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Das Medien-Chaos – Überblick und Insidertipps

„Präsent sein wo man präsent sein muss: Ja! … aber wo? Und wie?“ Diese Frage geht sicherlich durch jedermanns Kopf, der sich mit Marketing im Allgemeinen auseinandersetzt. Mein heutiger Beitrag soll jedem etwas Hilfe verschaffen, der sich die Möglichkeiten im Online Marketing einmal übergreifend ansehen möchte. Dabei werde ich die wichtigsten Informationen und Insidertipps zu den jeweiligen Kanälen kurz und bündig zusammenfassen.

Starten wir mit …

… der Facebook Fanpage

Heutzutage werden Nachrichten, Schlagzeilen etc. viel schneller auf Facebook verbreitet, als über Zeitungen oder das TV. Und nicht nur das: Man kann sie jederzeit mit wenig Aufwand abändern, ergänzen oder löschen.

  • Persönliche Ansprache: Social-Media-Plattformen wie Facebook verbinden Menschen mit gemeinsamen Interessen. Sie werden in erster Linie für private Zwecke genutzt. Daher liegt es nahe, zu Duzen. In manchen Branchen oder Firmen wird das „Du“ allerdings strikt abgelehnt – das Dilemma beginnt. Grundsätzlich empfehle ich aber das „Du“.
  • Zielgruppe: Alle. Von Privatperson über Großkonzern bis Großmutter.
  • Aktive Nutzer: Mit rund 28 Mio. aktiven Nutzern ist Facebook der König unter den Social-Media-Plattformen (Stand Mai 2014, Quelle: statista.com).
  • Kurze Reaktionszeiten: Aufgrund der Tatsache, dass Facebook rund 28 Mio. aktive Nutzer in Deutschland aufweist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass User direkt nach dem Veröffentlichen von Postings diese auch sehen und damit interagieren. Dementsprechend wichtig ist es, auch schnell auf diese Interaktionen eingehen zu können.
  • Neu, aktuell und flexibel: Es ist wichtig, seine Fans mit neuem und vor allem relevanten Content zu füttern, damit sie in ständigem Kontakt mit dem Produkt, der Marke oder der Firma sind. Doch Vorsicht: Zu viele Postings sind nervig und können Fans abschrecken oder dazu bringen, dass sie nicht weiter Fans der Seite sind.
  • Fragen stellen: Um für Interaktion zu sorgen, können offene Fragen gestellt werden.
  • 60.000 Zeichen Wortbegrenzung: Im Gegensatz zu anderen Social-Media-Plattformen ist die Zeichenbegrenzung bei Facebook sehr hoch: 60.000 Zeichen können pro Facebook Posting verwendet werden. Im März 2009 lag die Begrenzung noch bei niedlichen 420 Zeichen und wurde dann Jahr für Jahr angehoben.
  • Beste Zeit zum Veröffentlichen von Beiträgen: Postings, die zwischen 13:00 und 16:00 Uhr erfolgen, sind laut Statistik am erfolgreichsten. Dabei verzeichnet der Mittwoch im Vergleich zu allen anderen Tagen den höchsten Traffic.
  • Verlinkungen: Es kommt vor, dass man in dem Posting eine Person, einen Ort, eine Seite oder eine Gruppe verlinken möchte. Dies kann man ganz unkompliziert tun, indem man „@“ und den entsprechenden Namen eintippt. Dann klappt ein Menü auf, aus dem man auswählen kann.
  • Bilder und Videos: Es können sowohl Bilder als auch Videos hochgeladen werden.

Pro: Erhebliche Reichweite, schnell Neuigkeiten publizieren.
Kontra: Böse Kritik oder Shitstorm kann in Sekunden kundgegeben werden und kann für jeden sichtbar sein.

Twitter Fanpage

Für die einen das Pendant zu Facebook, für die anderen eine Alternative: Twitter. 500 Mio. Tweets werden weltweit täglich ins Netz gesetzt.

  • Persönliche Ansprache: Hier gilt Gleiches wie bei Facebook. Das Duzen ist die verbreitetere und – ich nenn sie mal ganz vorsichtig – „bessere“ Variante mit Followern zu kommunizieren.
  • Zielgruppe: Alle.
  • Aktive Nutzer: Schätzungsweise 3,8 Mio. aktive Nutzer verzeichnet Twitter im Jahr 2015 (Quelle: statista.com).
  • Bilder und Videos: Es können sowohl Bilder als auch Videos hochgeladen werden.
  • Beste Zeit zum Veröffentlichen von Beiträgen: Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag; 13:00 – 15:00 Uhr.
  • Neu, aktuell und flexibel
  • Kurz, knapp & präzise: Anders als bei Facebook liegt die Zeichenbegrenzung bei 140 Zeichen.
  • Verlinkungen: Verlinkungen zu anderen Twitterern mit @.
  • Hashtags: Schlagworte, Keywords und Veranstaltungen mit # kennzeichnen.

Pro: Sofortige Neuigkeiten-Quelle.
Kontra: Zeichenbegrenzung, zu viel Content schreckt ab.

