Herzinfarktrisiko Sichtbarkeit

geschrieben von Marcel Becker am » Kommentar schreiben

Eigentlich konnte und wollte ich über das Pandaupdate ja gar nicht schreiben, das haben ja bereits viele andere mit sehr schönen Artikeln getan. Aufgrund der nun natürlich wiederkehrenden Diskussion über die Aussagekraft von Sichtbarkeitsindizes habe ich mir dann doch ein wenig Zeit genommen um meine Meinung dazu mal kundzutun, also los.

Am Montagmorgen ist es wohl bei vielen SEOs zu einem gefühlten Herzstillstand als man sich vor den Rechner gesetzt hat, schön seinen Kaffee getrunken hat und die Sichtbarkeitsindizes der bekannten SEO-Tools gecheckt hat. Ich persönlich versuche zwar schon seit längerem NICHT mehr bei kleinen Einbrüchen in Panik zu verfallen und einfach mal cool zu bleiben. Aber wenn ich ehrlich bin liegt einem das Ganze dann doch so am Herzen dass man sofort den wichtigsten aller Checks durchführt, nämlich den Kern der Sache zu prüfen. Und da kann es nur eins geben: TRAFFIC.

Mittlerweile habe ich schon mit dem ein oder Betroffenen gesprochen die sowohl in Marcus als auch in Johannes Liste vorkamen. Und der Konsens war ganz klar: Keine Panik, der Trafficverlust hält sich bisher in Grenzen, auch bei Sichtbarkeitsverlusten von mehr als 15%. Und ich spreche hier von ganz respektablen Sichtbarkeitsindizes. Ich will an dieser Stelle auch keine weitere Analyse machen, die haben Sebastian, Marcus und Benjamin ja bereits sehr gut gemacht. Worum es mir geht is folgendes: Man sollte nicht immer alles nur an wenigen bzw. einer einzigen Metrik festmachen, im Endeffekt geht es darum die wichtigen Werte im Auge zu behalten. Früher war es der Pagerank auf den alle geguckt haben. Ich habe es mittlerweile geschafft mir nirgendwo mehr diesen Wert in irgendwelchen Plugins anzeigen zu lassen. Sich davon zu trennen war dann am Ende irgendwie doch nicht so leicht wie alle immer behaupten ;-) Als dann irgendwann jeder begriffen hat das der PR außer für den Linkverkauf oder dem Erkennen möglicher Abstrafungen diesbezüglich für quasi nix mehr gut war suchte man sich eine neue Metrik: Den mittlerweile völlig zu Recht etablierten Sichtbarkeitsindex. Jetzt hatte man wieder etwas Neues mit dem sich jeder SEO schmücken konnte. „Meine Domain hat einen Sichtbarkeitsindex von XYZ“ Schön und gut, tausendmal besser als der Pagerank. Aber wenn dabei kein Traffic und keine Sales rumkommen auch völlig egal. Es geht um ganz andere Sachen…

Fazit

Jetzt habe ich einfach mal kurz mein Herz zum Thema Sichtbarkeitsindex ausgeschüttet. Nur um eins mal eben klarzustellen: Ich finde der Sichtbarkeitsindex ist mit Abstand das weltweit beste Mittel den Wert einer Domain von Außen mit einem schnellen Blick zu bewerten. Und ich sehe es genauso wie Frank vor ein paar Monaten: Jedes Werkzeug ist nur so gut die derjenige der es bedient. Sich blind auf irgendeinen Wert zu verlassen macht überhaupt keinen Sinn. Also nicht direkt in Panik verfallen, sondern ganz nüchtern alles in Ruhe analysieren und dann die richtigen Schlüsse ziehen. Und vor allem immer auf die wichtigen Dinge im Leben eines Onlinemarketers ohne SEO-Brille achten: Traffic, Conversions & Sales.

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Geschrieben von Marcel Becker

Head of SEO & Tablesoccer - Blogger @rankingCHECK - Privates gibt es hier in meinem Grill- und Reiseblog

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