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Checkliste: 25 Faktoren für erfolgreiches Online-Marketing im Jahr 2014

Es ist nicht immer leicht, in der Online-Marketing-Branche, die sich ständig im Wandel befindet, den Überblick zu behalten. Bei der Flut von Informationen und Neuerungen, die jeden Tag verfügbar sind, muss man sich entscheiden, auf welche Maßnahmen man seinen Fokus legt, und welchen Hype man lieber an sich vorbeiziehen lässt. Unsere Liste mit 25 Faktoren für erfolgreiches Online-Marketing im Jahr 2014 soll euch dabei helfen, den Überblick zu behalten und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Mit Sicherheit ist die Liste nicht vollständig und jeder von euch hat Punkte, die er gerne hinzufügen möchte. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass Unternehmen, die diese 25 Punkte dieses Jahr noch umsetzen, im Online-Marketing besser aufgestellt sein werden, als 99% ihrer Konkurrenz.

Die Checkliste könnt ihr per Klick auf das Bild als PDF herunterladen:

 

Details und weitere Lese-Empfehlungen zu den einzelnen Punkten findet ihr in diesem Artikel. Als Dankeschön freuen wir uns natürlich, wenn ihr den Artikel über Google+, Twitter, Linkedin etc. weiterverbreitet.

Inhaltsangabe

 

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Das Fundament: Ganzheitliches Denken & Zielgruppenanalyse

Der erste Abschnitt unserer Checkliste beschäftigt sich mit der allgemeinen Denkweise, mit der man ans Online-Marketing herangeht. Heutzutage wird es immer wichtiger, ganzheitlich und zielgruppenorientiert zu denken.

Ganzheitliches Online-Marketing-Denken verinnerlichen

Was ist ganzheitliches Online-Marketing? Natürlich dürft ihr weiter Spezialisten in einer bestimmten Disziplin des Online-Marketings sein. Vergesst aber nicht den Blick über den Tellerrand! ALLE Disziplinen des Online-Marketings sind eng miteinander vernetzt und können voneinander profitieren. Es ist wichtig, immer das große Ganze zu sehen.

Zur Verdeutlichung hier ein konkretes Beispiel für ganzheitliches Denken im Online-Marketing: Ein Hersteller von Tiernahrung erstellt einen Video-Clip, der das Ziel hat „viral zu gehen“, um die Marke ins Bewusstsein möglichst vieler Haustierbesitzer zu rufen. Star des Videos ist der clevere Welpe Diego, der die Zuschauer mit seinen Tricks verzückt. So weit, so gut. Da das Unternehmen allerdings ganzheitliches Online-Marketing verinnerlicht hat, denkt es einen Schritt weiter: Im Vorfeld überlegt man sich, nach welchen Begriffen Nutzer suchen werden (z.B. „welpe diego“ oder „video hund tricks“), nachdem Sie dieses Video gesehen haben oder wenn sie davon hören.

Zu diesen Begriffen werden Landing-Pages erstellt, die dann über SEA beworben werden und auch für die entsprechenden Begriffe suchmaschinenoptimiert werden. Die Landing-Pages werden zudem in das Tracking- und Remarketing-Konzept des Unternehmens eingebunden, sie werden zur Lead-Generierung eingesetzt und es werden A/B-Tests zur Steigerung der Conversion-Rate durchgeführt.

Diego bekommt zudem seine eigene Facebook-Seite und fungiert zukünftig als Maskottchen des Unternehmens. So wird die Video-Aktion von allen Online-Marketing-Kanälen unterstützt und alle Bereiche des Online-Marketings profitieren gleichzeitig davon.

Marktsegmentierung & Zielgruppenanalyse durchführen

Hat sich vor gar nicht allzu langer Zeit vor allem im SEO und SEA und sogar im Display-Targeting noch alles um Keywords gedreht, so stehen heute ganz klar die Zielgruppen und Nutzerbedürfnisse im Vordergrund. Wir Online-Marketer bedienen uns nun auf einmal an dem, was die klassischen Marketer schon immer gepredigt haben. Warum? Weil sie einfach Recht haben!

