„Mobile First“ – Googles Zukunft im mobilen Internet

„Mobile First“ – Googles Zukunft im mobilen Internet

Nachdem Microsoft vorgestern das neue Windows Mobile 7 vorgestellt hat, zieht nun auch Google in diesem Segment nach.  Denn der CEO Eric Schmidt gab gestern bekannt, dass sich in Zukunft die Ausrichtung von Google klar am mobilen Internet ausrichten wird. Dies ist insofern nicht überraschend, als das Google mit dem Nexus One bereits in den Bereich der mobilen Endgeräte eingestiegen ist. Dort ist die Nutzung der Google Produkte wie Goolge Mail oder Google Maps natürlich möglich. Auch das Betriebssystem Android, wird laut Schmidt bereits auf 26 Millionen Geräten eingesetzt.
Was jedoch überraschend ist: Eric Schmidt behauptet, dass es mittlerweile Länder gibt in denen mehr Smartphones online Suchabfragen tätigen als „normale“ PC´s. In manchen Ländern, wie das von ihm genannte Indonesien,  dürfte dies wahrscheinlich an der Infrastruktur liegen und an dem geringeren Anschaffungspreis eines Smartphones in einem Land mit geringem Brutto-Kopf-Einkommen.
Ganz ehrlich bin ich aber auch skeptisch. Ich bin der Meinung, dass zumindest in Europa die Anzahl der PC´s die der Smartphones noch deutlich übertriftt. In Bezug auf die Anschaffung eines Smartphones in Deutschland kann man interessante Daten aus der Verbraucheranalyse von 2009 ziehen. Laut dieser ist der Besitz bzw. die Anschaffungsabsicht (in den nächsten 12 Monaten) eines Computer-Handys (Palm, Smartphone, z.B.: BlackBerry) bei 97,5% der Bevölkerung nicht vorhanden. Wird dies noch weiter aufgeschlüsselt, kann festgestellt werden, dass bei 30,86 Mio. Frauen von 33,35 Mio. Befragten eine “ Anschaffung bestimmt nicht geplant“ ist. Bei den Männern ist dies ähnlich. Dort planen 27,23 Mio. Männer von 31,46 Mio. Befragten keine Anschaffung.  Meiner Meinung nach zeigt dies zumindest für Deutschland, dass dort die Nutzung des Internets durch Smartphones noch nicht so ausgereift ist, wie die Nutzung des Internets durch herkömmliche Endgeräte.
Natürlich könnte sich dies dann in Zukunft ändern, wir lassen uns gerne überraschen.

 

 

3 Kommentare »

  1. webSimon Schrieb,

    18. Februar, 2010 @ 21:34


    Konkurrenz ist immer gut. Wie ich auf seo-united.de schon geschrieben habe, zeichnet sich immer mehr ab, dass die ganzen IT-Unternehmen zu Discountern werden, die in jedem Gebiet mitmischen.

    Dass mehr mobil gesucht wird, als am PC, kann ich mir aber auch überhaupt nicht vorstellen.


  2. Sascha Schau Schrieb,

    18. Februar, 2010 @ 21:45


    Das stimmt. Bei dem Unternehmen Google fällt vor allem auf, dass sie mehr direkte Konkurrenz betreiben, indem sie immer mehr Dienste abdecken möchten und nicht mehr zwangsläufig ihre Dienste innovativ und neu auf dem Markt sind.

    Ich kann mir vorstellen, dass der Trend vom PC zum mit dem Handy surfen genauso lange braucht -aber voran getrieben wird- wie der Umstieg vom Tower auf ein Notebook. Die Tarife sind noch nicht attraktiv genug. Die längste Zeit wird man denke ich, aber doch zum PC greifen, um im Internet zu surfen/chatten/kaufen…, da ein großer Bildschirm doch ordentlich was her gibt. ;)


  3. Jakob Zogalla Schrieb,

    19. Februar, 2010 @ 16:18


    Das sollte man von Land zu Land betrachten. In Afrika gibt es Stellen, an denen es noch nichteinmal eine Stromleitung gibt. Trotzdem hat dort jeder, mangels Kabelgebundener Infrastruktur, ein Mobiltelefon.

    Deutschland ist was Webtechnologie und insbesondere mobile Webtechnologie angeht eindeutig nicht über die Steinzeit hinausgekommen. Das mag uns Web-Arbeitern weniger auffallen, aber wir leben in einem Land in dem die Masse der Menschen immernoch nicht mit Breitband-Internet ausgestattet ist.

    Darüber hinaus leben wir in einem Land, bei dem die Technikkompetenz durch alle Bildungsschichten hinweg einzigartig lausig ist. Eine Besserung scheint derzeit nicht in sicht zu sein. Ich für meinen Fall suche recht viel mit meinem Android, aber nicht mehr als mit meinem PC und keinesfalls mehr als mit dem Notebook.


Hinterlassen Sie einen Kommentar