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SEO Sunday: Backlink Tuning aka. Linkstrukturoptimierung

Meine wichtigste Erkenntnis von der wirklich rundum gelungenen SEOKomm letzte Woche ist, dass das Thema Links wieder genauso wichtig ist wie Social. Find ich jut so ;-) Grund genug für mich mal über ein Thema zu sprechen welches mir in der letzten Zeit sehr oft begegnet ist, und zwar das Thema Optimierung der bestehenden Backlinksstruktur. Man mag es ja kaum glauben, aber es gibt sie noch irgendwo da Draußen, die Websites die gar keinen Linkaufbau nötig haben. Ich spreche hier entweder von richtig guten Websites oder halt von den Websites bekannter Brands, das ist so gut wie immer  leider nicht dasselbe. Vorausgesetzt man hat bereits seine Onpage Hausaufgaben gemacht, sollte man sich eigentlich immer hinsetzen und die bereits vorhandene Linkstruktur analysieren und vor allem dann auch optimieren. Wirklich gemacht wird das nur in den seltensten Fällen, hier kann man also immer das ein oder andere rausholen.

Beeinflussbare Faktoren

Hier muss man natürlich erst einmal klären an welchen Schrauben man überhaupt drehen kann. Dabei gibt es Sachen auf die man wenig bis gar keinen Einfluss hat, wie bspw. die inhaltliche Qualität oder die Linkpower der Linkquelle. Klar kann man auch Linkaufbau für seine Backlinkquellen machen, das ist aber wieder ein eigenes Thema. Es gibt allerdings Faktoren die kann man ganz klar beeinflussen. Die wichtigsten davon sind diese drei:

Alles was zum Thema Linktexte momentan wichtig ist hat Julian diese Woche mal in einen ziemlich geilen Blogartikel gepackt. Den müsst ihr unbedingt lesen damit ihr auch das Thema Backlinkoptimierung richtig angehen könnt. Genauso wichtig ist das Thema Deeplink-Ratio, also die Verteilung der Backlinks auf Startseite und Unterseiten. Wie das funktioniert bzw. worauf man achten muss hat Andreas, seines Zeichens Linkbuilding-Chef beim Mediadonis-Team, bereits in diesem Artikel perfekt beschrieben. Somit also auch absolute Lesepflicht wenn ihr eure Backlinkstruktur optimieren wollt. Beim Thema Linkstatus geht es einfach darum das man auch ein organisches Verhältnis von Follow und Nofollow Links hat. Denn nichts ist unnatürlicher als 100% Follow Links, Pflichtlektüre in diesem Bereich ist der Nofollow Artikel bei den SEO Trainees. Ich selbst habe auch schonmal was geschrieben zu diesem Thema und zwar hier.

Vorgehensweise

Hier muss man erst einmal zwei grundlegende Analysen fahren. Als erstes muss man natürlich den Status Quo des eigenen Linkprofils erheben. Jetzt stellt sich natürlich die Frage in welche Richtung kann ich mein Linkprofil optimieren? Google will es so natürlich wie möglich haben, das müsste sich mittlerweile rumgesprochen haben. Nur was ist heutzutage noch natürlich oder organisch? Fragen wir Google doch einfach indirekt selbst indem wir die Linkprofile der Wettbewerber in unserem Keywordumfeld auseinandernehmen. Je mehr Mitbewerber man analysiert desto genauer wird das Bild natürlich. Logik dahinter: Was bei Google vorne steht, ist in Googles Augen natürlich, basta. Ob dies jetzt auch wirklich natürlich ist interessiert uns an dieser Stelle nicht weiter. Also los!

Status Quo der eigenen Website

Als allererstes muss man natürlich seine eigene Linklage kennen. Für meinen Fall werfe ich einfach die mittlerweile nicht mehr wegzudenkenden Linkresearchtools an. Als kostenlose Alternative kann ich für Deutschland an dieser Stelle Backlinktest.com empfehlen, für umme ganz schön mächtig das Tool, siehe Screenshot:

Bewerten sollten bzw. brauchen wir das jetzt noch nicht, dafür müssen erst einmal schauen was die Konkurrenz so zu bieten hat.

Linkanalyse der Konkurrenz

Eigentlich genau das gleiche, nur halt für beliebig viele Wettbewerber. Und hier wird es bei kostenlosen Tools extrem arbeitsintensiv. Jetzt müsste man nämlich per Hand die durchschnittliche Deeplinkratio und den durchschnittlichen Linkstatus (Follow/Nofollow) ermitteln. Noch aufwendiger wird es dann die Linktexte verschiedenen Kategorien wie Brand, Money etc. zuzuordnen und dann dazu den Durchschnittswert zu bilden. Julian hat sich die Arbeit gemacht sogar jede einzelne Konkurrenzdomain nach Linktextkategorien zu analysieren, siehe hier:

Das ich Julians Bild nehmen darf ist übrigens hochoffiziell abgesprochen, hier der Beweis:

Ich bin aber von Natur aus faul und werfe einfach das CLA-Modul der Linkresearchtools an. Der Unterschied zu Julians Analyse liegt daran dass die Konkurrenz hier nicht einzeln aufgeschlüsselt ist, sondern nur der Durchschnittswert ermittelt wird.  Ich gebe also ganz einfach meine Domain und die meiner Wettbewerber ein. Hier wird sofort die Deeplinkratio und der Linkstatus meiner Website mit den Werten der Konkurrenz verglichen. Anschließend muss man sich aber auch bei den Linkresearchtools nochmal hinsetzten und diejenigen Linktexte die nicht automatisch einer Kategorie zugeordnet werden konnten per Hand kategorisieren. Zwar immer noch ein bisschen Arbeit, aber viel weniger als wenn ich das alles komplett per Hand in Excel machen müsste.