Carsten hat einen tollen Artikel über Marktsegmentierung und Zielgruppenanalyse im (Content-)Marketing geschrieben, den sich jeder Online-Marketer durchlesen sollte:

Leseempfehlung: Marktsegmentierung und Zielgruppenanalyse im (Content-) Marketing

Der Alleskönner: Webanalyse

Wer einen Einstieg in das oben beschriebene ganzheitliche Denken sucht, dem empfehlen wir, sich intensiv mit Webanalyse auseinanderzusetzen. Kommt man aus einem bestimmten Teilbereich des Online-Marketings, z.B. SEA, und analysiert dann in Google Analytics die Zahlen des eigenen Kanals, kommt man fast nicht drum herum, auch einen Blick auf die anderen Kanäle zu werfen. So erkennt man schnell Potentiale und Synergien und lernt, den Blick aufs große Ganze zu richten.

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Auch die Zielgruppenorientiertheit des Online-Marketings wird mehr und mehr in den Webanalyse-Tools widergespiegelt. In Google Analytics kann man sich nun schon seit Längerem demographische Daten und Interessengebiete seiner Nutzer anzeigen lassen. Es ist zu erwarten, dass dies in Zukunft noch weiter forciert wird.

In der Webanalyse gibt es einige wichtige Punkte, die man dieses Jahr abhaken sollte, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Umstellung auf Universal Analytics

Für alle Nutzer dieses mächtigen Tools steht dieses Jahr die Umstellung auf den neuen Betriebsstandard auf dem Programm. Gerade bei ausgefeilten Konfigurationen von Google Analytics kann die Umstellung etwas komplizierter werden, als erwartet. Die wichtigsten Punkte, die es zu beachten gilt, haben wir hier schon einmal zusammengeschrieben:

Leseempfehlung: Unsere besten Tipps zur Umstellung auf Universal Analytics

Offline-Umsätze in Google Analytics tracken

Gerade für B2B-Unternehmen, deren Sales nicht online stattfinden, ist das Tracken von Offline-Umsätzen in Google Analytics immens wichtig. Diese Unternehmen setzen Online-Marketing in erster Linie zur Lead-Generierung ein und müssen natürlich, genau wie jeder andere, in der Lage sein, die Rentabilität ihrer verschiedenen Kanäle zu errechnen. Wie man dies bewerkstelligen kann, beschreiben wir hier:

Leseempfehlung: Universal Analytics im B2B-Online-Marketing

Dieser Ansatz kann übrigens auch für Online-Shops interessant sein, die zusätzlich auch telefonische Bestellungen ermöglichen!

Telefon-Tracking implementieren

An Telefon-Tracking kommt eigentlich kein Unternehmen vorbei, das Telefonnummern auf seiner Website einbindet. In Zeiten von Universal Analytics lassen sich Telefonanrufe voll in Google Analytics integrieren. Man kann also bei jedem Anrufer sehen, über welchen Kanal er gekommen ist, über welche Zielseite er eingestiegen ist, welche Inhalte er sich angesehen hat, und über welche Kampagnen er bei seinen vorherigen Besuchen gekommen ist.

Verknuepfung von Telefon Tracking, Lead-Management und Google-Analytics

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in vielen Fällen mindestens genau so viele Nutzer telefonisch Kontakt aufnehmen, wie schriftlich per Kontaktformular. Es wäre fahrlässig, diese große Menge an Daten zu ignorieren und womöglich falsche Entscheidungen auf Basis unvollständiger Daten zu treffen. Wenn ihr weitere Fragen zu Telefon-Tracking habt, könnt ihr euch gerne bei uns melden. Wir empfehlen euch dann einen für eure Bedürfnisse passenden Anbieter.

