SEO Einsteiger und wie man es vermeiden kann eine SEO-Dumpfbacke zu werden
SEO Einsteiger und wie man es vermeiden kann eine SEO-Dumpfbacke zu werdenIn der letzten Zeit sind immer wieder Artikel in Blogs erschienen, die sich mit der Zukunft der Branche auseinandersetzen, oder auch damit wie die aktuelle Lage im Bereich der SEO oder SEA Agenturen ist. Die Gesamtaussage belief sich meistens darauf, dass immer mehr Agenturen aus dem Boden sprießen, die versuchen in diesem Segment Fuß zu fassen. Zuletzt gab Mario Fischer letzte Woche auf der SEMSEO zum Besten, dass etwa 90% der deutschen SEOs Dumpfbacken sind.
Für mich stellt sich die Frage, wo lernt man gutes SEO? Gibt es ein Patentrezept dafür, dass auch Neulinge die Chance haben in diese Branche reinzukommen und nicht zu diesen 90% zugehören!?!
Deshalb habe ich mir mal überlegt die Perspektive desjenigen einzunehmen, der noch nicht in der SEO-Branche drin ist, aber gerne dort hin möchte.
Szenario 1:
Er liest also Stellenangebote die Titel tragen wie „Online Marketing Manager“ oder „Junior SEO“ in denen über SEO-Tätigkeiten geschrieben wird, da er sich jedoch in der Agenturlandschaft nicht besonders gut auskennt, bekommt er ein Vorstellungsgespräch bei einer dieser Agenturen, die besonders stark in der Aquise sind J (alle wissen welche ich meine). Sie versprechen ihm das Blaue vom Himmel und er nimmt den Job an. Im Prinzip hat er damit verloren, denn er wird wohl niemals die Chance bekommen bei einer der „guten Agenturen“ einen Fuß in die Tür zu bekommen, weil er jetzt einen Stempel auf der Stirn trägt.
Szenario 2:
Der bereits besser informierte Neuling kennt sich schon ein wenig in der Agenturlandschaft aus, hat sich informiert und kann somit die Agenturen ein wenig einschätzen, weiß wo er hin möchte und wo nicht. So, und wie kommt er denn jetzt an einen der „heißbegehrten“ Jobs? Der Weg könnte über Praktika führen oder über eine Werkstudententätigkeit um dann danach hoffentlich sich so viel Knowhow angeeignet zu haben, dass er eine Festanstellung erhält.
Szenario 3:
Der Neuling kennt jemanden, der bereits „SEO-Guru“ ist und ihm Insiderwissen vermittelt, bzw. zu seinem Mentor wird. Wenn er dann noch riesen Glück hat, kennt der Mentor jemanden in der Branche bei dem der Neuling seine ersten Gehversuche im SEO machen kann. Das ist natürlich der Königsweg, denn so hat er die besten Perspektiven irgendwann nicht zu den 90% der SEO-Dumpfbacken zugehören und eventuell in den erlauchten Kreis der „Simpsons-SEOs“ aufgenommen zu werden.
Ich persönlich glaube, dass Szenario 2 am wahrscheinlichsten ist und dass jedem Neuling einfach dazu geraten werden kann: Les Blogs, geh auf SEO Veranstaltungen und tausche dich mit Gleichgesinnten aus, versuche dort Wissen abzugrasen. Ich denke nach einiger Zeit hat man die komplexen Strukturen erfasst und fängt auch an selber kleine Tests zu fahren.
Im Großen dürfte der Werdegang eines SEOs sich sehr wohl mit denen anderer Branchen überschneiden. Gerade Praktika oder Werkstudententätigkeiten sind in anderen Branchen ja „handelsüblich“ und machen einen wichtigen Teil aus.
Auch wenn ich nicht weiß, was eine SEO-Dumpfbacke ausmacht, glaube ich, dass man gute Chancen hat dem zu entgehen. Man muss sich nur selbst motivieren und ständig auf dem Laufenden halten. Aber auch als Brancheninterner sollte man sich mal Gedanken darüber machen, wie man den Nachwuchs fördern kann. Oder nicht?!?

Frank Schrieb,
4. März, 2010 @ 14:20
Mir fehlt Szenario 4: Man bastelt Webseiten, fragt sich, wie man bei Google besser ranken kann, und taucht ein in die bunte Welt der SEOs. Nutzt Foren, Blogs etc., lernt irgendwann andere SEOs kennen, traut sich vielleicht auf Konferenzen und knüpft Kontakte zu guten Leuten, die weiterhelfen.
Ich kenne viele, deren Weg so lief. Verschiebt sich im Laufe der Zeit aber möglicherweise hin zum Weg über Agenturen/Praktika.
Tanja Wilberg Schrieb,
4. März, 2010 @ 15:09
Hi Frank,
das Szenario find ich auch gut…und ist wahrscheinlich auch eins, dass relativ viele Möglichkeiten eröffnet, da man sich vorher schon mit der Materie auseinandergesetzt hat…..
Florian Schrieb,
4. März, 2010 @ 16:52
Szenario 2 klingt freilich interessant. Nur wie kommt man an Praktika in guten SEO Agenturen ran? Ich selbst bin derzeit am Studieren, werde bald damit anfangen müssen, mir für’s Praxissemester eine Praktikantenstelle zu suchen. Klar, Hinz&Kunz ist froh, wenn Praktikanten als billige Arbeitskäfte eingesetzt werden können. Nur bei Agenturen wo man richtig was lernen kann und auch was gezeigt bekommt, ist es wahrscheinlich wieder eher dünn gesät. Ist jetzt meine Meinung, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
Marcel Becker Schrieb,
4. März, 2010 @ 16:59
Tach zusammen,
cooler Artikel Tanja, aber das hab ich dir ja auch schon von Angesicht zu Angesicht gesagt
BTW: Also bei mir ging es über Szenario 3 zu 2 und dann weiter…
@Florian: Praktikumsstelle guckst du hier: http://bit.ly/cuO5I1
kasimir Schrieb,
4. März, 2010 @ 23:04
Hallo Anja,
finde schon, das du mit diesem Artikel ein bischen angreifst.
