SEO Linknetzwerke – Qualität entscheidet!

geschrieben von Marcel Becker am » 23 Kommentare

Da es in den letzen Tagen unter anderem bei eisy und im buildblog zu Diskussionen rund um das Thema Linknetzwerke gekommen ist, wollte ich auch mal kurz dazu Stellung nehmen, weil mein Standpunkt eigentlich in keinem der beiden Artikel so richtig berücksichtigt wird. Es klingt zwar völlig banal, aber meine Meinung dazu lautet nämlich ganz einfach, dass die Qualität des Netzwerks viel wichtiger ist als unterschiedliche IP-Adressen, Class-C-Netzwerke, Google Analytics oder Adsense-Accounts. Zunächst möchte ich aber noch einmal kurz auf die beiden Artikel eingehen und euch dann meine Ansicht erläutern und warum Qualität im Bezug auf Google immer die höchste Priorität hat.

Jakob hat sich in seinem Artikel „Linknetzwerke erkennen“ unter anderem die Frage gestellt, ob man darauf achten sollte beim Aufbau eines Linknetzwerkes möglichst viele unterschiedliche IP-Adressen und Class-C-Netze einzusetzen. Natürlich sollte man darüber nachdenken, ob man sich bspw. eine Expired-Domain aneignet, die eine Domainpop von 170 und eine IP-Pop von gerade mal 3 hat ;-) Allerdings stimmt es auch wieder, dass man seine IP mit mehreren tausend anderen Webseiten teilen muss, wenn man sein Projekt bei einem der großen Provider hostet. Viel bedenklicher finde ich Jakobs zweites Indiz, welches besagt, dass manche Leute immer wieder die exakt gleichen Templates verwenden. Ich bin mir sicher, dass Google auch dies ohne großen Aufwand erkennen kann. Genau das gleiche gilt für den alten Zaubertrick, sein Impressum als Grafik darzustellen, auch dies sollte man nicht unbedingt machen, da es schnell verdächtig wirkt.

Eisy spekuliert in seinem Artikel darüber, ob sich ein Linknetzwerk dadurch aufspüren lässt, dass man für alle Websites den gleichen Analytics oder Adsense-Account verwendet. Meiner Meinung nach liegt nichts näher. Um irgendwelche Zusammenhänge erkennen zu können, braucht Google also noch nicht einmal aus dem Haus zu gehen. Ein wirklich gelungener Artikel zu einem Thema welches garantiert noch nicht alle auf dem Schirm hatten.

Man muss all diesen Argumenten natürlich zustimmen, da sie ohne jeden Zweifel Sinn machen. Was mich allerdings wundert ist, dass niemand etwas über die inhaltliche Qualität des Netzwerks sagt. Qualität ist aus der Perspektive von Google nämlich das entscheidende Merkmal. Wenn man einmal genau überlegt, ist Qualität sogar das elementare Standbein auf dem das ganze Geschäftsmodell aufgebaut ist. Sind die Suchergebnisse qualitativ schlechter als die der Konkurrenz, wäre der User blitzschnell woanders und genau dieser entscheidet letztendlich über gute oder schlechte Inhalte. So wird auch das Userverhalten ein immer wichtigeres Ranking-Kriterium. Wie Linkaufbau-Saša es bereits in unserem gemeinsamen Interview über organischen Linkaufbau gepredigt hat, ist es auch beim Aufbau von Linkquellen entscheidend das Internet mit guten Inhalten zu bereichern, um so eine WIN/WIN/WIN-Situation zu schaffen: Der User bekommt einen Mehrwert, Google bekommt gute Ergebnisse und kann Geld mit Adwords-Anzeigen verdienen und die Quelle von der man dann einen Link setzen kann, wird als wertvoll eingestuft. Jetzt kann man natürlich sagen, dass es mit sehr viel Aufwand verbunden ist hochwertige Inhalte zu generieren. Klar, das stimmt auch. Von nix kütt nix, wie wir hier in Köln sagen ;-)