KPIs aus der Multi-Channel-Sicht betrachten

Eine Multi-Channel-Analyse ist unerlässlich, wenn man den Wert und das Zusammenspiel aller Online-Marketing-Kanäle betrachten möchte. Die meisten Nutzer kommen mehr als einmal über verschiedene Kanäle auf die Website, bevor sie konvertieren. Google Analytics bietet immer bessere Tools im Bereich der Multi-Channel-Analyse und Attribution, mit denen sich jeder Online-Marketer dringend auseinandersetzen sollte.

Gerade die Auswirkungen von Maßnahmen, die Nutzer früh in der Customer Journey ansprechen, wie z.B. Display-Werbung oder Inbound-Marketing, lassen sich aus der Multi-Channel-Sicht besser erfassen. Wie man Inbound-Marketing-Maßnahmen mit Google Analytics auswerten kann und dabei auch die Multi-Channel-Analyse zu Hilfe nehmen kann, haben wir hier beschrieben:

Leseempfehlung: Inbound-Marketing-Kampagnen mit Google Analytics auswerten

Tracking-Parameter korrekt und umfassend einsetzen und dokumentieren

Gerade wenn man sich mit der Multi-Channel-Analyse befasst, merkt man, wie wichtig es ist, einen möglichst großen Teil seines Traffics korrekt zu erfassen. Bei Google Analytics klaffen hier in der Standard-Konfiguration aus technischen Gründen leider riesige Lücken.

Wenn Google Analytics bei einer Session keine Quelle identifizieren kann, wird der Traffic als Direktzugriff erfasst. Dies kann den Eindruck vermitteln, dass viele User die Domain direkt in die Navigationsleiste des Browsers eintippen oder eine URL der Domain als Lesezeichen gespeichert haben. Oft ist es jedoch so, dass der Traffic tatsächlich aus vielen verschiedenen Quellen kommt, die Google Analytics nicht identifizieren kann.

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Unser kostenloses Spreadsheet zur Erstellung und Dokumentation von Tracking-Parametern für Google Analytics schafft hier Abhilfe. Nähere Infos und das Spreadsheet zum Kopieren gibt es hier:

Leseempfehlung: Kostenloses Spreadsheet für bessere Daten in Google Analytics

Google glücklich machen: SEO-Basics & Website-Technik

SEO wurde in der Vergangenheit (und wird immer noch) gerne als Zauberei verkauft. Die Realität sieht anders aus. Wenn man sich nicht gerade in irgendwelchen dunklen Affiliate-Nischen herumtreibt, ist SEO ein ehrliches Handwerk und mit harter Arbeit verbunden.

In seriös agierenden Unternehmen bedeutet SEO in erster Linie, dass man alles versucht, um seine Website für Suchmaschinen möglichst gut indexierbar und interpretierbar zu machen und dabei auch dem Nutzer einen Mehrwert durch besser strukturierte, benutzbarere und interessantere Inhalte zu bieten.

Alle relevanten Suchmaschinen-Vorgaben umsetzen

Das oben beschriebene Ziel der guten Indexierbarkeit und Interpretierbarkeit einer Website kann man meist schon erreichen, indem man sich „einfach“ an die Vorgaben für Webmaster von Google, Bing & Co. hält. „Einfach“ steht in Anführungszeichen, da es so einfach meist gar nicht ist! Die Vorgaben sind sehr umfangreich und ohne SEO-Erfahrung ist es schwer herauszufinden, welche Vorgaben für welche Art von Website relevant sind.

Hier empfiehlt es sich, den Rat eines Experten einzuholen. Ein erfahrener SEO kann die Risiken und Potentiale einer Website in Bezug auf Indexier- und Interpretierbarkeit ausfindig machen und die umfangreichen Vorgaben von Google so aufbereiten, dass sie für den SEO-Laien verständlich und umsetzbar sind.

Da sich die Vorgaben und die Möglichkeiten, die Google und weitere Suchmaschinen Webmastern bieten, ständig ändern, sollte man hier auch unbedingt am Ball bleiben. SEO in seriösen Unternehmen besteht nicht aus Magie und Zaubertricks, sondern aus einer sauberen und zeitgemäßen technischen und inhaltlichen Aufbereitung aller Daten für Nutzer und Suchmaschinen.

