SEO Sunday – Wege zum indirekten Linkaufbau

geschrieben von Jan Cerny am » 4 Kommentare

Nicht erst seit der gegenwärtig intensiven Diskussion um Linktexte bleiben Links zentraler Punkt in der Suchmaschinenoptimierung. Immer wieder findet man neue Vorgehenswiesen, Methoden und Strategien um an gute Links zu kommen. Vielfach lassen sich diese Methoden kombinieren, ja müssen sogar kombiniert werden um zum Erfolg zu kommen. Ähnlich wie in der Wissenschaft schafft jemand Grundlagen, die von Anderen aufgegriffen, verfeinert und ausgebaut werden. Anbei drei kurze Vorgehensweisen, die sich an die PR-Arbeit anlehnen und eher auf den indirekten Linkaufbau abzielen. Die originäre Herangehensweise ist demnach die Vermittlung von Informationen mit dem sekundären Ziel einen Link zu weiterführenden Informationen zu bekommen.

 

1.       Internet-Presseverteiler

Das Prinzip von Online PR-Verteilern ist sicher den meisten bekannt. Man hinterlegt ein Firmenprofil und kann eine relativ große Anzahl von Presseportalen mit einem Klick mit einer Pressemeldung beliefern. Durch die Vielzahl der Themenkategorien sind die größten zu beliefernden Portale für jede Kategorie von Redakteuren oder Zielen geeignet. Diese Portale eignen sich vor allem für Akteure, die für ihren Versand von Nachrichten ein geringes Budget oder wenig Zeit mitbringen. Je nach Meldung oder Branche besteht die Chance, dass die Meldung aufgegriffen und wiedergegeben wird. Die Messbarkeit der verwerten Nachricht ist nicht einfach und die Messbarkeit entstandener Links ebenfalls nicht.

Wer solche Portale zum direkten Linkaufbau nutzen will, dem sei gesagt, dass man es auch hier nicht übertreiben sollte. Idealerweise werde die Portale beliefert, die bekannt sind und Sichtbarkeit haben. Wer tiefer ins Detail geht, findet vorher heraus, ob die Links im Langtext no/follow sind und ob die Option eines Startseiten-Links in der Boilerplate besteht. Perfektionisten verfassen die Boilerplate individuell, sodass der Text nicht auch auf der Unternehmensseite auftaucht.

 

2.       Gastartikel

Wie einfach ist doch Option im Printbereich die Mediadaten zu checken und dann zielgerichtet eine Meldung oder einen Fachartikel zu versenden. Vielfach verwertet die zuständige Redaktion den eigenen Artikel und erwähnt idealerweis den Namen des Kunden.  Gerade wenn man schon öfters gutes Material geliefert hat. Insbesondere bei Spezialisierung in Nischenthemen funktioniert diese Herangehensweise. Im Netz sind die Mediadaten leider nicht so offensichtlich. Hier sollte man weiter gehen und sich über die Option eines Gastartikels informieren. Dabei ist in erster Linie die Herstellung eines Kontakts die größte Hürde. Meistens wird nämlich schnell deutlich, dass bei kommerziellen Linkzielen die Platzierung eines Artikels schwieriger wird. Erfahrungsgemäß sollte die Linkthematik auch nicht sofort angesprochen werden und ein Gastartikel schon mal gar nicht einen kommerziellen Inhalt haben. Themengerichtet und qualitativ sollte der Artikel sein. So bringt es dem Artikelhoster guten Content und einem selbst vielleicht einen Link. Mal direkt über den Kontakt, mal über Dritte. Man muss sich aber im Klaren sein, dass die Zielseiten nicht mit Fach- oder Publikumszeitschriften im Printbereich verglichen werden dürfen und diese nur äußerst selten einen eigenen Artikel veröffentlichen. Vielmehr handelt es sich öfters um privat betriebene Infoseiten, Blogs oder Portale.

