebenbei auch noch sehr gut, da wir schon länger keine Checkliste wie bspw. zu den Themen Linkbaits, Relaunch oder Contentschutz bereitgestellt haben. Und dazu habe ich – zugegebenermaßen nicht ganz uneigennützig – mal ein extrem praktisches Beispiel herausgesucht um euch zu zeigen wie man vorgehen könnte um richtig gute Links aufzubauen. Das Ganze könnt ihr sogar auch beobachten wenn ihr wollt, werde die Ergebnisse wohl auch irgendwann mal veröffentlichen. So könnte man das Thema Linkaufbau also Schritt für Schritt angehen und am Ende gibt´s dann auch die dazugehörige Checkliste

Zielsetzung abstecken

Ich hole hiermit ganz bewusst ziemlich weit aus. Mir ist schon klar, dass es noch einige Schritte sind bis man sich überhaupt um das Thema Links Gedanken machen muss. Die zentrale Frage die sich jeder am Anfang eines Vorhabens stellen sollte: „Was will ich überhaupt erreichen und warum will ich es erreichen?“ Wenn man das nicht innerhalb einer Milisekunde rausschreien kann hat man schon ein großes Problem… Also immer festlegen was das Ziel ist und warum man es erreichen will. Für mein praktisches Beispiel wäre die Zielsetzung mit Begriffen rund um das Thema „Spareribs“ gute Rankings zu erzielen weil ich einfach Bock drauf hab. Und jemand der mit „Onlinekredit“ gut ranken will hat wohl das Ziel viel Geld mit Affiliate Marketing zu verdienen.

Keywords analysieren

Diesen Punkt haben viele jetzt wahrscheinlich auch einige nicht erwartet da er auch erstmal nichts mit Linkbuilding am Hut hat. Weil allerdings die Keywordanalyse für mich die wichtigste SEO Disziplin ist will ich hier noch einmal daraufhinweisen. Denn nichts ist schlimmer als seine Website für die falschen Keywords zu optimieren. Und um die richtigen Keywords zu finden muss man wie bereits erwähnt ein bestimmtes Ziel haben. Wenn man einigermaßen sicher sein will das am Ende des Tages auch das Geld wieder reinkommt der sollte natürlich seine Conversionstärksten Keywords nach vorne pushen und das sind in der Regek nicht eben die mit dem meisten Suchvolumen bzw. Traffic. Ein Adwords-Test wäre hier auf jeden Fall empfehlenswert. Meine Beispiel-Keywords habe ich mir völlig ohne jede Analyse rausgesucht, einfach nur aus dem Bauch heraus:

Aber ich will ja kein Geld damit verdienen und tue das alles nur für Ruhm und Ehre! Wer allerdings sinnvolle Keywords finden will dem empfehle ich Christians Artikel zum Thema Keywordrecherche.

Seite fit machen

Immer noch nicht bei den Links angekommen. Sorry, aber ich versuche mich jetzt kurz zu fassen. Bevor man sich aber in den wilden Internet-Dschungel wagen kann um Links abzustauben sollte man dafür sorgen dass man gut dafür ausgerüstet ist. Hausaufgaben machen wie Keywords in Title, Überschriften und Text platzieren, Bilder und Videos sinnvoll benennen und eine knackige Meta-Description formulieren. Das ist zwar absoluter Basickram, aber wenn ich mir einige Websites so anschaue hatten viele Webmaster wohl einfach keine Lust ihre Hausaufgaben zu machen oder wussten nicht was zu tun war. Und jetzt das allerwichtigste: Macht Inhalte für die Ihr euch bei einer Linkanfrage nicht schämen müsst sondern auf die Ihr stolz sein könnt. Das macht es einem manchmal sowas von leicht das glaubt man fast gar nicht. Und wenn alles gut läuft muss man sogar überhaupt keine Links aufbauen…

