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Lebbe geht weiter – auch als SEO!

In den letzten Monaten wird immer mehr diskutiert was man als SEO in 2014 eigentlich den ganzen Tag so macht. Auch auf der Campixx war das eins der Hauptthemen. Ist das Marketing was wir machen? Oder aber PR? Müssen wir jetzt alle auf einmal kreativ werden? Nennt man Linkkauf jetzt einfach Contentmarketing und macht weiter wie bisher? Fragen über Fragen.

Die Amis machen sich Gedanken, der gute Olaf sowie so immer, Franz natürlich auch, sogar ich habe mal nachgedacht. Oft kommen SEOs dabei nicht gut weg, das hängt wohl mit der Tatsache zusammen, dass das Internet durch Suchmaschinenoptimierung mit ziemlich nutzlosem Zeug verstopft wurde. Da kann sich so gut wie keiner von uns freisprechen. Auf Facebook und im Reallife wird der Ton rauher, es haben sich auf einmal nicht mehr alle lieb wie bei den Hippies damals. Manch einen hört man munkeln die Szene professionalisiert sich oder wird erwachsen. Ganz egal, es hat sich was getan. Wie man damit umgeht bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob man nun lieber rumheult oder darin eine spannende neue Herausforderung sieht…

seo-lebbe-geht-weiter

Ich möchte aber jetzt einfach mal nach Vorne schauen und – ganz uneigennützig wie ich nunmal bin – eine Lanze für SEO brechen. Denn wenn ein SEO das sogenannte Große und Ganze verstanden hat dann kann er/sie einen großen Vorteil gegenüber Marketern aus anderen Onlinebereichen haben, die Betonung liegt auf KANN. Ob man das dann immer noch SEO nennt ist doch eigentlich total egal oder?

SEO als Mittelpunkt der Welt

Hiervon waren früher so gut wie alle überzeugt, zumindest wenn es um die Effektivität von (Online-)Marketingmaßnahmen ging. Früher war es leicht ein guter SEO zu sein, weil Google es einem auch sehr leicht gemacht hat. Oder wie es der gute Herr Tandler in diesem Video treffend erklärt, es war einfach nicht nötig gute Websites zu bauen damals im wilden Westen:

Das musste man „damals“ tun um ein guter SEO zu sein:

  • Keywords in den Title-Tag pressen
  • 2 Sterne Texte mit einer Keyworddichte von 3,5% bestellen
  • Links kaufen mit Linktexten

Das wars eigentlich schon, Punkt.

SEO innerhalb des Tellerrands

Ich weiß gar nicht ob es dieses Sprichwort überhaupt gibt, aber egal 😉 Viele SEOs aus dem wilden Westen von damals machen gerade eine Identitätskrise durch weil sie denken dass auf einmal nichts mehr für Suchmaschinenoptimierer übrig bleibt. Schluss mit dem Rumgeheule, wenn man mal ein bisschen nachdenkt gibt es so viele Dinge die man als SEO-Spezialist noch machen kann die kein Kreativmensch, PR-Spezi oder Marketingfuzzi machen kann. Das da in Deutschland noch keiner was drüber geschrieben hat wundert mich, die Amis denken da mal wieder einen Schritt weiter und machen sich so ihre Gedanken zum Thema SEO wie es aktuell ist. Ich auch, viele andere auch. Denn folgendes kann man nämlich heute als SEO immernoch tun:

  • Was mit Strategie: NUR SEOs können Strategien entwickeln die zu mehr Traffic über unbezahlten Suchmaschinentraffic führen. Sei es über die normale Suche, die Bildersuche, Videosuche, Maps, News und so weiter. Und da Suchmaschinentraffic ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Traffics bleibt wird auch eine SEO Strategie ein wesentlicher Bestandteil vieler Marketingstrategien bleiben. Dazu braucht man schon ein wenig Erfahrung als SEO, man muss gesehen haben wie es zu Trafficsteigerungen, aber auch zu Trafficabstürzen kam und wie die Zusammenhänge funktionieren. Kann das jemand anders als SEOs? Eher nicht…
  • Was mit Keywords: Die Basis des Suchmaschinenmarketing. Welche Keywords machen Sinn, welche nicht? Wonach wird gesucht, und wieviel? Gibt es saisonale Schwankungen im Suchverhalten? Wie entwickelt sich der Trend zu bestimmten Keywords? Wie priorisiere ich meine Keywords? Welche URL passt zu welchem Keyword aka. Keywordtargeting. Wer übrigens Inspiration zum Thema Keywords braucht sollte mal bei Martin vorbeischauen. Gute Idee übrigens mit dem Google Suggest bei der Bilder und Videosuche. Auch wärmstens empfehlen kann ich diesen Artikel auf dem Advanced Webranking Blog, bei dem es eine Menge Ideen für die Keywordrecherche mit dem Google Keyword-Planner geht, vor allem aber um das weltberühmte 16Uhr-Bier 😉
  • Was mit Rankings & Traffic: Wie misst man seine allgemeine Sichtbarkeit in Suchmaschinen oder die Sichtbarkeit in einem festgelegten Keywordset? Auch einzelne Rankings sollte man im Blick haben. Ein weiteres Thema seit dem leidigen not-provided ist es die SEO Performance seiner URLs zu messen. Das kann auch nicht jeder. Searchmetrics und Sistrix sind da auf einem sehr guten Weg, aber auch mit Google Analytics kann man immer noch so einiges anfangen. Tipp: Einfach mal organischen Traffic filtern und sich die Performance der URLs angucken und dann mit den Webmastertools-Daten oder Rankingdaten abgleichen und daraus seine Schlüsse ziehen. Besser als über not-provided rumzuheulen…
  • Was mit Technik und Informationsarchitektur: Wie macht man eine Seite schneller? Wie sorgt man für verständliche URLs? Wie reicht man eine Sitemap ein? Wie geht man mit AJAX im Bezug auf Suchmaschinen um? Zudem muss man dafür sorgen das seine Inhalte mit möglichst wenigen Klicks zu erreichen sind und die Websitebesucher mit der Navigation der Seite klarkommen. Dann wird auch Google klarkommen, logisch oder? Auch hier sehe ich SEOs noch lange nicht am Ende, egal ob man jetzt selbst Techniker ist oder mit Technikern zusammenarbeitet.
  • Was mit Content: Auch das Thema Content ist nachwievor ein Feld was essentiell für SEO ist. Man muss dafür sorgen dass der Content unter die Leute kommt und vor allem dass die Menschen die ihn konsumieren damit zufrieden sind. Eine viel größere Herausforderung als früher. Und natürlich müssen in den Content ein paar Keywords rein und Links dafür besorgt werden. Vom Prinzip her nichts anderes als früher, aber alles auf viel höherem Niveau und mit viel mehr ehrlicher und harter Arbeit verbunden.
  • Was mit Snippets: Google zeigt immer mehr Dinge in den Snippets an. Gab es früher fast nur Sternchen so sind wir mittlerweile bei Breadcrumbs, Autorenbildern, Videothumbnails, Rezeptbildern, Events, Songs etc. Schaut euch unbedingt mal diese Slides hier an, ich bin mir sicher das da auch ein SEO ran sollte:

Schema and Open Graph 101 – SMX Munich from Matthew Brown

  • Was mit Reputation: Zwei typische Fälle: Eine prominente Persönlichkeit hat etwas gesagt und nun sind die Suchergebnisse damit voll. Oder ein Shop wurde negativ bewertet und die Bewertung erscheint sehr prominent. Beides ist natürlich nicht gut für die Onlinereputation und die rufschädigenden Dokumente sollen aus dem sichtbaren Bereich bei Google verdrängt werden. Ein typischer Job für SEOs ist es diese negativen Einträge nach hinten durchzureichen.
  • Was mit Abstürzen: Nicht immer geht die Sichtbarkeit nach oben, es kann auch mal bergabgehen, von heute auf morgen. Schaut euch mal das hier an:

Abbildung_4_Absturz_Entscheidungsbaum

Kann das ein kreativer Marketingmensch?… also jetzt nicht den Photoshopkram meine ich 😉 BTW: Das sind jetzt nur die Dinge die mir bei ein wenig nachdenken in den Kopf gekommen sind. Es gibt bestimmt noch vieles mehr was nur von einem SEO erledigt werden kann!

SEO über den Tellerrand hinaus

Jetzt sind wir an dem Punkt gelandet bei dem viele immer sagen „Das hat doch nix mehr mit SEO zu tun“ oder „was bleibt davon für uns SEOs noch übrig“ etc. Meine Meinung: Um in Zukunft ein sehr guter SEO zu sein muss man Zusammenhänge verstehen und Fäden ziehen. Man muss das große Ganze verstehen. Seht euch mal diese Grafik aus dem Wingmen-Blog an und ihr könnt euch in etwa vorstellen was ich meine:

wingmen

Quelle: Wingmen Online Marketing

Viel mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. Als guter SEO geht es doch im Wesentlichen darum Zusammenhänge und deren Auswirkungen zu verstehen. Und genau deshalb denke ich das SEOs zu den besten Onlinemarketern überhaupt gehören KÖNNEN, aber nur diejenigen die es auch tatsächlich verstanden haben!

Fazit

Lebbe geht weiter, auch oder vor allem erst recht als SEO! Und jetzt geht raus grillen,  Kölschdrohne is watching you 😉

Geschäftsführer, Inbound Marketing-Freak und King of Tablesoccer – Blogger @rankingCHECK – Privates gibt es hier in meinem Travel- und Foodblog

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Ein Kommentar

Simon schrieb am 2. April, 2014 @ 16:04

SEO ist heutzutage gleichbedeutend mit Marketing und PR!

je mehr man versucht diese Unternehmensbereiche der digitalen Unternehmenskommunikation (nichts anderes ist das alles ja) zu trennen, desto mehr merkt man das SEO mittlerweile eine Aufgabe ist die nicht einfach so in einen Unternehmensbereich bzw. Schublade gestekt werden kann.

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