 

3.       Persönlicher Kontakt

Der persönliche Kontakt zu dem Redakteur oder Webmaster ist in solchen Fällen wohl der größte Trumpf. Mit persönlichem Kontakt ist eine längere Bekanntschaft gemeint, die in ganz themenbegrenzten Feldern in nicht allzu häufigen Kontaktaufnahmen begründet ist. Meistens entstehen solche Kontakte in der Offline-Welt und so wird in diesem Fall oft vorausgesetzt, dass man selbst im jeweiligen Themenfeld gut Bescheid weiß. Vielfach lassen sich solche Kontakte für eigene Projekte nutzen und der Aspekt des Gebens und Nehmens steht auch im Vordergrund.
Im tagtäglichen Kundengeschäft ist dieser Punkt sicher am schwierigsten zu realisieren. Hierbei kann sich aber die Übertragung dieser „Aufgabe“ an den Ansprechpartner beim Kunden lohnen. Oft bestehen von dieser Seite gute Kontakte zu entsprechenden Medien, sodass bei Produktlaunches, Personalwechsel oder Interviews Links in der dazugehörigen Meldung platziert werden können. Eine Sensibilisierung des Kunden bei diesem Thema ist daher empfehlenswert und stößt auch oft auf offene Ohren.

 

Die oben aufgezählten Punkte sind Methoden um eine Meldung in Umlauf zu bringen. Einerseits um gleich innerhalb der Meldung einen Link zu bekommen, vielmehr aber noch um aus der Meldung heraus über Dritte Links zu generieren. Wichtig ist bei allen oben genannten Wegen der Mehrwert für den Redakteur, Webmaster und Nutzer. Je nach Branche unterscheiden sich dabei die Möglichkeiten erheblich. Interessant ist dabei, dass eher entkommerzialisierte Seiten erhöhte Chancen haben qualitativ hochwertig und zahlenmäßig öfters verlinkt zu werden. Vielleicht wird die Meldung über solch eine Seite auch eher wahrgenommen oder verwertet?! Wie so oft in der Suchmaschinenoptimierung gibt es also auch hier viele kleine Stellschrauben, die optimiert werden können und die in ineinander greifen sollten. Offensichtlich ist aber, dass die oben genannten Methoden eine PR-Fachkraft voraussetzen, die mindestens die Grundlagen des Linkbuildings beherrscht.

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Geschrieben von Jan Cerny

Jan Cerny ist SEO Manager & Inbound Marketer bei rankingCHECK. Er kümmert sich um alle Belange der Website-Optimierung sowie um die Themen Video-SEO und Online Reputation Management. jan-cerny.de

Kommentare

4 Kommentare

Sebastian schrieb am 6. März, 2012 @ 20:24

Eine gute Auflistung. Doch was ist mit der weit unterschätzten Methode der viralen Verbreitung von Artikel?

Suche dir das brennendste Problem einer Nische – Liste 10 Punkte auf, um dieses Problem zu lösen und schon hast Du einen Artikel, der sich von selbst verbreitet und verlinkt wird ;-)

Matze schrieb am 8. März, 2012 @ 17:14

Ja das mit der viralen Verbreitung von Artikel wäre wirklich noch zu nennen, obwohl hier Rücksicht auf die Relevantheit des Themas genommen werden sollte. Doch hierbei wurden schon große Erfolge erzielt. Momentan geht das Video von Kony durch alle Social media Kanäle und wird weltbekannt aufgrund von einem gut aufgegriffenen emotionalen Thema.
Guter Artikel Jan!

Adrian schrieb am 27. März, 2012 @ 13:42

Zum Punkt 1 – Internet-Presseverteiler kann ich auch nur raten, dass man es da nicht übertreiben soll. Ein Bekannter hat dafür mal viel Geld ausgegeben und es hat ihm nichts gebracht weil die Backlinks unbrauchbar waren und 0 Traffic kam. Da sollte man sich auf jeden Fall vorher über gute Anbieter informieren.

Yan schrieb am 25. Februar, 2013 @ 23:19

Hi, :)

also zuerst einmal DANKE, für die manchmal langen aber informativen Artikel.

Ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit dem Thema SEO und habe da noch einige Lücken und finde es mittlerweile auch schwierig zwischen alten SEOTipps die als NEU verkauft werden und wirklich neuen Tipps zu unterscheiden weil jeder etwas anderes sagt :P

z.B. viele schreiben das man ausgehende Links möglichst vermeiden sollte und andere wiederum sagen das ausgehende Links nicht schlimm sind und eher gut für die SEO.

Was denn nun? :)

Danke :)

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