E-Commerce Umsatz in AdWords tracken
Die meisten AdWords-Kunden mit E-Commerce verwenden den Analytics E-Commerce-Code, um den generierten Umsatzwert und somit auch den Return-of-Investment (ROI) der AdWords Anzeigen zu erfassen. Der Nachteil des E-Commerce-Codes besteht darin, dass die Anzahl an Analytics-Zielen und AdWords-Konversionen abweichen können. So kann nur der durchschnittliche Wert pro Kauf und nicht der gesamte Umsatz betrachtet werden.
Die generierten Umsatzwerte einer Konversion lassen sich auch mittels AdWords-Conversioncode tracken. Hierzu wird der Code angepasst: In AdWords lässt sich während der Generierung des Conversioncode der Wert einer Konversion festlegen. Ursprünglich ist der Conversion-Value als fester Wert zu verstehen. Zur Erweiterung des Converison-Trackings um den Warenkorbwert wird dieser Converison-Value genutzt und der Wert der Code-Variable dynamisch gesetzt.
Beispiel:
<!– Google Code for Purchase/Sale Conversion Page –>
<script>
/* <![CDATA[ */
var google_conversion_id = 000000;
var google_conversion_language = "de";
var google_conversion_format = "1";
var google_conversion_color = "666666";
var google_conversion_label = "purchase";
var google_conversion_value = 0;
if (<? echo $cart_value ?>) {
google_conversion_value = "<? echo $cart_value ?>";
}
/* ]]> */
</script>
<script src=”https://www.googleadservices.com/pagead/conversion.js”>
</script>
<noscript>
<div style=”display:inline;”>
<img height=”1″ width=”1″ style=”border-style:none;” alt=”" src=”https://www.googleadservices.com/pagead/conversion/000000/?value=<? echo $cart_value ?>&amp;label=purchase&amp;guid=ON&amp;script=0″/>
</div>
</noscript>
In den AdWords Auswertungen lässt sich nun der Umsatzwert pro Konversion und der gesamtgenerierte Umsatz betrachten. Die Umsatz-Daten erhöhen die Analyse der einzelnen Anzeigengruppen und bieten ggf. mehr Potential in der Optimierung der ROIs.
Meine Empfehlung für Online-Shops: Zur Erfassung des AdWords ROIs schlage ich die Anpassung des Conversion-Value vor. Parallel sollte nicht auf Analytics E-Commerce-Tracking verzichtet werden. Durch die Analytics Reports lassen sich nicht nur die Umsatzwerte der einzelnen Referrer, sondern auch das Kaufverhalten auf der Website analysieren.


Frank Schrieb am
23. Juni, 2010 @ 8:16
Hallo,
du schreibst ja was von – Die generierten Umsatzwerte einer Konversion – wie tracke und zeige ich denn in Adwords den Gesamtwert aller Aktivitäten eines Besuchers an ?
Beispiel: Besucher kommt vorbei, kauft was und kommt morgen gleich wieder. Z.B. bei einem Downloadstore oder MP3 Laden ja gar nichts ungewöhnliches.
Ich kann jetzt verschiedene Werte übergeben, aber wie kriege ich die Summe aus allen Aktivitäten angezeigt, vor allem, wenn er mehrmals die gleiche Art von Konversation erzeugt?
Gruß
Frank
Sascha Schau Schrieb am
23. Juni, 2010 @ 16:34
Hallo Frank,
tracken lässt sich immer nur ein Wert pro Konversion. Die Übermittlung des Wertes liegt in der Hand des Programmieres. Ich empfehle den gesamtgenerierten (netto) Warenkorb-Wert als Conversion-Value zu setzen.
Ein wiederkehrender User ist bei dem Tracking des Umsatzes kein Hindernis. Eine weitere, ausgeführte Konversion wird als “Conversion (viele-pro-Klick)” gesondert erfasst.
Die Umsatzwerte lassen sich in der Kampagnenverwaltung als Spalten nach “Umsatzwert pro Conversion (1-pro-Klick)“, “Umsatzwert pro Conversion (viele-pro-Klick)” und als gesamtgenerierten Umsatz anzeigen und analysieren.
Frank Schrieb am
23. Juni, 2010 @ 17:11
Hallo Sascha,
Danke für die Antwort.
das problem dabei ist dann aber doch, dass man es in der Gesamtübersicht nicht mehr pro Keyword tracken kann, oder?