Regelmäßige SEO-Qualitätssicherung einrichten

Um mögliche Probleme im Bereich SEO schnell zu identifizieren und sofort darauf reagieren zu können, sollte man unbedingt ein System zur regelmäßigen Qualitätssicherung einführen. Hier empfiehlt es sich, die wichtigsten Messwerte aus verschiedenen SEO- und Webanalyse-Tools regelmäßig zu überprüfen und zu dokumentieren. Je nach Größe und Wichtigkeit des Projekts kann diese Überprüfung in einem wöchentlichen, zweiwöchentlichen oder monatlichen Rhythmus stattfinden.

Zu den Tools, die für diese Qualitätssicherung unerlässlich sind, zählen die Webmaster Tools von Google und Bing, SEO-Monitoring Tools wie Sistrix oder Searchmetrics und Webanalyse-Tools wie Google Analytics. Die wichtigsten SEO-Kennzahlen aus diesen Tools können regelmäßig in einem Spreadsheet festgehalten werden und so auf einen Blick verfügbar und auch mit historischen Daten vergleichbar gemacht werden.

Kontinuierliche Snippet-Optimierung betreiben

Die Snippets in den Google-Suchergebnissen sind oft der erste Kontaktpunkt von Unternehmen mit potentiellen Kunden. Sie sollten als Aushängeschild des Unternehmens behandelt werden. Genau so, wie man im SEA-Bereich Textanzeigen gegeneinander testet, sollte man auch mit seinen Snippets experimentieren und sie vor allem aktuell halten.

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Website-Betreiber sollten also ein Kontingent für kontinuierliche Snippet-Optimierung einplanen, anstatt die Titles und Meta-Descriptions einmal zu erstellen und dann einfach so zu lassen. Zudem gibt es auch immer wieder neue Möglichkeiten, Einfluss auf die Gestaltung der Snippets zu nehmen, auch hier sollte man also am Ball bleiben.

Leseempfehlung: CTR-Optimierung – Datenbasis finden

schema.org einbinden

Eine der oben erwähnten Möglichkeiten, Einfluss auf die Gestaltung der Snippets zu nehmen, ist die Auszeichnung von Website-Daten mit schema.org. Darüber hinaus hilft schema.org den Suchmaschinen auch bei der Interpretation von allen erdenklichen Datentypen, was gerade in Zeiten des semantischen Web immens wichtig ist.

Die Auszeichnung aller relevanten Datentypen mit schema.org sollte heute absoluter Standard sein, leider haben hier aber die meisten SEOs und Webmaster (wir nehmen uns da selbst nicht raus) den Startschuss verpasst. Also, ran an die Buletten!

Website auf https umziehen

Google propagiert seit einiger Zeit sehr offensiv einen Umzug sämtlicher Websites auf https. Man munkelt, dass https-Websites in Zukunft sogar von Google bevorteilt werden könnten, auf solche Gerüchte sollte man sich allerdings nicht verlassen.

Definitiv feststellen lässt sich allerdings, dass https weniger Probleme bei Ladezeiten verursacht, als noch vor einigen Jahren, dass sichere Verbindungen bei Nutzern immer populärer werden, und dass https-Websites einen Vorteil in der Webanalyse haben: Eine Übergabe des Referrers findet von https zu http in der Regel nicht statt, von https zu https aber doch.

Wer anders als bei schema.org hier den Startschuss nicht verpassen möchte, der sollte für dieses Jahr einen Umzug seiner kompletten Website auf https einplanen. Wer jetzt noch zweifelt, wird das nächstes Jahr um diese Zeit anders sehen, versprochen!

