Neue Methode der Linkspam-Erkennung

Die Jungs an der Standford Universität haben mal wieder nachgelegt. Das Erkennen von Spam ist ein Hase-und-Igel-Spiel. Die Suchdienste bzw. die Wissenschaftler legen vor und die Spammer ziehen nach. Mittlerweile hat Google einige relativ gute Methoden entwickelt, um Linkspam zu erkennen. Schon lange dazu, aber bisher nur von wenigen beachtet, gehört es, dass Links natürlich wachsen müssen, der Linktext nicht zu einheitlich sein darf und Footer-Links und andere Blocklinks aussortiert werden.

Dann führte Google Ende letzten Jahres den Trust Rank ein. Kurz gesagt gibt es einen Kreis des Vertrauens. Jene Seiten, die einen Link vom Kreis des Vertrauens bekommen, werden höher bewertet. Die Idee dahinter: Eine Uni-Seite wird wohl sehr selten auf eine Spamseite verlinken. Leider stimmt diese Annahme natürlich nicht. :-) Es ist eine normative Setzung, die in der Praxis jeglicher Wahrheit entbehrt. Gerade viele Studenten nutzen die PR-starken Uni-Seiten um Ihre eigenen Webprojekte zu pushen.

Neu ist jetzt ein Verfahren names “Link Spam Dedection Based on Mass Estimation” von Zoltan Gyöngyi und Hector Garcia Molina. Die beiden Wissenschaftler sind tätig im Bereich der Computerwissenschaften an der Stanford-Universität.

Einfach gesagt vergleicht das Modell die Art und Weise der Verknüpfung “guter” Seiten untereinander. Sollte eine Seite von diesem Schema abweichen, wird es schlechter eingestuft, eventuell sogar als Spam.

Diese Methode wird den Spam sicherlich reduzieren, aber sie bedeutet auch einen Verlust für das Web. Gewinnen werden die Seiten, die die Verlinkung wählen, die “gewollt” ist. Das sind Tageszeitungen, Online-Magazine und Uni-Seiten.

Ob man das gut findet oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Google hat mit dem letzten Update gezeigt, dass es, wenn es die Wahl hat zwischen nicht ganz so relevanten – aber spamfreien – Ergebnissen und sehr relevanten – aber mit Spam durchsetzten – Ergebnissen, eher die spamfreie Variante wählt.

Dem Pluralismus im Netz ist dies allerdings nicht zuträglich.

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