Analyse Ergebnisse

Hier auch nur mal eins vorweg: Als unsere Konkurrenz habe ich 5 Websites aus Julians Screenshot genommen, auf Namen und Anmerkungen verzichte ich jetzt mal. Bei uns ist die Ausgangssituation die gleiche, auch wir haben nie bewusst Linkbuilding für rankingCHECK betrieben, alle unsere Links sind echte Links. Und um das Keyword „SEO“ haben wir uns noch nie bewusst gekümmert und planen auch nicht das zu tun. Unser Ranking dafür kenne ich überhaupt nicht. Ich tue aber für diesen Artikel jetzt einfach mal so, also ran an die Arbeit ;-)

Hier wird eins direkt klar: Die Konkurrenz hat im Durchschnitt 10% mehr Follow-Links als wir. Jetzt filtere ich also meine Backlinks nach nofollow-Links und gehe diese Stück für Stück durch und prüfe bei welchen Links ich überhaupt auf diesen Status Einfluss nehmen könnte. Bei 95% der Nofollow-Links handelt es sich in der Regel um Links mit niedriger Qualität aus Bookmarkdiensten, Forenbeiträgen oder Blogkommentaren. Um die geht es natürlich nicht. Aber das ein oder andere Schätzchen findet man immer. Hier ein perfektes Beispiel: In folgendem Screenshot habe ich einen nofollow -Link gefunden der auf unsere Seite zeigt, und zwar aus dem Content eines Blogartikels. Hier würde sich eine Linkstatusänderung auf jeden Fall lohnen:

Eigentlich müsste ich sofort den Telefonhörer in die Hand nehmen und dafür sorgen dass der Link auf follow umgestellt wird. Mach ich aber nicht ;-)

Auch hier direkt ersichtlich: Die Konkurrenz zielt sehr scharf auf die Startseite. Klar da gehört das fetteste Moneykeyword auch hin. Für mich würde das jetzt theoretisch heißen Deeplinks in Startseitenlinks umzuwandeln. Aber vorsicht: Das sollte man wirklich nur bei Linkzielen machen die nicht für andere wichtige Keywords ranken. Also ausschließlich auf Unterseiten bei denen es völlig egal ist ob sie Backlinks haben oder nicht. Wieder gehe ich also meine Backlinkliste durch, die Startseitenlinks rausgefiltert. Bei uns habe ich zum Beispiel ziemlich viele Links auf eine Unterseite gefunden, mit der wir bei dem legendären SEO Contest „Hommingbeger Gepardenforelle“ teilgenommen haben (weit vor meiner Zeit hier bei rankingCHECK). Hier würde ich mir jetzt die guten Linkquellen raussuchen und versuchen die Links auf unsere Startseite umändern zu lassen um so unsere Deeplinkratio „natürlicher“ werden zu lassen ;-)

BTW: Ein Beispiel was sehr oft in der Praxis vorkommt ist aber eher anders herum. Oft verlinken Hersteller auf ihren Websites auf die Startseiten ihrer Reseller anstatt direkt auf die entsprechende Unterseite zu verweisen. Da gibt es ganz mächtiges Potential, was ich bei fast allen Websites die ich analysiert habe schon gesehen habe. Bessere, weil trustigere Deeplinks gibt es eigentlich gar nicht, man muss einfach mal nachhaken…

Jetzt kommen wir zum mächtigsten Hebel an der ganzen Geschichte. Was mir direkt ins Auge fällt ist, dass im SEO Bereich wohl knüppelhart auf Keywordlinktexte setzt um oben dabei zu sein. Da haben wir mit unseren Brand-Anchortexten keine Chance, noch nicht zumindest. Wenn mein Chef mir also die Vorgabe geben würde so schnell wie möglich mit „SEO“ auf Platz eins zu sein, mir aber gleichzeitig verbietet unseren Kunden aufzuzwingen uns mit dem Anchortext “SEO” zu verlinken und es mir auch nicht erlaubt ist halbseidene Footerlinks zu mieten, dann müsste ich also dafür sorgen dass unsere vorhandenen Linktexte abgeändert bzw. „optimiert“ werden. Und nein, in diesem Satz ist kein Seitenhieb in Richtung der Konkurrenz-Methoden vorhanden, diese Vermutung ist ganz alleine meiner lebhaften Phantasie entsprungen ;-)

Ganz konkret müsste ich also hingehen und bspw. Dennis ganz nett darum bitten diesen Linktext von “Ranking Check” in „SEO von rankingCHECK“ umzuändern. Aber auch das mache ich nicht ;-)

Fazit

Geschäftsführer, Inbound Marketing-Freak und King of Tablesoccer – Blogger @rankingCHECK – Privates gibt es hier in meinem Travel- und Foodblog

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3 Kommentare

Peer schrieb am 4. Januar, 2012 @ 10:27

Schöner Artikel, leider sind die Bilder defekt. Daher sieht man auch nicht das Julian Bild hochoffiziell benutzt werden darf, ich hoffe das hängt nicht zusammen 😉

Tilo schrieb am 10. Januar, 2012 @ 10:52

Wirklich guter Artikel aber ohne die Bilder ist alles nicht 100%ig nachvollziehbar. Bitte reparieren!

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