Website mobile-tauglich machen

Es ist eigentlich zum Verzweifeln, dass man das im Jahr 2014 noch erwähnen muss: Websites müssen mobile-tauglich sein! Schaut mal bei Jasper vorbei, wenn ihr in diesem Bereich noch Nachholbedarf habt:

Leseempfehlung: Googles Empfehlungen zum Mobilen Webdesign

Das Herzstück: Inhalte

Bei dem ganzen Technik-Kram, den man als Website-Betreiber beachten muss, verliert man leider oft den Blick fürs Wesentliche: Die Inhalte. Viel zu viele Websites haben lieblos geschriebene, schlecht recherchierte und fehlerhafte Texte, grauenvolle Bilder und langweilige Videos. Zum Glück werden Google & Co. immer besser in der qualitativen Bewertung von Inhalten, sodass viele Website-Betreiber anfangen zu begreifen, dass sie ihre Inhalte nicht weiter vernachlässigen dürfen.

Inhalte nicht mehr für Keywords, sondern für Nutzerbedürfnisse erstellen

Hier jetzt mal eine Ansage: Der Begriff „SEO-Text“ ist ab sofort offiziell verboten! Inhalte werden nicht für Suchmaschinen erstellt, sondern ausschließlich für Nutzer! Was wollen eure potentiellen Kunden, was hilft Ihnen weiter? Bevor ihr eure Energie in 100 weitere spammige „SEO-Seiten“ (dieser Begriff ist übrigens auch ab sofort verboten) investiert, programmiert doch lieber ein nützliches Online-Tool für eure Zielgruppe oder stellt euch einmal pro Woche zu einer bestimmten Zeit für einen öffentlichen Chat zur Verfügung. DAS sind Inhalte!

ALLE Inhalte kontinuierlich optimieren

Jeder Website-Betreiber sollte alle Unterseiten seiner Website ständig weiterentwickeln. Vor allem Online-Shop-Betreiber tun sich schwer mit der Optimierung ihrer Produkt- oder Kategorie-Seiten und fragen sich, wie sie die Produktbeschreibungen zum einhundertsten Mal so umschreiben können, dass sie nicht identisch mit den Texten der Konkurrenz sind. Das ist definitiv der falsche Ansatz!

Eher sollte man sich fragen, wie die jeweilige Unterseite dem Nutzer mehr wertvolle Informationen bieten kann: Bessere Fotos, genauere Infos, praktische Anwendungsbeispiele, eigene Nutzerbewertungen, Tutorials, Tipps & Tricks, häufig gestellte Support-Fragen, und so weiter und so fort. Selbst der langweiligste Shop kann so zu einem Online-Abenteuerspielplatz werden.

Die kontinuierliche Optimierung von Inhalten eignet sich übrigens auch besonders gut für Blog-Artikel. Alte Blog-Artikel sind wahre Schätze, die man regelmäßig aufpolieren und neu präsentieren sollte!

Zielgruppe in allen Bereichen der Customer Journey ansprechen

Ja, es stimmt, “Customer Journey” klingt eigentlich wie ein nerviges Buzzword, aber die Betrachtung der “Reise des Kunden” ist einfach sauwichtig, vor allem bei der Content-Planung. Als Unternehmen mit einer ernstzunehmenden Online-Präsenz braucht man heutzutage einfach Inhalte, die den Nutzer in allen Stadien dieser Reise begleiten.

Hat man seine Zielgruppe identifiziert, kann man für sie interessante Inhalte erstellen, um sie erst einmal auf die eigenen Produkte oder die eigene Marke aufmerksam zu machen. Diese Inhalte müssen nicht einmal besonders nah am Produkt sein, wichtig ist eher, dass die für die Zielgruppe möglichst relevant sind und die Markenbotschaft transportieren. Ein Extrembeispiel (im doppelten Sinne des Wortes) hierfür ist Red Bull. Der Energy-Drink-Hersteller investiert Millionen (oder Millarden?) in (Extrem-) Sport-Events und ihre Promotion, um die eigene Marke bekannter zu machen.

Auch später in der Customer Journey, z.B. beim Vergleich von verschiedenen Angeboten und Preisen, sollte man dafür sorgen, für seine potentiellen Kunden immer die passenden Inhalte bereit zu halten. Die meisten Markennamen werden auch in Kombination mit Begriffen wie “test”, “erfahrungen” etc. gesucht. Auch hier kann man Nutzer noch einmal mit dem richtigen Content abholen.

