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Co Citations: Linkaufbau ohne Linkgeiz

Wer sich mit dem Thema organischer Linkaufbau beschäftigt müsste mit Sicherheit auch schon einmal über den Begriff Co Citations gestolpert sein. Wobei ich allerdings glaube dass noch nicht jeder SEO dieses Thema so genau auf dem Schirm hat. Zu dieser Aussage komme ich, weil man unter Co Citations bei Google.de nämlich auf den ersten Blick gerade mal zwei deutschsprachige Artikel finden kann, beide übrigens von @cemper_at.

Im Wesentlichen handelt es sich bei einer Co Citation um einen Link innerhalb eines Artikels, der nicht auf das eigene Projekt, sondern auf eine andere optimalerweise themenverwandte und vertrauensvolle Website verweist. Wer jetzt nicht genau weiß worum es dabei genau geht sollte sich mal diesen Artikel durchlesen oder sich fünf Minuten Zeit nehmen um dieses Video ansehen:

Ich habe über dieses Thema mal etwas genauer nachgedacht und musste mich direkt an diesen Post über Linknetzwerke auf www.boeserseo.com und vor allem das darin enthaltene Fazit erinnern:

„Scheiss auf den Linkgeiz. Linkgeiz kann […] sogar für das eigene Linknetzwerk gefährlich sein“

Doch was haben die Begriffe Co Citation und Linkgeiz jetzt wieder miteinander zu tun? Ganz einfach: Co Citations kommen durch Linkgeiz gar nicht erst zustande! So kommen viele Webmaster und SEOs aufgrund von Wettbewerbsdruck oder was auch immer gar nicht erst auf den Gedanken einen ausgehenden Link auf eine andere Website zu setzen. Der Wert ausgehender Links wird dabei aber eindeutig unterschätzt, das Internet ist ja schließlich keine Einbahnstraße. Dabei gibt es vor allem zwei Argumente, die sowohl die schwarze als auch die weiße Seite der Suchmaschinenoptimierung überzeugen dürften:

1) Co Citatons & Linknetzwerke

Der Einfachheit halber nimmt man an, ein Webmaster betreut 10 verschiedene Blogs auf denen er Artikel einstellt, die auf seine 3 SEO-Projekte verweisen. Ohne Co-Citations wären es also genau 3 Seiten die exakt das gleiche Linkprofil aufweisen. Das müsste ja ziemlich schnell algorithmisch zu erkennen sein, hier will ich aber nicht weiter drauf eingehen, das war ja genau das Thema in einem der obengenannten Blog-Posts.

2) Co Citation & Good Neighborhood

Der Google-Algorithmus baut ja im Wesentlichen auf Links auf. Und im „echten Internet“ bedeuten Links ja nichts anderes als ernstgemeinte Empfehlungen die den Lesern einen Mehrwert bringen sollen. Wenn in einem Artikel neben der eigenen Website also noch eine andere sehr vertrauensvolle Website empfohlen wird, unterstellt Google an dieser Stelle mit Sicherheit einen für die eigene Seite positiven Zusammenhang. Dies würde bedeuten, dass sich die eigene Seite in einer vertrauensvollen Nachbarschaft befindet. BTW: Genau deswegen habe ich ja auch andere Artikel innerhalb meines Posts mit einen Link weiterempfohlen 😉 Natürlich sollte man in diesem Zusammenhang aber versuchen, dass nicht gerade der Hauptkonkurrent jedes Mal die Co Citation erhält.

Was kann ich also tun?

Man sollte sich auf jeden Fall die eingehenden Links seiner Website mal genauer ansehen und dabei die Co Citations prüfen. Sieht man jetzt dass die eigene Seite überhaupt nicht zum Thema der Seite bzw. den anderen angelinkten Seiten passt, sollte man sich überlegen etwas zu unternehmen. Noch viel schlimmer sind Co Citations in Form von Footerlinks, die aus sinnlos aneinandergereihten Ansammlungen von Verweisen aus allen möglichen Themengebieten bestehen. In diesem Blogpost hat Hanns übrigens gezeigt, dass mit dieser Form von Links immer noch gearbeitet wird.

Um wiederum für den eigenen Linkaufbau passende Ziele für Co Citations zu finden gibt man einfach die eigene Firma bzw. den eigenen Brand bei Google ein und klickt auf „Ähnliche“:


Natürlich erhält man hier nicht automatisiert eine perfekte Liste, allerdings fand ich die Vorschläge schon sehr gut. Unsere Nachbarschaft scheint ganz nett zu sein 😉

Fazit

Hier habe ich bzw. @boeserseo das Fazit ja eigentlich schon vorweg genommen: Linkgeiz braucht kein Mensch!

P.S.: Ja ich weiß dass unsere Kommentarlinks auf nofollow gestellt sind. Das haben wir damals so entschieden wg. der ganzen Spamproblematik. Dass wir hier allerdings nicht geizig mit ausgehenden Links sind erkennt ihr ja an den ausgehenden Links in unseren Artikeln.

Head of Inbound Marketing & King of Tablesoccer – Blogger @rankingCHECK – Privates gibt es hier in meinem Travel- und Foodblog

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15 Kommentare

Christoph schrieb am 10. August, 2010 @ 9:48

Guter Artikel, danke dafür!

Man muss ja auch nicht immer dem direkten Konkurrenten den Link geben, der das gleiche Produkt verkauft wie ich. Möglich ist ja auch z.B. zu Wkipedia zu linken. Ich denke, dass ist ne gute Möglichkeit ne trusted Seite anzulinken die auch dem User meistens einen Mehrwert bietet!

Sehe ich das Richtig oder gibts andere Meinungen dazu?

