Warum Spam schlecht ist???
geschrieben von rankingCHECK Team am » Kommentar schreibenMan muss ja Nutzern, die nicht so viel mit dem Internet zu tun haben, oft erklären, warum man “Spam” nicht so gut findet und was das überhaupt ist. Selbst wenn man selber eigentlich eine recht gute Vorstellung davon hat, was ein “unerwünschter Inhalt” und “Spam” ist, ist es schwer, Spam genau zu beschreiben oder gar zu definieren.
In einer Broschüre mit “12 goldenen Suchmaschinen-Regeln” von Marcel Machill, den die Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht hat, kann man aber Folgendes nachlesen:
Das Wort “Spam” wird bei den Suchmaschinen verwendet, wenn findige Webmaster ihre eigenen Websites so manipulieren, dass sie in den Ergebnislisten der Suchmaschinen höher eingestuft werden. Gehen Sie nicht denjenigen auf den Leim, die durch diese Manipulation ihre eigenen kommerziellen, politischen oder gar pornografischen “Botschaften” unter die Leute bringen wollen.
Aber warum sollte man einem “Spammer” nicht auf den Leim gehen? Nennt man sowas nicht auch Werbung? Ist Werbung denn nicht auch nichts anderes als das “gezielte Manipulieren” durch Botschaften? Hier greift die gängige Definition wohl etwas zu kurz.
Und wo genau korrelieren Spam und Pornografie? Gibt es keine Pornographie ohne Spam? Sollte man seine Kinder nicht von Pornographie fernhalten und erklären, was das ist? Sperrt die Kinder weg, in der Stadt ist ein Spammer!!!
Es gibt noch mehr nützliche Tipps:
Das Internet ist auch ein globaler Tummelplatz, in dem sich – wie auch im wahren Leben – Betrüger oder schräge Spaßvögel finden.
Einen Virenschutz sollten Sie beim Surfen im Netz mindestens installiert haben, ebenso hilft die Installation einer Firewall.
Ne, is klar. Also mal transferiert ins “wahre Leben”. Der Online-Shop ist im wahren Leben mein Supermarkt. Die Suchmaschine und die Werbung sind zum einen ein Werbeprosepekt und zum anderen der Tipp von Klaus, dass es bei Aldi billig Wein gibt. Was habe ich jetzt davon, wenn ich beim Prospekt genau hinsehe? Dann bin ich auch nicht davor gefeit, dass ich bei Aldi einen verkorksten Wein bekomme, oder?
Sollte man nicht vielmehr immer einen Virenschutz haben? Was hat der Virenschutz denn bloß mit der Suchmaschine zu tun?
Oder dieser “Tool”-Tipp oder “goldene” Regel!!
Der Vorschau-Text kann bei der Einordnung helfen: Er zeigt einen kleinen Textausschnitt der Seite, in dem die Suchbegriffe auftauchen. Lesen Sie diesen Text gut durch, denn oftmals erkennt man schlechte Ergebnisse bereits auf den ersten Blick.
Ja natürlich kann der Vorschautext helfen, einen Spameintrag zu erkennen, aber warum bloß verrät uns der Autor nicht, woran???
Dass ist so, wie wenn ein Fahrlehrer zu seinem Fahrschüler sagt: “Wenn du auf eine Ampel zukommst, kann du anhand der Farben erkennen, ob du stehen bleiben musst oder weiterfahren darfst!”
Ja, mein Gott: Sag uns, woran man Spameinträge erkennt! Wird ein Produkt beworben, kann man z.B. erkennen, ob der textliche Zusammenhang gegeben ist und der restliche Text das Produkt erklärt. Anhand der Domain lässt sich sehen, ob es eine bekannte Domain wie amazon.de oder plus.de ist. Lautet die Domain “shopping-ist-einfach-produktname24.de” ist Vorsicht angesagt. Immer weniger Spameinträgen kann man an der reinen Worthäufung und dem unnatürlichen Satzbau erkennen. Hier lernen Spammer schnell. Technisch merkt man es immer, wenn die Domain, die bei Google grün ist, mit der Domain, die man dann oben im Browser sieht, nicht übereinstimmt. Auf diese Übereinstimmung sollten Sie unbedingt achten!
Und wie ist das mit dem versteckten Rassismus?
Manchmal verstecken sich rassistische Äußerungen – dem Wolf im Schafspelz gleich – in einem auf den ersten Blick seriösen Angebot. Prüfen Sie genau, wer für Informationen verantwortlich ist, bevor Sie sich Ihre Meinung bilden.
Vielleicht ist ja diese Aussage ein Wolf im Schafspelz und rassistisch??? Ja, auch hier stellt sich die Frage: Woran erkenne ich das denn bitte? Mir ist zwar nicht ganz klar, warum politische Meinungsäußerungen zu den “12 goldenen Regeln” gehört, aber es wäre ja eine nützliche Information.
Das schreckliche an solchen Broschüren ist, dass man befürchten muss, dass der Schreiber dafür Geld bekommen hat und dass es sich dabei um Steuergelder handelt!