Täglich daran arbeiten, als Branchen-Experte wahrgenommen zu werden

Unternehmen und ihre Mitarbeiter, die online erfolgreich erfolgreich sein möchten, sollten jeden Tag daran arbeiten, als Branchenexperten wahrgenommen zu werden. Jeder kann hier seine eigenen Wege finden, je nachdem, womit er sich am wohlsten fühlt. Man kann bloggen, man kann sich in sozialen Netzwerken wie Linkedin und Xing austoben, man kann auf Events und Konferenzen gehen und “networken” (aka saufen…) oder selbst Vorträge halten. Man kann Videos drehen, Podcasts starten, Support-Hangouts organisieren oder Infografiken entwerfen. Man kann seine Präsentationen auf Slideshare hochladen, vor Schülern und Studenten Vorträge über den eigenen Berufsalltag halten, oder einen Tag der offenen Tür im Unternehmen organisieren…

rankingCHECK Zertifikate: Google Patner, BVH Business Partner, BVDW SEA 2014 und Bing Accredited Professionals

Die Möglichkeiten sind unendlich und all das sind Inhalte (Content)! Wichtig ist, dass diese Einstellung fest in der Unternehmenskultur verankert wird und möglichst viele Mitarbeiter dazu ermutigt werden, mitzuwirken, und auch die notwendigen Freiheiten und verfügbaren Zeiten eingeräumt bekommen.

Das Sprachrohr: Social Media

Social Media ist für jedes Unternehmen, egal ob es im B2C- oder B2B-Bereich unterwegs ist, ein wichtiger Kanal, um die eigenen Inhalte und Werbebotschaften zu verbreiten. Wichtig ist hier, den richtigen Mix und die richtige Ansprache zu finden.

Alle relevanten Netzwerke mit passenden Inhalten bedienen

Unternehmen sollten je nach Branchen und Zielmärkten, in denen sie unterwegs sind, die passenden sozialen Netzwerke für sich identifzieren und sich auf diese konzentrieren. Nicht jeder erreicht seine Zielgruppe optimal auf Facebook, dafür eröffnen sich manchen Unternehmen beispielsweise Möglichkeiten auf Linkedin, Pinterest oder Twitter.

Unternehmen, die international aufgestellt sind, müssen evtl. Netzwerke bedienen, von denen in Deutschland noch nie jemand gehört hat. Wichtig ist zudem, in jedem Netzwerk dann auch die passende Ansprache zu finden. Der größte Fehler, den man im Bereich Social Media machen kann ist, alle sozialen Netzwerke über einen Kamm zu scheren.

Mitarbeiter in das Social-Media-Marketing mit einbeziehen

Die eigenen Mitarbeiter sind der beste Social-Media-Multiplikator, den ein Unternehmen sich wünschen kann. Wenn die eigenen Mitarbeiter in unterschiedlichen Netzwerken aktiv sind und sich dort auch wohlfühlen, kann ein Unternehmen die eigene Markenbotschaft auf eine autentische Art und Weise nach außen tragen.

Eine große Herausforderung ist es hier, das richtige Mittelmaß zwischen Kontrolle und Freiheiten zu finden, damit die Mitarbeiter im Sinne des Unternehmens handeln, aber sich dennoch mit ihrer Rolle identifizieren können und Authenzität transportieren.

Alle relevanten Unternehmensbereiche in das Social-Media-Marketing mit einbeziehen

Social Media ist nicht nur für die Marketing-Abteilung eines Unternehmens ein wichtiger Kanal, sondern beispielsweise auch für den Support und das Recruiting. Wenn die unterschiedlichen Units Hand in Hand arbeiten und sich gut abstimmen, profitieren alle Unternehmensbereiche davon. Ein guter Support über Twitter wird z.B. auch von potentiellen Neukunden wahrgenommen und kann den Vertrieb fördern.