Ich würde allerdings behaupten, dass es mit genau so viel Aufwand verbunden ist sein Netzwerk zu verschleiern. Allerdings muss man nur einen kleinen Fehler machen und das Netzwerk ist entlarvt. Wenn ich mich also entscheiden müsste, würde ich ganz klar auf gute Inhalte setzen, da man sich so erst gar nicht den Kopf darüber zu zerbrechen braucht, wie man am besten unter dem Radar fliegt! Übrigens haben gute Inhalte ganz nebenbei auch noch den Effekt von ganz alleine verlinkt zu werden, was dem Netzwerk mit Sicherheit nicht schadet ;-)

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Geschrieben von Marcel Becker

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Kommentare

23 Kommentare

Olaf Kopp schrieb am 30. März, 2010 @ 10:41

Sehe ich ähnlich. Content is king! :-)
Mario Fischer hat in seinem Vortrag auf der SMX am zweiten Tag sehr gut mögliche Kriterien wie Google Spam seiten bzw, Satelitten Seiten erkennt zusammengefasst. U.a. waren auch die oben erwähnte html footprints mit von der Partie. Wenn jemand weiß wo es denn Vortrag als pdf gibt bitte Quelle angeben.

Udo schrieb am 30. März, 2010 @ 11:00

Hallo Marcel,

gute Reflexion. Zum Thema starker Inhalt, tatsächlich oft sehr unterrepräsentiert, möchte ich noch die Parameter Fokussierung/ Spezialisierung einwerfen. Die klare Positionierung eines (Netzwerk-)Blogs und als Basis eine selbst auferlegte redaktionelle Richtlinie vermeiden nicht nur inhaltlichen Wildwuchs sondern machen den Blog auch spezifisch sinnvoll. Wenn ich kein Weltmarktführer werden kann, dann werde ich eben Berlin- oder meinetwegen Henningsdorf-Marktführer. Aber der Anspruch “Spitze” sollte grundsätzlich sein.

Gruß
Udo

Marcel Becker schrieb am 30. März, 2010 @ 11:17

Hi Udo,
klar sollte man sich mit seinem Blog klar positionieren, allerdings dürfen die Richtlinien nicht zu streng sein, das geht mir irgendwie gegen den eigentlichen Sinn eines Blogs. Ziele, egal welcher Art, sollte man sich allerdings immer setzen.

Cheers,
Marcel

Tobias Fox schrieb am 30. März, 2010 @ 11:31

Google ist sicherlich nicht doof und könnte wohl ohne Probleme den UA-Code auslesen. Hast Du hierfür eine Quelle, oder alles (wie so oft) Vermutung?

Content und Kontinuität sowie ein stetig wachsendes Netzwerk an “Leserschaft” sind wohl die größten Erfolgsfaktoren.

@Olaf: Schau bei SEO.at, da hat Johannes einige Slides hochgestellt von der SMX oder evtl meinem Name-Link nachgehen, da ist die SMX-Präsi über Linknetzwerke vs. Linkcluster

Grüße,
Tobias

Marcel Becker schrieb am 30. März, 2010 @ 12:03

@Tobias: Hab leider keine Quelle, ist alles reine Vermutung. Klingt aber sehr logisch oder? Und mit den eigenen Daten kann Google ja sowieso alles machen, was man sich so vorstellen kann…

Ralle NL schrieb am 30. März, 2010 @ 12:22

Moin moin,

man sollte aber hierbei auch nicht außer acht lassen, das nicht jeder der einen Blog in irgendeiner Form betreibt, dieses zum Zwecke “Erster sein zu wollen” macht, es geht nicht immer ums Optimieren und Besucherzahlen, manchen Leuten geht es auch nur darum, Informationen zu einem bestimmten Bereich bereitzustellen. Nicht in jedem Fall dreht sich alles um Geld, es gibt auch noch Hobbys, und nicht jede Firma legt Wert auf vordere Plätze, manchen gehts nur darum den Leuten einen kleinen Einblick anbieten zu können. Ab und an zählt dann doch eher der Inhalt und nicht das ganze Drumrum, da spielt weder Design oder Optimierung irgendeine große Rolle, man sollte niemals das ganze Netz über einen Kamm scheren ;-))

Grüße Ralle

Linkaufbau-Sasa schrieb am 30. März, 2010 @ 12:25

Ja, irgendwie denkt niemand an Qualität. Es geht immer nur um irgendwelche Tricks und technischen Spielereien. Wenn die Qualität stimmt, dann muss man sich auch nicht hinter verschiedenen IPs verstecken. Selbstverständlich sollte man jedoch zwischendurch mal testen, was passiert, wenn man die versschiedenen Inseln auf eigene IPs legt.

