rankingCHECK
MENÜ

Google Remarketing mit Analytics und AdWords

Jeden Tag umgibt uns Werbung in Hülle und Fülle. Alle mit der Intention unsere Meinung über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu beeinflussen. Dabei sprechen uns einige Werbemaßnahmen mehr an als andere. Stets wird die Werbung neu kreiert, weil alles Bekannte nach einer Weile seinen Reiz verliert. Unser Gehirn braucht Abwechslung, damit es Produkte speichern kann. Nur so bleiben Produkte positiv im Gedächtnis und nur so hat Werbung langfristig Einfluss auf unser Kaufverhalten. Hierbei kann man zwischen mehreren Werbemethoden unterscheiden: Lernen am Modell, Konditionierung, Emotionalität und letzten Endes die Wiederholung – genau hier setzt das Remarketing an.

Was ist Remarketing?

Ganz einfach gesagt: Mit Remarketing können Sie Anzeigen für Nutzer schalten, die bereits Ihre Website besucht haben. Dazu müssen Sie lediglich auf all Ihren Webseiten einen Code einfügen (am besten über den Google-Tagmanager 🙂 ). Anschließend können Sie eine AdWords-Kampagne erstellen, und alle Kunden gezielt noch einmal mit einer Text- oder Imageanzeige ansprechen und zum Kauf animieren.

Die Remarketing-Listen können Sie so gestalten, wie sie für Sie am effektivsten sind. Standardmäßig sind es alle Besucher Ihrer Seite (da der Code auch auf jeder Seite eingebunden ist). Als nächsten Schritt empfehle ich immer eine Zielgruppe zu erstellen, die alle Besucher außer Käufer umfasst, um eben die Nicht-Käufer ansprechen zu können.

AdWords Remarketing

Es gibt derzeit 3 verschiedene Remarketing Formen für AdWords. Bei allen ist der Einbau des Tags und das Anlegen von Zielgruppen (=Remarketing-Listen) die Voraussetzung. Zu finden in AdWords unter: Gemeinsam genutzte Bibliothek > Zielgruppen > Remarketing-Liste erstellen. Mögliche Kriterien sind hier bspw. Besucher einer Seite, die keine andere Seite besucht haben oder Besucher einer Seite in bestimmten Zeiträumen etc. Diese Zielgruppen lassen sich dann als Display-Kampagne (klassisches und dynamisches Remarketing) oder Search-Kampagne (Remarketing Lists for Search Ads) bewerben.

1. „Klassisches“ Remarketing

Hier sprechen Sie Nutzer im Google-Display-Netzwerk mit Text- oder (von Ihnen selbstausgewählten) Imageanzeigen an.

2. Dynamisches Remarketing

Auch hier sprechen Sie Nutzer im Google-Disyplay-Netzwerk an, jedoch mit dynamischen Anzeigen. Das heißt, Sie legen das Layout der Anzeige fest und Google zieht sich dynamisch die Produkte, die der Kunde sich angeschaut hat, aus dem Merchant Center Feed in die Anzeige. Sie sehen, hierfür ist die Verknüpfung des Merchant Center Feeds mit AdWords ebenso nötig, wie der Feed an sich. 🙂

Zudem ist zu sagen: Sollten Sie schon eine Remarketing-Liste angelegt haben, kann es sein, dass es noch der „alte“ klassische Remarketing Code ist. Dann  müssen Sie den Code für das dynamische Remarketing umstellen. Sollten die Parameter “ecomm_prodid”, “ecomm_pagetype” und “ecomm_totalvalue” jedoch im Code enthalten sein, sollte es der Neue sein. Erstellen Sie jetzt zum ersten Mal eine Remarketing-Kampagne, ist es direkt der neue Code. Wie der Einbau etc. vonstattengeht, wird sehr gut und Schritt für Schritt in AdWords selber erklärt. Die Anzeigen erstellen Sie in der Anzeigengalerie auf + Anzeige > Dynamische Anzeigen

3. Remarketing Lists for Search Ads (RLSA)

Hier handelt es sich um eine weitere Form des Google Remarketings‑ zu beachten ist jedoch ein großer Unterschied: Der Wirkungsort der Kampagne ist die Google Suche und nicht das Display-Netzwerk.

Da in den Kampagnen mit Keywords gearbeitet wird, die der Kunde in der Suche eingeben muss, empfehlen wir Ihnen mit Kampagnen zu arbeiten, die genügend Traffic haben. Im ersten Schritt können Sie Ihre generischen Kampagnen duplizieren und in eine RLSA Kampagne umfunktionieren. Hierfür müssen Sie dann in der bestehenden Kampagne die gewünschte Zielgruppe ausschließen und in der RLSA Kampagne die Zielgruppe hinzufügen, damit die Kampagnen sich nicht kannibalisieren.

Weil man davon ausgeht, dass der Kunde die Seite schon kennt und eher für einen Kauf bereit ist als Neukunden, müssen Sie für eine bessere Anzeigenposition die CPCs erhöhen. Auch können Sie eine Kampagne erstellen, die sehr generische Keywords umfasst, die Ihnen sonst zu teuer sind und Zielgruppen hinzufügen, die bereits auf Ihrer Seite waren.

Analytics Remarketing

Hat man AdWords mit Analytics verknüpft (und natürlich Analytics eingebunden) ist es sehr empfehlenswert mit dem Analytics Remarketing zu arbeiten, da man hier viel mehr Möglichkeiten hat, die gewünschten Zielgruppen festzulegen. Zielgruppen, die eine Verweildauer auf der Seite als Kriterium haben, kann man bspw. nicht mit AdWords Remarketing erstellen. Hierfür müssen Sie Ihren Analytics Code minimal anpassen oder, sollten Sie den Google Tagmanager verwenden, einfach ein Häkchen bei “Funktionen für Display-Werbung aktivieren” setzen. Weitere Infos finden Sie auch wieder Schritt für Schritt in Analytics erklärt. Die Zielgruppen werden dann automatisch in AdWords importiert.

Zu finden ist das Ganze in Analytics unter Verwaltung > Property > Remarketing > Zielgruppen und dann können Sie für Sie wichtige Zielgruppen segmentieren.

Auf dem Markt gibt es noch mehrere Anbieter, die Remarketing in vielen Formen anbieten, das Prinzip ist jedoch bei den meisten gleich wie bei Google. Zum Schluss ist noch zu sagen: Sollten Sie Remarketing nutzen, müssen Sie wie bei den meisten Tools und deren Funktionen auf Ihrer Webseite darauf aufmerksam machen.

Ramona Schüßler

Geschrieben von

Ramona ist Online Marketing Managerin bei rankingCHECK. Ihre Stärken: Der optimale Online Marketing Mix. Wenn sie nicht gerade AdWords Kampagnen optimiert stehen YouTube, Google Analytics und Shopping auf Ihrem Programm. Privat bereist Sie gerne die Welt.

4.33 / 5 (9 votes)

Schreibe einen Kommentar

Loading Facebook Comments ...

Ein Kommentar

Trackbacks

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Loading Disqus Comments ...