Google Authorship einrichten

Der Fortbestand des Nutzens von Google Authorship wurde in den vergangenen Wochen von einigen Online-Marketern angezweifelt, nachdem Google entschieden hatte, Autorenbilder nicht mehr in den Google-Snippets anzuzeigen. Authorship kann allerdings noch viel mehr, als Snippets in den SERPs aufzuhübschen.

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Wer sich eine gute Reputation als Online-Autor aufbaut, wird in der Branche wahrgenommen und gibt dem eigenen Unternehmen ein Gesicht. Unternehmen sollten alle Mitarbeiter, die an der Redaktion von Online-Inhalten beteiligt sind, dazu ermutigen, als Autoren ihrer Inhalte aufzutreten und der Öffentlichkeit auch für Rückfragen zur Verfügung zu stehen. Die Einrichtung von Google Authorship ist hierbei im Prinzip nur eine technische Umsetzung dieses Bewusstseins für die eigenen Inhalte.

Von einer guten Autoren-Strategie profitieren nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Mitarbeiter selbst. Und selbst ein Kollege, der ein Unternehmen verlässt und woanders sein Glück findet, stärkt mit seinen zukünftigen Aktivitäten als Autor weiter die Inhalte, die er einmal für sein ehemaliges Unternehmen erstellt hat.

Für mehr Power: Paid-Traffic-Strategie

So schön die Illusion auch ist, dass man mit Social Media und Content-Marketing top-relevante Zielgruppen fast von alleine erreichen kann, wird kein Unternehmen daran vorbeikommen, auch erhebliche Summen in die verschiedenen Paid-Traffic-Kanäle zu investieren. Mit der richtigen ganzheitlichen Strategie und mit cleveren Auswertungen kann man sein Budget allerdings so effizient einsetzen, dass sich die Investition immer auszahlt.

Ganzheitliche Paid-Traffic-Strategie implementieren

Paid-Traffic-Kanäle wie Display Advertising oder Paid Search sind wohl die Bereiche im Online-Marketing, die am stärksten von einer Tunnelblick-Mentalität bedroht sind. Man kann sich z.B. im AdWords-Konto totoptimieren, und dabei sogar Teilerfolge vorweisen, ohne auch nur einmal den Blick über den Tellerrand zu wagen.

Es ist wichtig, dass die Account-Manager im Bereich Paid Traffic sich mit allen anderen Beteiligten im Online-Marketing austauschen und Ihre Maßnahmen an aktuelle Strategien anpassen. Eine Content-Marketing-Kampagne kann z.B. wunderbar mit Display, AdWords und gesponserten Meldungen in sozialen Netzwerken befeuert werden.

Kampagnen für alle Bereiche der Customer Journey

Auch die Paid-Traffic-Kampagnen eines Unternehmens sollten, ähnlich wie die weiter oben beschriebenen Inhalte, Nutzer in allen Stadien Ihrer Reise bis zum Kauf ansprechen. Viel zu gerne arbeitet man bei bezahltem Traffic derart Conversion-orientiert, dass man vergisst, Nutzer schon sehr früh im Kaufentscheidungsprozess anzusprechen und sie auch im Verlauf ihrer Entscheidungsfindung immer wieder abzuholen.

 

Ramona hat vor Kurzem einen Artikel darüber geschrieben, wie man die Customer Journey in seine Paid-Traffic-Strategie mit einfließen lassen kann:

Leseempfehlung: Eine Einführung in die Customer Journey

Synergien mit anderen Bereichen des Online-Marketings nutzen

Wer Paid-Traffic-Kampagnen betreut, sollte immer im Hinterkopf behalten, wie sehr diese Kampagnen von Erkenntnissen aus anderen Bereichen des Online-Marketings profitieren können und wie wertvoll die Daten aus den Paid-Traffic-Kampagnen auch für andere Disziplinen sind. Die Keyworddaten aus AdWords sind beispielsweise eine wahre Goldgrube für SEO und die Performance verschiedener Landing-Pages über organische Traffic-Quellen können sehr aufschlussreich für die Kampagnenplanung im bezahlten Bereich sein.

