SEO Sunday – Das Leben der fehlenden SEO-Tools

Kürzlich stieß ich beim psychic-seo auf eine recht interessante Frage: Welche SEO-Tools fehlen noch? Ich will gar nicht weiter auf die Frage eingehen. Was mich als ambitionierten Software Entwickler besonders interessiert hat, ist die Beantwortung dieser Frage durch die Leser.

Hier mal eine Zusammenfassung, was die Leute so gewünscht haben:

  • Textgeneratoren
  • Crawler
  • Keyword-Tools
  • Longtail Tools
  • Trend Analyse
  • Tool zur Erkennung erfolgreicher SEO-Strategien
  • Datenanalyse (Verknüpfung zwischen Suchvolumina und aufkommendem Traffic über Analytics)
  • Konkurrenzanalyse (insbesondere im Bereich der Backlinkstruktur)
  • Ein Tool welches die Erstellung von Sattelitenseiten vereinfacht

All diese Tools existieren bereits in irgendeiner Form. Sehr häufig findet man sie nur Inhouse in irgendwelchen Agenturen. Und das ganze hat auch einen Grund: Der Besitzt der richtigen Tools bedeutet für den SEO der das entsprechende Tool hat, einen mitunter enormen Wettbewerbsvorteil. Sind die Tools einmal veröffentlicht nutzt sie plötzlich jeder. So viel zur allgemeinen Tooling-Problematik. Ich möchte an dieser Stelle aber die Thematik ein wenig verlassen und für die Entwickler solcher Tools werben. Das werde ich anhand von einigen Beispielen tun, in denen ich auf die Problematik der Entwicklung eingehe.

Textgeneratoren

Textgeneratoren gibt es bereits in unterschiedlichen Ausprägungen. Eine Variante generiert Sätze die keinen Sinn ergeben. Die andere “schreibt Texte um”. So weit so gut. Wie jeder weiß ist die Qualität dieser Textgeneratoren meist eher mäßig. Dafür gibt es mehrere Gründe, die ich kurz beleuchte:

  • Die deutsche Grammatik ist nicht logisch. Das führt dazu, dass es nur bedingt möglich ist einen Text auch nur umzuschreiben. Es sei denn man verfügt über eine gigantische Synonymdatenbank, die nicht nur die Synonyme enthält, sondern auch sämtliche Wortstämme und sämtliche grammatikalischen Formen.
  • Die Rohdaten der deutschen Sprache sind im Allgemeinen nicht zugänglich. Es gibt einige Corpora der deutschen Sprache, diese sind aber zum einen nicht vollständig und zum anderen Lizenztechnisch kritisch. Dies gilt beispielsweise auch für den Wortschatz der Uni Leipzig.
  • Die Datenmenge ist enorm
  • Da die Datenmenge enorm ist, sind auch die Serverkapazitäten die für solche Tools benötigt werden nicht von der Hand zu weisen

Crawler, Keyword- und Longtailtools

Die Problematik der Datenmengen und Serverkapazitäten finden wir auch hier wieder:

  • Crawler
  • Keyword- und Longtailtools
  • Trend Analyse

Dass es nicht einfach ist tagesaktuell millarden von Seiten zu Erfassen, zu Indexieren und mit den richtigen Tags zu versehen, dürfte jedem Einleuchten. Aber auch bei den Keyword-Tools treffen wir auf Probleme. Denn wo sollen all die Keywords herkommen? Wie erkennt man Zusammenhänge zwischen den Keywords? Was ist überhaupt ein Keyword und wo zur Hölle soll man das Suchvolumen hernehmen? Selbst wenn es gelingt ein paar Millionen Keywords zu sammeln: was passiert wenn die Leute plötzlich Anfangen Keyword-Recherchen anzustellen? Wie stelle ich sicher, dass eine Abfrage über eine Datenbank mit Millionen von Datensätzen immernoch halbwegs performant ist, wenn hunderte tausende oder millionen von Menschen darauf zugreifen?

Vielleicht war das ein kleiner Augenöffner für all jene die sich schon immer gefragt haben, warum bestimmte Sachen nicht existieren oder zumindest nicht öffentlich zugänglich sind. Einen schönen SEO-Sunday noch.

Geschrieben von Jakob Zogalla

Jakob ist Programmierer, schraubt an seiner eigenen SEO-Toolbox herum und hat unter anderem unsere Tools entwickelt. Außer seiner redaktionellen Tätigkeit hier bloggt er regelmäßig im Seosweet Blog.

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