Sebastian aus Köln schrieb am 10. August, 2010 @ 10:06

Hallo Marcel,
übersichtlicher Artikel zu Co-Zitationen! Wir haben systematische SEO-Tests durchgeführt und vor allem bei älteren Seiten scheint es in der Tat so zu sein, dass die Seiten bevorzugt werden (bei gleichem Inhalt und Inbound-Links), die auch themenrelevante, ausgehende Links haben.

Frohes Verlinken!
-sebastian

Olli schrieb am 10. August, 2010 @ 11:07

Die Geschichte mit dem Linkgeiz ist ja ganz nett nur wenn man den 100sten SEO der spamt im Blog hat, welcher einen Beitrag schreibt welcher einfach lieblos ist aber der Link in einen völlig irrelevanten Shop, in eine lieblos gemachte “SEO” Seite geht dann denkt man über den Linkgeiz wirklich anders. Ich glaube man sollte sich schon fragen “Bringt meinen Lesern dieser Link jetzt einen Mehrwert”.
Von daher ist Linkgeiz schon angebracht sofern es sich Angebote handelt, welche darauf spekulieren, dass man den Link nicht entfernt.

SEOPunk schrieb am 10. August, 2010 @ 12:13

Ich sage es immer so herum: Schreib mal ne Diplomarbeit und gib nur einen Quellennachweis an. Die wird mit Sicherheit besser bewertet als eine, die Sehr viele Quellenverweise angibt. Das zeigt dann nämlich, dass der Autor sich mit dem Thema wirklich beschäftigt hat. Das lässt sich auf Online Artikel und externe Links genauso umsetzen.

Loewenherz schrieb am 10. August, 2010 @ 12:59

Danke! Co-Citation ist für mich seit langem ein wichtiges Thema, war auch Teil meines Vortrags auf der Campixx. Nur fehlte die Zeit, darüber zu bloggen. Ihr habt meine volle Zustimmung! (außer für ständiges nofollow bei Kommentaren *g*).

Marcel Becker schrieb am 10. August, 2010 @ 14:14

@Olli: Stimmt, man sollte immer abwägen ob ein Link auch eine echte Empfehlung ist und somit einen Mehrwert bietet.

@Seopunk: Netter Vergleich, ich denke aber dass man da genau das richtige Maß finden muss. Zu viele Quellen bedeutet, dass man sich evtl. selber nicht genug mit dem Thema beschäftigt hat. Zu wenige Quellenangaben können aber auch bedeuten, dass man kopiert und das Ganze verschleiern will, was im Internet ja in der Regel blitzschnell aufgedeckt wird. Kann mich da noch an so ein Bsp. mit irgendeiner 100er Liste in den letzten paar Wochen erinnern, die sich derjenige auf die eigene Kappe schreiben wollte obwohl es nur eine Kopie aus einem Ami-Blog war.

SEOPunk schrieb am 10. August, 2010 @ 21:02

@Marcel Becker: Klar es ist immer alles relativ. Genauso wie es kopierte Areiten gibt die gut bewertet werden gibt es auch originale mit guten Quellangaben die schlecht bewertet werden, weil sie am Thema vorbei sind. Das mit der 100er Liste war übrigens vor über einem Jahr 😀

Marcel Becker schrieb am 11. August, 2010 @ 11:03

@seopunk: hmm entweder hab ich mein Zeitgefühl jetzt völlig verloren oder ich meine eine andere Liste, ist beides gleich wahrscheinlich 😉

Felix Buller schrieb am 11. August, 2010 @ 20:36

Weitere ausgehende Links steigern den Trust für den Linkgeber und auch für den “Hauptlink”. Dies sollte man jedoch etwas langfristiger betrachten und seine Linkgeber darauf ausrichten.

Für mein Linknetzwerk nutze ich meist mehrere Links, in manchen Artikeln aber auch nur einen. Die Mischung machts-> organisch.

An alle SEO´s: Denkt auch daran vll. einige Artikel ohne Links zu schreiben und auch Artikel, welche nur Links auf enorm trustige Seiten beinhalten.

Fazit: Wer mit seinen Linkgebenden Seiten immer nur! auf typische SEO-Seiten verlinkt fällt auf und wird ggf. jetzt schon anders bewertet.
Daher kann ich diesem sehr schönen neuen Begriff seine Daseinsberechtigung ausprechen: Co Citations machen Google das Leben schwer und sorgen für ein *ichliebedieseswort* organisches Bild.

@Marcel: Guter Artikel um festgefahrene SEO´s mal wieder etwas wachzurütteln! Wird gezwitschert 🙂

Reinhard Sommer schrieb am 12. August, 2010 @ 15:19

…….wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind ausgehende themenrelevante Links keinesfalls schädlich sondern fördern sogar die Linkbildung. Ich habe das ausprobiert und habe unter News die Messeveranstaltungen aufgeführt die wir als Caterer bzw. als Getränkelieferant beliefern.
Nun ist mir aufgefallen das Googlebot mehrfach am Tag vorbeikommt und früher also bevor ich die ausgehenden Links geschaffen hatte nur zwei bis dreimal im Monat vorbei kam. Bin gespannt wie sich die Sache entwickelt.
Mein ausgehenden Links findet Ihr hier: http://www.exhibition-service-sommer.de/news.php

Inez schrieb am 18. September, 2010 @ 22:41

Ich dachte zuerst: wieder was gaanz Neues…?? Okay, das Phänomen kannte ich, nur die Bezeichnung war mir neu.
BTW: in den “Anfangszeiten” war es praktisch Standard, dass man zu interessanten Websites linkte, die sich mit ähnlichen Themen befassten. Genau diese *Link-Tipps* bildeten schließlich auch den sog. Mehrwert für den User, von dem doch immer noch so viel die Rede ist…

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