Nehmen wir mein MP3 Download Beispiel:
User kommt, kauft und geht. User ist begeistert und kommt wieder uind kauft und kauft und kauft..
Ich sehe zwar viele Conversations pro Klick bei dem Keyword in der Übersicht, kann aber den nominalen wert aller Conversations nicht erfassen.
Umgekehrt sehe ich im Bericht den Gesamtwert aller Conversations der Kampagne, aber eben keinen Wert mehr pro Keyword.
Ich kann also nicht auswerten, welches Keyword mir denn nun was genau gebracht hat, oder?
Sascha Schau Schrieb am
28. Juni, 2010 @ 11:40
Hallo Frank,
die Spalten “Wert/Conv.” und “Conv.-Wert gesamt” lassen sich auf allen Ebenen (auch der Keyword-Ebene) ausliefern und damit die Performance auf den generierten ROI analysieren.
Zum Beispiel:
Die Website XY bewirbt mittels einer AdWords-Kampagne mit zwei Anzeigengruppen Musik-Downloads der Band A auf ihrer Landigpage und mittels einer weiteren AdWords-Kampagne mit zwei Anzeigengruppen Downloads der Band B. Hinter beiden Downloads ist der AdWords-Conversioncode mit dem Conversion-Value von 1,20€ für Band A und 1,32€ für Band B hinterlegt. Ein Google-User gibt mehrere Suchbegriffe ein und generiert dadurch mehrere Keyword-Phrasen und Anzeigenauslieferungen. Während der Internet-Recherche klickt er auf unterschiedliche Anzeigen der Website XY. Einen Tag nach dem letzten Klick auf die Band A-Anzeige kauft der User zwei Songs der Band A als ein Download und drei Tage darauf auf direktem Wege (direct-Referrer) einen Song der Band B.
Nun zum Tracking: Dem letzten Keyword aus der Kampagne Band A, welches in der Kombination mit einem Anzeigentext in der Anzeigenschaltung zu letzt angeklickt wurde, wird eine “Conversion (1-pro-Klick)” und zwei “Conversion (viele-pro-Klick)” zugeordnet. Der gesamte Conv.-Wert der Kampagne Band A/der bestimmten Anzeigengruppe/des bestimmten Keywords beträgt 3,72€. Der “Wert/Conv. (1-pro-Klick)” beträgt 2,40€ und der “Wert/Conv. (viele-pro-Klick)” 1,86€.
Wichtig ist, dass in der Analyse die Konverisonskette nicht missachtet wird. In dem konstruierten Beispiel klickt der User häufiger auf Anzeigen der Website und nur dem letzte Klick wird die generierte Konversion gutgeschrieben. Die vorherigen Anzeigenauslieferungen haben im Konverisonsprozess jedoch ebenfalls zum generierten Umsatz beigetragen. So kann es auch durchaus sein, dass der User Suchbegriffe eingegeben hat, die kampagnen-übergreifende Anzeigenschaltungen ausgelöst haben. Beispielsweise kann die Konversionskette des Users so aussehen: “band b” > “vorband band b” > “band a songs” > “band a downloads” > Conversion
Sascha Schau Schrieb am
28. Juni, 2010 @ 11:52
Ich hoffe das hilft dir weiter.
Gregor Schrieb am
7. September, 2010 @ 9:53
@Sascha
Sollte bei deiner Empfehlung, beide Codes zu verwenden, der Analytics E-Commerce-Tracking Code dann nicht als Conversion in Adwords importiert werden?
Sascha Schau Schrieb am
8. September, 2010 @ 16:25
@Gregor
Wenn man die Möglichkeit hat, den AdWords-Conv.-Code zu verwenden, würde ich auf das Importieren verzichten und diesen um den dynamischen Conv.-Value erweitern. Das verhindert Ungenauigkeiten, die dadruch, dass zwei unterschiedliche Systeme verknüpft werden, entstehen können. In AdWords werden meistens mehr Konversionen erfasst als bei Analytics. Einfach aus dem Grund, dass Analytics der letzten Zugriffsquelle die Ziel-Konversion zuordnet.
Bei Aktionen wie z.B. das Tracken eines Klicks auf einen E-Mail-Link als Kontaktanfrage oder das Tracken des Abspielens eines Schlüssel-Videos bietet sich das Importieren des Analytics-Ziel als AdWords-Konversion an, da dies nicht mittels AdWords-Conv.-Code erfasst werden kann.