Sinnvolle Auswertungsmodelle für Paid-Traffic-Aktivitäten einsetzen

Um seine Maßnahmen im Bereich Paid Traffic, die Nutzer in verschiedenen Stadien der Customer Journey ansprechen, vernünftig auszuwerten, empfiehlt es sich, unterschiedliche Attributionsmodelle für unterschiedliche Maßnahmen anzuwenden. Display-Kampagnen werden beispielsweise bei einer Last-Click-Betrachtung im vergleich zu einer Brand-Keyword-Kampagne sehr schlecht abschneiden, dafür bei einer First-Click-Betrachtung umso besser.

Thorsten von den internetwarriors hat einen schönen Artikel für Einsteiger in das Thema Attribution geschrieben:

Leseempfehlung: Attribution, was ist das eigentlich?

Tl;dr? Weitere Leseempfehlungen?

Too long; didn’t read? Natürlich ist dieser Artikel nicht dafür gedacht, ihn in einem Rutsch runterzulesen! Er soll vielmehr als Leitfaden beim Abarbeiten der Checkliste dienen. Hinzu kommt, dass man selbstverständlich über jeden der Punkte in diesem Artikel noch viel, viel mehr schreiben könnte!

Habt ihr selber schon mal etwas zu einem der Bereiche geschrieben oder kennt einen guten Artikel? Her damit! Wir verlinken gute und passende Ressourcen gerne an den entsprechenden Stellen. Schickt die Links einfach über Google+.

Hier noch einmal die Checkliste zum Download. Und vielen Dank schon mal fürs Weitersagen!

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Eoghan ist Senior Consultant bei rankingCHECK. Von unserem Standort in Pontevedra (Spanien) aus betreut er internationale und mehrsprachige Online-Marketing-Projekte. “Eoghan” ist irisch und wird wie der englische Vorname “Owen” ausgesprochen. Mehr Lesestoff von Eoghan gibt’s auf www.rebelytics.com.

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6 Kommentare

Taiber Roger schrieb am 9. Juli, 2014 @ 16:17

Super Artikel. Schön zu lesen. Und der Telefontracking Tipp ist Gold wert. Machten wir bisher nicht.

Schon als Respekt vor so einer Arbeit muss man den Artikel ganz und sorgfältig lesen. Und wenn man sich weiter entwickeln möchte gehört dies einfach dazu.

Eoghan Henn schrieb am 9. Juli, 2014 @ 16:25

Vielen Dank für die netten Worte, Roger!

Jens schrieb am 10. Juli, 2014 @ 15:26

Guter Überblick. Danke dafür! Vielen entgeht leider, dass zum Online Marketing mehr als SEO und SEA gehört. Es lohnt sich hier und dort man über den sprichwörtlichen Tellerrand hinaus zu schauen. Diese 25 Faktoren verdeutlichen schön, wie die Zusammenhänge sind.

creutzfeldt schrieb am 11. Juli, 2014 @ 13:28

Sehr cooler Artikel – auch mit den weiterführenden Artikeln. Ich habe mir gleich mal ein paar Punkte rausgeschrieben und auf die To-Do Liste gesetzt. Man verschiebt ja gerne mal “unwichtige” SEO-Faktoren nach hinten.

Seit dem neuesten Google Update würde ich die Vernetzung mit relevanten Autoren und Experten im Netz auf jeden Fall mit einbeziehen. Damit meine ich jetzt nicht die Vernetzung und ein kurzes Hi auf Google+ sondern Gastbeiträge und auch das anwerben relevanter Autoren für die eigenen Seiten. Evtl. auch ein Zusammenschluss zu einem relevanten Magazin / Blog (mobilegeeks hats ja schon vor einiger Zeit vorgemacht).

Elvis Martínez schrieb am 20. Juli, 2014 @ 20:46

Kann man nur empfehlen. Danke!

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