Was ist mit den Leuten, die in Agenturen sitzen und den ganzen Tag gute und solide Arbeit verrichten?
Deinem Artikel und Marios Aussage nach zu urteilen, sind diese, nur weil Sie nicht bloggen, twittern, networken oder sich sonst erkenntlich zeigen sogennante “Dumpfbacken”.
Vielleicht haben die keine Lust auf diese öffentliche zur Schau Stellung? Oder haben soviel Arbeit auf dem Schreibtisch, das Sie gar nicht zum bloggen und kommunizieren kommen?
Finde es nicht gut, diese SEOs Dumpfbacken zu nennen! Stimme Euch zu das es einige gibt, aber mit der Aussage schert ihr viele über einen Kamm! Aber wenn ihr meint…
Grüße
de Kasi
Florian Schrieb,
5. März, 2010 @ 2:22
Praktikum bei rankingCHECK, das wärs natürlich.
Aber in/um Würzburg ist die Agentur-Dichte eher sehr gering.
Wäre ich durch meine Wohnung nicht zwingend an Würzburg/Umkreis gebunden bei der Suche nach einer Praktikanenstelle, würde ich mich auch Überall in Deutschland und im nahen Ausland bewerben. Das hätte ich vielleicht in meinem ersten Kommentar dazuschreiben sollen.
Tanja Wilberg Schrieb,
5. März, 2010 @ 10:06
Hallo Kasimir,
ich wollte mit meinem Artikel nicht die rechtschaffenden SEOs in Agenturen angreifen sondern aufzeigen, wie auch Neueinsteiger einen Weg in die Branche finden können.
Auch ich weiß nicht was eine SEO-Dumpfbacke ist, denn diese Aussage habe ich ja nicht getroffen, sondern nur zitiert.
Natürlich gibt es auch SEOs die Großveranstaltungen meiden und keine Blogs schreiben, dafür habe ich auch Verständnis. Doch meine ich aber, dass es leichter ist bei Fragen Kontakte innerhalb der Branche zu haben, die mir eventuell weiter helfen können.
Falls sich jemand persönlich angegriffen gefühlt haben sollte, so kann ich nur sagen, dass das nicht mein Ziel gewesen ist.
Michael Schrieb,
5. März, 2010 @ 12:06
Hi Tanja,
also wenn ich ehrlich bin, finde ich das Szenario 4 von Frank am “normalsten” und in Kombi mit 3 am Besten. Und früher oder später braucht doch jeder SEO seine Spielweisen… Ist zumindest meine Meinung.
Gruß,
Michael
crsystem Schrieb,
5. März, 2010 @ 17:07
Leider gibt es heutzutage viel zu viel Müll und falsche Behauptungen übers SEO und deren Aufgaben. Jeder der in diesem Bereich anfangen möchte, sollte sich ein Praktikums Platz suchen und dort erstmal die Bedeutung des Wortes SEO kennenlernen.
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5. März, 2010 @ 18:22
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SEO Einsteiger und Dumpfbacken : MEDIA.AG Schrieb,
7. März, 2010 @ 20:20
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7. März, 2010 @ 22:26
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Sabine Schrieb,
9. März, 2010 @ 18:25
Hallo Frank,
ich denke, das von Dir entworfene Szenario 4 ist sehr passend. Jedenfalls für Leute, die sich wirklich für das Thema begeistern.
Dieter Schrieb,
11. März, 2010 @ 1:34
Hallo Tanja,
als Betroffener möchte ich mal anmerken, das es nicht wirklich einfach ist, die guten und vor allem richtigen Informationen zu finden, die einen Neueinsteiger in das Thema SEO wirklich weiterbringen. Man findet viel wiedersprüchliches. Und der letzte “Aha Effekt” bleibt auf der Strecke.
Nur das lesen von Büchern und Blogs macht meiner Meinung nach noch keinen guten SEO aus einem. Zugegeben auf mich trifft tatsächlich Szenario 4 zu. Allerdings habe ich bereits die Erfahrung machen müssen das einem “Neuling” in diesem Bereich mit Aroganz begenet wird, vor allem wenn er nicht mehr zur “jüngeren Generation” gehört.
Ich finde den Beitrag als auch die Kommentare zu diesem Post sehr gut.
Seo-ingenieur Schrieb,
25. März, 2010 @ 16:35
Hallo alle zusammen,
ich denke, das die Aussage von Prof. Dr. Mario Fischer darauf bezogen war, dass viele Seo’s eine “andere” Sicht haben mit dem Thema seo umzugehen. Es gibt viele Möglichkeiten, ein guter SEO zu werden. Die wichtigsten Eigenschaften sind Neugier, Kreativität und ein bissel technisches Wissen. Doch SEO ist auch nur ein Werkzeug und wird alleine keinen Erfolg bringen. Daher wird irgendwann der Begriff SEO verschwinden und stattdesen der Begriff Onlinemarketer sich etablieren, d.h. es sind grundlegende Marketingkenntnisse sowie technisches Wissen nötig.
mfg
seo-ingenieur