Für mein Beispiel habe ich einfach einen Artikel über eine meiner Leidenschaften – nämlich dem Grillen – geschrieben. Dabei habe ich mir richtig Mühe gegeben und ein Rezept für das grillen von Spareribs im Kugelgrill bildlich festgehalten und niedergeschriben. BTW: Und diesen Link hier gerade hab ich mir auch verdient, das kann ich ganz stolz sagen 😉

Und nochwas: Wenn die Leute keine Links springen lassen müsst ihr es Ihnen so leicht wie möglich machen eure Inhalte im Netz zu teilen. Twitter und Facebook Buttons und vielleicht auch bald der neue Google +1 Button sind daher mittlerweile absolute Pflicht. Das Signale aus sozialen Netzwerken auch für das Google Ranking eine Rolle spielen sollte einem spätestens nach der aktuellen SEOmoz Studie klar sein.

Die Konkurrenz checken

Wir kommen dem Thema Links immer näher, aber einen Schritt müssen wir unbedingt noch machen. Bevor wir das Wort Linkbuilding zum ersten Mal aussprechen müssen wir unbedingt wissen mit wem wir in den Ring steigen müssten. Was macht man also? Ganz einfach, man schaut sich an welche Seiten für das eine Keyword bzw. das Keywordset bei Google ranken und vor allem wie häufig diese Seiten verlinkt werden. Dann schaut man sich an wieviele Links man selbst hat und entscheidet ob es überhaupt Sinn macht Links aufzubauen.

Wenn man nicht auf kostenpflichtige Tools zurückgreifen kann würde ich wohl das SEO for Firefox-Plugin verwenden, da man sich damit die Top-100- Google Ergebnisse inkl. Yahoo-Backlinks als CSV-Datei exportieren kann. Wie man das macht habe ich hier schon einmal beschrieben. Das macht man dann für jedes Keyword und kann so herausfinden welche Websiten innerhalb des festgelegten Keywordsets am prominentesten vertreten sind. Das alles händisch zu machen ist natürlich sehr arbeits- und somit auch zeit- bzw. kostenintensiv.

Da ich allerdings faul bin und gerne auf kostenpflichtige Tools wie Searchmetrics und Sistrix zurückgreife würde ich das Keywordset-Feature von Sistrix verwenden. Ich bin mir fast sicher dass nicht alle Toolbox-User dieses tolle Feature überhaupt kennen, naja egal. Dort packt man einfach seine Keywords rein und schon hat man eine Übersicht in welchem Wettbewerbsumfeld man sich befindet:

Jetzt muss man in der Regel mal sein Bauchgefühl einschalten. Wenn ich für das Praxisprojekt monetäre Motive hätte müsste ich jetzt eigentlich sofort aufhören und etwas halbwegs sinnvolles machen. Da ich aber andere Ziele wie bspw. Ruhm und Ehre habe mache ich einfach trotzdem weiter. Aber genau an dieser Stelle muss man ehrlich zu sich bzw. seinen Kunden sein. Es gibt einfach Umstände unter denen Linkaufbau keinen Sinn macht falls man ausschließlich den ROI im Hinterkopf hat. Aber Gottseidank ist SEO ja viel mehr als einfach nur ein Vertriebskanal 😉

Bedarf an Links klären

Nachdem man sich jetzt entschieden hat seine Seite durch aktiven Linkaufbau zu pushen muss man natürlich herausbekommen wieviele Links man aufbauen muss. Wenn ich auch hier nicht auf kostenpflichtige Tools zugreifen könne würde ich auch hier wieder den Export aus dem SEO for Firefox Plugin ziehen und mir halt das Verhältnis der Yahoo-Backlinks der Konkurrenz im Vergleich zu meinen Backlinks ansehen. Die schnellste Lösung bietet hier wieder mal Sistrix, da ich mir hier viel wichtigere Daten als die bloße Anzahl an Links ansehen kann. Da Google ja immer besser wird sollte man mittlerweile eigentlich nur noch Werte wie die IP-Pop bzw. die unterschiedlichen /24-IP-Netze (oder öfter auch mal Class-C-Pop genannt) ansehen. Hier mal die Werte meiner Beispielseite und der 3 wichtigsten Konkurrenten gegenübergestellt:

Jetzt habe ich auch untermauert was das gute alte Bauchgefühl mir eben gesagt hat. Wenn ich wirklich das Ziel hätte mit meiner Konkurrenz gleichzuziehen sollte ich jetzt einfach aufhören aber ich habe ja andere Beweggründe 😉 BTW: Wenn man es noch genauer machen will, also nicht die Backlinks kompletter Domains miteinander vergleichen will würde ich die Linkresearchtools oder die Searchmetrics Suite verwenden. Dort kann man nämlich die Linkstruktur einzelner URLs miteinander vergleichen.

Neben der rein quantitativen Betrachtung der Linkstruktur verschiedener URLs muss man sich aber auch angucken von welchem Webseitentyp und aus welchen Themenbereichen die aufzubauenden Links kommen sollten sowie welche Qualität diese haben sollten. Will man hier tiefgehende Aussagen treffen kommt man meiner Meinung nach nicht mehr an kostenpflichtiger Software vorbei. Hier sind die Linkresearchtools meiner Meinung nach ds Nonplusultra:

Ganz konkret würde das für mein Beispiel Projekt bedeuten dass ich mir Links von ca. 700 unterschiedlichen /24-IP-Netzen (Class-Cs) holen muss die zum größten Teil aus dem Themenbereich Essen und Restaurants stammen, überwiegend Blogs sind und einen mozRank zwischen 2 und 3 haben. Soweit so gut…

Linkquellen finden

Jetzt haben wir geklärt was wohl nötig sein wird, also müssen wir uns jetzt Gedanken machen wo wir genau das herbekommen. Dazu müssen wir ganz einfach potentielle Linkquellen finden und logischerweise auch bewerten. Jetzt ist es eigentlich egal wieviele Tools man nutzt, am Ende des Tages muss man schon ein wenig Erfahrung mitbringen um gute Linkquellen zu erkennen. Vorausgesetzt man hat gewisse Ansprüche und will nicht wirklich jeden Link haben. Um Linkquellen zu finden gibt es zahhlose Möglichkeiten. Hier habe ich schonmal eine beschrieben, man kann ganz Old-School die Top100 zu jeden Suchbegriff durchgehen, die Hubfinder der großen Toolanbieter nutzen, seine geheimen Quellen verwenden etc. Am wichtigsten – und das kann einem kein Tool der Welt abnehmen – ist es vom Feeling her ein gutes Gefühl zu haben wenn ich mir eine potentielle Quelle ansehe. Trotzdem kann man natürlich einiges vorher anhand der verschiedensten Kriterien ausschließen.

Auch hier kann ich mal wieder die Linkresearchtools mit dem nagelneuen Feature SERP Research Tool empfehlen welches einem fast die komplette Arbeit abnimmt. Naja fast die ganze Arbeit, Bauchgefühl muss man bei jeder Linkquelle trotzdem noch selbst anwenden. So sieht das Ganze dann fürs Praxisbeispiel aus:

Links besorgen

Obwohl wir schon jede Menge Arbeit hatten geht das anstrengende eigentlich erst jetzt los. Wie man Links in Verzeichnisse, Bookmarkdienste etc. einträgt weiß wohl jeder, genauso wie man Links kaufen und mieten kann. Das ist ja auch alles keine Kunst. Wie man aber an die richtig guten Dinger dran kommt da hat wohl jeder sein Geheimrezept und wird so schnell auch keiner verraten. Auch hier gibt es ein Credo: Wer sich Mühe macht wird auch oft belohnt. Das gilt bereits bei der Erstellung des Contents. Wenn dieser so gut ist das andere Leute darauf abfahren, dann verbreitet er sich schon fast von alleine, man muss die Social Media Kanäle nur anwerfen und evtl. vorher ein paar Multiplikatoren mit ins Boot holen. Hier sind wir beim Thema klassischer Linkbait gelandet, dazu findet ihr hier eine mögliche Anleitung.

