Mobile Internet-User für sich gewinnen
Mit ihrem Mobil-Telefon sind immer mehr Deutsche im Internet unterwegs. Aktuell sind es 10 Millionen Nutzer und somit 17% aller Handy-Besitzer, laut der Forsa-Umfrage des BITKOM. Die Zahl ist steigend. Viele surfen mit Ihrem Handy auf Websites, schreiben Mails oder wenden Apps an. Gerade Jüngere von 14-29 Jahren nutzen das mobile Internet.
Für viele wird dies Ergebnis aus der Umfrage auch keine Neuigkeit sein. Auf unserem Blog hat der Zugriff durch Mobilgeräte ebenfalls immens zugenommen.
Wie kommt man nun den Nutzern der neuen Zugriffsarten entgegen bzw. gewinnt sie für sich?
Durch ein Webanalyse Tool sollte man sich erst einmal einen Überblick über die aktuellen Zugriffe mittels Mobilgeräte und PCs verschaffen und den Trend analysieren. Websites mit einer jüngeren Zielgruppe, Nachrichtendienste und Blogs sollten viele Zugriffe per Handy haben. Daraufhin kann man abwägen, ob es sich lohnt eine komprimiertere Website für Mobiltelefone anzubieten. Diese hat zum Vorteil, dass der Ladevorgang sich nicht durch große Grafiken in die Länge zieht und die wichtigsten Informationen auf einen Blick auf dem Mobilgerät ersichtlich sind. Die Datenübertragungsraten sind beim UTMS deutlich geringer als die des W-LANs und gerade während der Nutzer unterwegs ist, hat er weniger Geduld für lange Ladezeiten. Von einer automatischen Weiterleitung zur komprimierten Seite ist jedoch abzuraten. Nicht alle Besitzer mobiler Endgeräte möchten diese nutzen. Ihre Ladezeit dürfte durch die Ausstattung auch allgemein kürzer sein als die, der internetfähigen Handys ohne iOS 4 oder Android. Die Möglichkeit, die Microsite zu verwenden, sollte als Button im Head angezeigt werden. Die URL für die Site kann mit einem http://m.meine-domain.de recht schlicht gehalten werden. Hier sollte auf ideenreiche URLs verzichtet und der Standard verwendet werden. Das erleichtert sich die URL zu merken ungemein und bietet dem Nutzer die Möglichkeit diese bereits in seinem Handy-Browser einzugeben.
Grundsätzlich lassen sich auch für Mobiltelefone AdWords-Anzeigen schalten. Diese können in Form einer kurzen Textanzeige für die Suche und/oder einer Image-Anzeigen für das Google Display-Netzwerk erstellen. Die Anzeigen können hierbei auf Mobilfunkbetreiber beschränkt werden. Der Traffic durch mobile Nutzer kann so deutlich erhöht werden, da die üblichen Textanzeigen in der mobilen Google-Suche aus Platzgründen meist nicht ausgespielt werden.
Online Shops mit einem hohen Besucher-Anteil per Handy und AdWords-Kunden mit Mobil-Anzeigen sollten nicht lange zögern und ihre Zahlungsarten erweitern.
Viele E-Pay-Systeme werden von den Shops schon angeboten und von vielen Usern freudig genutzt. Die Zahlung erfolgt meist direkt, wodurch sich der Kunde eine kürzere Lieferzeit erhofft. (Ich verwende in diesem Zusammenhang bewusst „erhofft“, da die Lieferung noch immer in vielen Shops einer Usability-Optimierung bedarf.) Viele Kunden nutzen E-Pay jedoch auch, weil Sie sich mit einem anonymeren System ohne Hinterlegung der Konto- oder Kreditkarten-Daten wohler fühlen. Dem Shop-Betreiber bieten die neuen Zahlungsarten eine höhere Sicherheit vor Zahlungsausfälle an. Die Zahlungsausfälle sind laut der Ibi-Research 2009 bei dem E-Payment deutlich geringer als bei den klassischen Zahlungsarten wie beispielsweise die Rechnung mit einer Ausfallquote von 41%. Die gängigen E-Pay Anbieter sind PayPal und Sofortüberweisung.
Mobiles Bezahlen ist die Zukunft. Nutzer, die über ihr Handy auf den Shop zugreifen, werden auch bald mit dem Handy bezahlen wollen. Der Kunde bezahlt, indem er seine Handynummer und ein Passwort eingibt. Dem Nutzer wird die Zahlung über seine Mobilfunk-Rechnung abgebucht. Das Zahlungsverfahren ist für den Nutzer somit schnell, bequem und vor allem sicher. Er übergibt keine Konto- oder Kreditkartendaten sondern lediglich seine Rufnummer. Aber auch diese ist ohne SIM-Karte unnütz, da die Zahlungsabwicklung neben dem Internet nur über das Mobilfunknetz mit der SIM-Karte möglich ist. Shops mit einer jüngeren Zielgruppe, die auch vermehrt über ihr Handy auf den Online-Shop zugreifen, sollten ihre Zahlungsarten um Mobile-Payment erweitern, um so Interessenten zum Sofort-Kauf anzuregen.
Das sind nur drei Maßnahmen zur Conversionrate-Optimierung für mobile User. Ihr habt sicher auch noch welche oder?



Sebastian Michaelsen Schrieb am
26. August, 2010 @ 22:58
Ich denke dass es sich für immer mehr Websites lohnen wird eine für Smartphones optimierte Version anzubieten. Ich kann empfehlen einen Blick auf Sencha Touch zu werfen (http://www.sencha.com/products/touch/). Das hilft eine Website für iOS und Android fit zu machen.