SEO-Sunday – Tote Links wiederbeleben

geschrieben von Jakob Zogalla am » 4 Kommentare

Eingehende Links, die auf einen nicht mehr existenten Bestandteil einer Website verweisen, sind eigentlich eine Verschwendung. Dennoch lässt es nicht immer vermeiden, dass eine über Jahre gewachsene URL-Struktur angepasst werden muss. Neben dem Fall, dass eine seltene Strukturänderung vorgenommen wird, kann es es ebenso vorkommen, dass bestimmte Inhalte einer bestehenden Website einfach deshalb gelöscht werden, weil sie nicht mehr aktuell sind. Das betrifft die Teilnahme an einem alten SEO-Contest ebenso wie Dienstleistungen, die nicht mehr angeboten werden.

Damit die positiven Auswirkungen der eingehenden Links nicht einfach verpuffen und man sich durch solche Änderungen selbst schadet, gibt es mehrere Lösungsansätze, die wir gleich näher betrachten werden. Zunächst stellt sich jedoch die Frage: wie finde ich heraus, dass jemand (möglicherweise sogar ich selbst) fehlerhaft auf meine Seite verlinkt?

Am einfachsten geht das über das Error log des Webservers, in dem jeder Fehler protokolliert wird. Im Falle des Apache Webservers liegt dieses in der Regel unter /var/log/apachache2/error.log. Finden sich dort Einträge wie

[SUN Jul 25 07:27:14 2010] [error] [client 192.168.149.1] File does not exist: /var/www/wpmuneu/fjksdkjlfsd

so bedeutet dies, dass die Seite “fjksdkjifsd” der Webpräsenz “wpmuneu” nicht existiert. Es lohnt sich also immer dieses Logfile im Auge zu behalten.

Dummycontent Erstellen

Werden die Inhalte einfach nicht mehr angeboten, kann man sie man natürlich durch thematisch ähnlichen Inhalten ersetzen. Das macht aber leider nicht immer sinn. Zu schreiben, dass sich hier mal eine Seite befand, die eine Dienstleistung beschrieb, der man nicht mehr nachgeht hat für den Leser einen mitunter etwas merkwürdigen Nachgeschmack.

Verlinkungsquelle anschreiben

Manchmal kann es sinnmachen, denjenigen der auf die eigene Seite verweist einfach darauf hinzuweisen, dass sich etwas geändert hat. Allerdings ist das nicht immer von erfolg gekrönt. Gelegentlich neigen Websitebetreiber zu schwerer Erreichbarkeit. Oder, was schlimmer wäre, die verlinkte Zielseite gefällt ihnen gar nicht mehr und sie entfernen der Link vollständig aus ihrem Angebot. Kennt man den Betreiber der Website allerdings persönlich, ist das mit sicherheit die Beste Möglichkeit.

Selbst weiterleiten

Eine der einfachsten Methoden tote Links wiederzubeleben, ist diese einfach mittel permanent Redirect weiterzuleiten. Und zwar dorthin, wo man die meiste Linkpower haben möchte (also in der Regel auf der Startseite). Der Apache Webserver bringt dafür schon alles mit. Das Modul mod_rewrite dient unter anderem genau diesem Zweck. Die Weiterleitung ist dann auch recht schnell eingerlichtet. Sofern noch nicht vorhanden, muss zunächst eine .htaccess Datei im Stammverzeichnis der Webpräsenz abgelegt werden. In diese fügen wir dann einfach unsere Weiterleitungen ein:

Redirect Permanent /fjksdkjlfsd http://www.ranking-check.de/neues_ziel.html

Enthalten eingehende Links auch noch Leerzeichen, müssen diese maskiert werden. Über die Lösung dieses recht häufigen Problems habe ich aber an andere Stelle schon einmal geschrieben.

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Geschrieben von Jakob Zogalla

Jakob ist Softwareentwickler, bastelt an seiner eigenen SEO-Toolbox und Bloggt regelmäßig hier und im Seosweet Blog.

Kommentare

4 Kommentare

Matze schrieb am 26. Juli, 2010 @ 12:51

Servus Jakob,

was hälst Du davon einfach einen rel canonical im header der Fehlermeldungsseite einzubauen und den in Richtung Startseite zu lenken?

Gruß Matze

Daniel schrieb am 30. Juli, 2010 @ 06:06

301er-Redirects sind bei solchen Fällen mein Standard. Da kann es schon mal passieren, dass man aus einer ehemaligen Warcraft-Map zur neuen Anfahrtsskizze umleitet.
Ist je thematisch nicht unähnlich…

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