Irgendwann ist der Hype um einen Inhalt in der Regel aber auch vorbei und man muss für seine Links arbeiten. Der übliche Weg ist es einen Webmaster von dem man einen Link haben will zu kontaktieren um auszuloten was möglich ist. Für mein Praxisbeispiel bin ich folgendermaßen vorgegangen: Ich habe mir eine gute Linkquelle ausgesucht und mich damit auch wirklich auseinandergesetzt. Als nächstes habe ich einen Link auf den entsprechenden Artikel gesetzt. GANZ WICHTIG: Immer als erstes einen Gefallen tun und nicht sagen das man im Gegenzug auch einen Link setzen könnte. Hier reicht dann auch oft schon ein simpler Verzeichniseintrag aus. Dann habe ich den Webmaster folgendermaßen angeschrieben:

Da ich dem Webmaster einen Gefallen getan habe und ganz kurz auf sein Thema eingegangen bin kam nach ein paar Stunden diese Antwort hier:

Man muss das Thema Linktauschanfrage durchaus ein bisschen psychologisch angehen. Hinter den Webseiten von denen man die guten Links bekommt sitzen nämlich echte Menschen. Und jeder Mensch steht darauf gelobt zu werden 😉 Aber das wäre natürlich schon wieder einen eigenen Artikel wert.

Links managen

So fertig sind wir noch lange nicht. Wenn man es erst einmal geschafft hat muss man natürlich auch überwachen was mit den auf unsere Seite gesetzten Links passiert. Es gibt eine natürlich Linkschwundrate durch Domainverkauf, Insolvenz etc. Aber es gibt natürlich auch noch einige Webmaster da draußen die das Internet nicht so ganz verstanden haben und vom Linkgeiz zerfressen sind. Da werden dann Links nach ein paar Wochen halt einfach wieder entfernt, das kennt bestimmt jeder von euch. Das kann man natürlich auch per Hand kontrollieren, allerdings artet auch das sehr schnell in Arbeit aus. Aber mittlerweile gibt es ja auch Tools wie die Raven SEO Tools oder Linkbird die jede kleinste Veränderung eines Links bemerken und automatisch Alarm schlagen. So wird einem bspw. mitgeteilt ob neue Links auf der Linkgebenden Seite hinzugekommen sind oder sich der Pagerank verändert hat was evtl. eine Abstrafung sein könnte.

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Thema Linkverwaltung ist das Kontaktmanagement, denn nichts ist peinlicher als einen Webmaster mit Sie anzuschreiben obwohl man sich vor einem halben Jahr schon auf das DU verständigt habt. Aber auch das Thema Linkmanagement ist wohl einen eigenen Artikel wert.

Fazit

…dass lass ich heute mal ausfallen dafür könnt ihr hier die am Anfang versprochene Checkliste downloaden:

Head of Inbound Marketing & King of Tablesoccer – Blogger @rankingCHECK – Privates gibt es hier in meinem Travel- und Foodblog

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3 Kommentare

Marcel Becker schrieb am 17. April, 2012 @ 12:43

Hi Igor,
kümmern uns drum sobald wir Zeit haben!
LG, Marcel

Max schrieb am 16. August, 2012 @ 23:13

Danke, Marcel für diesen absolut ausführlichen Artikel und Danke auch für die Linkaufbau-Checkliste.
Was du zum Thema Links besorgen schreibst funktioniert wirklich gut. Freudlich anfragen und nicht beleidigt sein wenn ein Neun kommt kann hier helfen. Vielleicht klappt es ja später mal, wenn man den Kontakt ein wenig aufrecht hält.
Auch der Verweis auf den Linkbait Artikel ist ganz hilfreich. 🙂
Gruß, Max

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