Google+

  • Ansprache: Eine gezielte Ansprache ist bei Google+ von großer Bedeutung. Dazu muss man das Segment und seine Follower gut kennen.
  • Zielgruppe: Marken und Unternehmen, B2B, Networking, Blogger.
  • Aktive Nutzer: Laut Schätzungen liegt die aktive Nutzerschaft in Deutschland grade mal bei 3,1 Mio.
  • Themenbezogenes Netzwerk: Da Google Plus den B2B Bereich als Zielgruppe hat, liegt es nahe, themenbezogen zur Marke, zum Unternehmen oder zum Produkt zu posten.
  • Bilder und Videos: Auch Google+ bietet die Möglichkeit sowohl Bilder als auch Videos zu posten.
  • Beste Zeit zum Veröffentlichen von Beiträgen: Laut Studien ist die beste Zeit wochentags, zwischen 09:00 und 11:00 Uhr.
  • Schlagworte, Keywords, Veranstaltungen mit #
  • Verlinkung zu anderen Usern mit +.

Pro: Gute Möglichkeiten wie z.B. eigene Kreise, Communities und Video-Hangouts. Hohe Interaktionsrate.
Kontra: Google+ ist ein eher „ruhiges“ Netzwerk, über dessen zukünftige Existenz viele Gerüchte im Umlauf sind …

LinkedIn und Xing

  • Ansprache: Ganz klar: aktiv. Ob „Du“ oder „Sie“ kann jeder selbst entscheiden und entsprechend der Unternehmensphilosophie weiterführen.
  • Zielgruppe: Business: Mitarbeiter, Bewerber und Kunden.
  • Aktive Nutzer: In diesen Netzwerken ist es schwierig zwischen aktiven und passiven Nutzern zu unterscheiden. Jedenfalls gibt es derzeit ca. 7,7 Mio. Xing-Mitglieder in der DACH-Region. Bei LinkedIn sind es 5 Mio.
  • Unternehmensrelevante Inhalt: Anders als bei Facebook und Twitter sollten hier wirklich nur unternehmensrelevante Inhalte gepostet werden.
  • Beste Zeit zum Veröffentlichen von Beiträgen: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 07:00 bis 09:00 Uhr.

Pro: Hohe Seriosität und Benutzerfreundlichkeit.
Kontra: Kleine Nutzerschaft, sehr spezielle Zielgruppe.

Pinterest und Instagram

  • Ansprache: Da diese Netzwerke zu 95 Prozent aus Bildern bestehen, gibt es nicht viele Ansprachemöglichkeiten. Wenn jedoch über Hashtags oder kleine Texte kommuniziert wird, dann mit persönlicher Ansprache.
  • Zielgruppe: Jung und/oder fotoaffin.
  • Aktive Nutzer: Auch hier gibt die Plattform keine offiziellen Zahlen heraus. Einer Befragung zufolge ist jeder 10. Internetnutzer bei Pinterest angemeldet. Das würde bedeuten, dass 6 Mio. Deutsche einen Account besitzen. Ob das so glaubwürdig ist …? Instagram hingegen wird auf 4,2 Millionen deutsche Nutzer geschätzt (Quelle: buggisch.wordpress.com).
  • Bilder: Bilder, Bilder, Bilder! Die beiden Key-Player unter den Bilder-Sharing-Plattformen setzen beinahe ausschließlich auf Bilder.
  • Beste Zeit zum Veröffentlichen von Beiträgen: Samstag 14:00 bis 16:00 Uhr und 20:00 bis 24:00 Uhr.
  • Emotionen: Je emotionaler die Bilder sind (in jeder Hinsicht), desto besser.
  • Schlagworte, Keywords und Veranstaltungen mit #

Pro: Emotionen können optimal transportiert werden. Bei Produkten, die bildlich schön anzusehen sind ein Muss.
Kontra: Wenig Interaktion, kaum Informationstransfer möglich, kaum Features vorhanden, sehr reduzierte Möglichkeiten = weniger Stress (für den Einen ein Pro, für den anderen ein Kontra 😉 ).

Fazit

Jede Social-Media-Plattform hat ihre Stärken und Schwächen. Somit muss jeder individuell für seine Website das passende Netzwerk finden. Bei allen ist es aber wichtig, nicht mit den Postings zu übertreiben oder das Posten gar schleifen zu lassen. Auch wenn es auf den ersten Blick nach einer zeitsparenden Werbemöglichkeit aussieht, ist sie ziemlich umfangreich. Intensive Gedanken über die Strategie sowie die in diesem Artikel erwähnten Punkte und ein gewisses Maß an Arbeit müssen auch hier investiert werden.

Geschrieben von

Aylin ist Consultant Paid Media bei rankingCHECK. Neben der täglichen Anwendung der SEM-Disziplinen schreibt sie regelmäßig Beiträge für den rankingCHECK Blog. Den harmonischen Ausgleich holt sie sich bei spannenden Kicker-Matches und sonnigen Spaziergängen mit ihrem Hund.

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Ein Kommentar

Iokio schrieb am 21. Oktober, 2015 @ 15:27

Hey, danke für den super Beitrag 🙂

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