Ligeti ist tot…

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Ligeti war einer der Gründe warum ich mir Köln als Wahlheimat ausgesucht habe. Neben John Cage war Györgi Ligeti seinerzeit am Kölner Institut für elektronische Musik tätig. Zusammen mit Cage galt mir Ligeti immer als die Ikone der neuen Musik.

Unvergessen prägte er schon meine musikalische Jugend. Als Jugendlicher durfte ich, als Ligeti noch weitesgehend unbekannt war, an der Uraufführung seiner Klavieretüden teilhaben. Ein atembraubendes Konzert. In der Pause traf ich Ligeti kurz & zufällig auf der Toilette. Wir kamen darüber ins Gespräch, dass in Deutschland die Toiletten kein Papier mehr haben, sondern nur noch diese Heislüfter. Er fand es genauso wie ich als Pianist ekelig und eine Unart. Hierüber ins Gespäch gekommen, erklärte er mir Einiges über seine Klavieretüden. Ehrlich wie er war, sprach er offen über die Schwierigkeiten die diese ihm kompositorisch machten.

Nach der Pause “kam” die atembraubende Poeme Synphonique. Das Stück ist für 100 Metronome und der Besucher betritt den Raum während das Stück schon läuft. Ein unglaublicher Klangreigen und spannend bis zur letzten Sekunde in der 2 Metrome – einen Tod sterbend – sich bekämpfend dahinschwinden.

Mit Ligeti ist einer der wichtigsten geistigen Köpfe unserer Zeit gestorben. Ich hoffe, dass ich die Klavieretüden im nächsten Jahr ihm zu Ehren werde spielen können.

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