Ich schließe mich übrigens voll und ganz der Aussage von Matthias an: Linknetz auf einer IP.

Wie immer argumentieren hier verschiedene Interessensgruppen. Leute mit Thin-Affiliate Projekten können sich ein so offenes Linknetz nicht leisten. Denn die Hauptseiten sind ja auch schon „bescheiden“. Da muss man sich verstecken.

Wenn jetzt aber ein ultraseriöses Portal ein Linknetz baut, dann sollte dies auch nach obigem Qualitätsprinzip funktionieren.

Danke für deinen ergänzenden Standpunkt! :-)

Peter schrieb am 30. März, 2010 @ 12:30

Wie heisst es so schön: “Der Weg ist das Ziel…”. Bei vielen einfach gestrickten Linknetzwerken bemerkt man schnell, daß die Satellitenseiten einfach zu “lieblos” behandelt werden: einmal anlegen und zum Hauptprojekt verlinken – aus. Keine Aktualisierung mehr, geschweige den ein weiterer Kontakt zu den Usern. Mit etwas mehr Pflege wären die gesetzten Links auch mehr wert. Oft ist das Spielchen einfach viel zu durchsichtig.

hathead schrieb am 30. März, 2010 @ 12:40

Top Beitrag. Qualität sollte tatsächlich nie unterschätzt werden. Das gilt natürlich für jede Art von SEO-Bemühungen.

Marcel Becker schrieb am 30. März, 2010 @ 13:27

@Ralle NL: Genauso seh ich das auch. Blogs dienen in meinen Augen der Bereitstellung von Informationen, Meinungen und Diskussionen.

Mitleser schrieb am 30. März, 2010 @ 13:48

Also Analytic-Code und Adsense-Code kann ich z.B. mit http://www.spyonweb.com zum Beispiel abgleichen. Sehe ich sehr schön welche Seiten noch so dazu gehören. Das tool zeigt mir auch gleich noch alle weiteren Domains (IP). http://www.serversiders.com ist ebenfalls solch ein Tool. Aus deutschen lande gab oder gibt es so etwas von Herrn Promny. Dort kann man dann auch gleich alle Affiliate-Id’s abgleichen lassen. Es gibt da noch so viele weitere Ansätze, auch wenn man keinen der Google-Services nutzt.

Michael Proft schrieb am 13. April, 2010 @ 07:42

Ich kann nur zustimmen. Die meisten Webseiten zeichnen sich immer durch qualitativen & hochwertigen Content aus. Ist der Beitrag interessant, so wird er auch meistens verlinkt.

… zu der AdSense und Analytics Geschichte =) Wer ist den bitte so klug und verwendet in seinem Linknetzwerk auf allen Webseiten den gleichen AdSense Code?

golo98 schrieb am 28. Dezember, 2011 @ 11:58

Hallo Zusammen

Also mittlerweile bin ich davon überzeugt daß man ausgehende Links setzen sollte. Das man die Links auf themerelevante und hochwertige Inhalte setzt – auch klar – Aber lieber als deeplink oder direkt auf die Startseite??

Guten Rutsch

Peter schrieb am 22. Februar, 2012 @ 15:25

@golo98

ich würde sagen deeplink. siehe google…

Markus schrieb am 17. September, 2012 @ 22:11

man sollte aber hierbei auch nicht außer acht lassen, das nicht jeder der einen Blog in irgendeiner Form betreibt, dieses zum Zwecke “Erster sein zu wollen” macht, da denkt mann richtig

Andy schrieb am 11. Juni, 2013 @ 21:39

Super Artikel. Da ich mich gerade sehr mit dem Thema beschäftige war der Artikel sehr hilfreich – weiter so!

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